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Maximilian Eichstetter

CSU stellt ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Füssen vor

Der CSU Ortsverein Füssen-Hopfen am See-Weissensee hat ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Maximilian Eichstetter ist 34 Jahre alt, Wirtschaftsingenieur für Elektro und Informationstechnik (FH) und ein Füssener. Aufgewachsen ist er bei seiner Mutter und Oma, zwei starke Geschäftsfrauen, die ihm beigebracht haben, auch um die Ecken zu schauen, Dinge zu hinterfragen und selbständig zu sein. „Das hat mich sicher geprägt“, sagt er heute und erzählt von seinem Studium, das er sich selbst finanziert hat. Bafög gab es für ihn nicht, dafür mehrere Jobs, um alles am Laufen zu halten. Zuerst lernte Maximilian Eichstetter Elektriker und machte seinen Handwerksmeister. „Ein Handwerk ist immer gut. Für mich war es ein Grundstein, um darauf weiter aufzubauen“, so Eichstetter. Nicht nur da bewies er ein starkes Durchhaltevermögen, sondern auch beim Abnehmen. 40 Kilo nahm er nach seiner Ausbildung mit Hilfe eines guten Freundes ab. Füssen aktuell wollte wissen, was ihn dazu bewogen hat, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben.

Als wir vor drei Jahren über Sie geschrieben haben, wollten Sie in den Stadtrat. Jetzt sieht die Situation ganz anders aus. Sie gehen noch einen großen Schritt weiter.
Ja, das stimmt. Das wollte ich tatsächlich, weil ich mit entscheiden und Ideen einbringen wollte. Das haben einige aus der CSU mitbekommen und haben mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch als Bürgermeister diese Ideen einbringen zu wollen und für die Bürger dieser Stadt zu arbeiten? Es ist eine große Aufgabe und großes Vertrauen, das mir mein Team entgegenbringt. Ich weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Ich will anpacken und bekomme mit diesem Amt die Möglichkeit Füssen wieder zu positionieren und unseren jungen und älteren Mitbürgern Perspektiven zu bieten, sei es auf dem Immobilienmarkt, Freizeitgestaltung oder im Arbeitsbereich.

Sie sind der Erste, der sich als Bürgermeisterkandidat der Öffentlichkeit vorstellt. Angeblich gibt es noch weitere Mitstreiter, die sich zur Wahl aufstellen lassen wollen. Es sind Aussagen, die nicht konkret sind. Die politischen Gruppierungen halten sich noch bedeckt. Weshalb haben Sie sich für diesen Schritt entschlossen?
Ganz einfach. Meine Mitbürger sollen die Möglichkeit haben, mich kennen zu lernen, mir Fragen zu stellen, mit mir zu diskutieren, sich Gedanken machen, ob ich „ihr“ Bürgermeister werden soll. Ich will Ihnen meine Ideen vorbringen, ihnen mein Team vorstellen und dazu braucht man Zeit. Und es freut mich, dass wir uns alle dafür entschlossen haben, uns jetzt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Man kommt nicht umhin zu denken, dass Sie jeden einzelnen Schritt geplant und sehr systematisch vorgegangen sind. Erst haben Sie eine Fortbildung zum Kommunalrechtsassistenten absolviert, bevor Sie sich in den wichtigen Gremien haben wählen lassen. Zum Beispiel Ortsvorsitzender der CSU, als Schriftführer im Kreisvorstand für das gesamte Ostallgäu, …
Ja, da haben Sie Recht. Die Fortbildung zum Kommunalrechtsassistenten war für mich zwingend erforderlich um Abläufe, Strukturen und Zusammenhänge der Verwaltungsarbeit kennenzulernen. So kann ich nachvollziehen, wie ich am besten eine wertige und nachhaltige Politik für Füssen erzielen werde. Mein Anspruch an mich selbst ist, eine professionelle Vorbereitung auf das Amt durchzuführen, um die Füssener Bürgerinnen und Bürgern zu überzeugen. So werde ich darauf achten, in regionalen und überregionalen Gremien vertreten zu sein, um die Themen voranzutreiben, die Füssen dienen. Hier erfährt man, welche Subventionen für die Stadt beantragt werden können. Ebenso können dort wichtige Themen für unsere Heimatstadt platziert werden und diese bis auf Bundes- und Europaebene einbringen. Das ist für unser Füssen äußerst wichtig. Wir wollen hier wieder ganz vorne dabei sein.

Bislang sind Sie wenig in Erscheinung getreten. Viele ältere Füssener wissen nicht wirklich, wer Max Eichstetter ist. Dabei ist Ihre Oma keine Unbekannte.
Meine Oma Liselotte Leschka-Popp gründete 1960 das Sanitätshaus Popp in Füssen. Eine rührige Geschäftsfrau, bei der noch ein Handschlag als Vertrag galt. Sie feiert übrigens gerade erst ihren 98. Geburtstag und ist stolz, dass ich mich für Füssen einsetzen möchte. Meine Mutter, Marion Eichstetter führte ihr Leben lang die Wäscheboutique Popp in Pfronten unterm Türmer. Von beiden lernte ich mein heutiges Durchhaltevermögen, meine Umsetzungsstärke, meinen respektvollen Umgang mit Menschen und mein Organisationsgeschick. Ganz so unbekannt in Füssen und Umgebung, wie Sie meinen, bin ich jedoch nicht: schon als Junge war ich im örtlichen Vereinsleben aktiv eingebunden. Nach einigen Jahren im Trachtenverein Almrausch begeisterte ich mich für den Schützenverein Weißensee sowie die Freiwillige Feuerwehr Weißensee, die schließlich zu meiner großen Leidenschaft bis heute wurde. Zudem bin ich u. a. Mitglied beim Gebirgstrachten- und Heimatverein D’Neuschwanstoaner Stamm Füssen.“

In Füssen bewegt sich zurzeit einiges. Viele junge Menschen gehen auf die Straße für das Klima, die 30-jährigen und aufwärts wollen in die Kommunalpolitik. Auch Sie haben ein relativ junges Team hinter sich. Was meinen Sie, warum ist bei den jungen Erwachsenen plötzlich dieses Interesse da, sich selbst in die Politik einbringen zu wollen?
Die Parteibindung bei jungen Menschen lässt bedauerlicherweise nach. Andererseits engagieren sich junge Menschen deutlich intensiver mit Politik, jedoch kurzfristiger und projektbezogener, ohne sich in starre Strukturen einzuordnen. Das hat man z.B. deutlich bei den Wahllisten der Parteien zur Europa-Wahl gesehen. Es kommen neue Parteien hinzu, die vor 10 Jahren nicht vorhanden waren und unkonventionelle Wege gehen und deshalb jetzt bereits im Europaparlament sitzen. Das zeigt, dass sich die Jugend heute anders engagiert. Diese junge Generation hat andere Ansätze und Ansprüche an ihr politisches Engagement als noch Generationen vor ihnen. Sie wollen eine Politik, die digitaler, zeitlich flexibler und ortsunabhängig ist. Die sich an Lebenslauf und Projekten orientiert, schnell wirksam ist, sie folgen hier dem Motto „Digital statt Analog“. So haben politisch engagierte Jugendliche bei der Flüchtlingskrise keine Decken verteilt, sondern eine App programmiert, um Geflüchteten das Ankommen in Deutschland zu erleichtern durch Vernetzung ihrer Tandempartner zur Vermittlung von Wohnraum. Die großen Parteien gewöhnen sich endlich an diese neue Denkweise der Jugend und nur durch dieses Umdenken können auch diese Parteien langfristig bestehen.“

Als man Sie gefragt hat, ob Sie für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wollen, wie lange haben Sie dafür Bedenkzeit gebraucht?
„Gar keine! Nach dem Motto‚ Gscheit oder gar it“ war meine Entscheidung – nach kurzer Rücksprache mit meiner damaligen Lebensgefährtin und jetzigen Ehefrau sehr schnell gefallen.“

Herr Eichstetter, wenn Sie sich mit fünf Wörtern beschreiben müssten, wie würden die lauten?
„Jung, dynamisch, motiviert, strukturiert und zielstrebig zum Wohle Füssens.“

Sollte das auch der Grund sein, warum man Sie im März 2020 wählen sollte?
„Ja, denn ich biete den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Politik für Füssen die bürgerlicher, wertiger und zukunftsorientierter sein wird und hoffe darauf, dass die Füssener mich in diesem Vorhaben zum Wohle unserer schönen Heimatstadt unterstützen.“

Text: Sabina Riegger · Foto: privat

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