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Neuschwansteinkonzerte: Der Startschuss ist gefallen

Nach neun Jahren Pause finden heuer wieder, vom 21. bis zum 25. August erstmals als Open-Air-Veranstaltung, die Neuschwansteinkonzerte statt – Karten gibt´s nur online

Johann Fleschhut war eine gewisse Erleichterung deutlich anzumerken, als er kürzlich im „Museum der bayerischen Könige“ erklärte: „Endlich ist der Punkt erreicht, dass wir den Startschuss geben können.“

Die Worte des froh gestimmten, früheren Ostallgäuer Landrats bezogen sich auf die Neuschwansteinkonzerte 2024, die vom 21. bis zum 25. August stattfinden und dabei erstmals als Open-Air-Event über die Bühne gehen.

Nach jahrelanger Vorbereitungszeit freut sich der erste Vorsitzende der Konzertgesellschaft Neuschwanstein auch auf ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis, bei dem den Besuchern im oberen Hof des weltberühmten Wittelsbacher-Schlosses überwiegend klassische Werke dargeboten werden. Mit dieser Veranstaltung will der Verein Konzerte anbieten, „die nur hier so gespielt werden, da die daran beteiligten Künstler eine Beziehung zu dem Ort bekommen sollen, die ganz im Sinne Ludwigs II. ist“, so der künstlerische Leiter des Festivals, André Turnheim. 

Insbesondere der Titel des ersten Abends der neuen Neuschwansteinkonzerte am 21. August weist dabei sowohl auf den Neubeginn der Reihe als auch einen gewissen künstlerischen Spielraum in der Interpretation der klassischen Werke hin, indem er „Aufbruch und Freiheit“ lautet. 

Nach der Ouvertüre mit „Egmont“ von Ludwig van Beethoven präsentiert das Musiker-Netzwerk „Chaarts“ den Zuhörern dann die von der Schauspielerin Jasmin Tabatabai als Erzählerin vorgetragene symphonische Dichtung „Scheherazade“ von Nikolay Rimsky-Korsakow.

Das zweite Konzert einen Tag danach steht indes unter dem Motto „Abendrot und Abgesang“ und serviert außer Stücken von Richard Strauss sowie Franz Schubert ein lyrisches Poem von Ottorino Respighi, das „Chaarts“ zusammen mit der Sopranistin Vera-Lotte Boecker gestalten.

Der 23. August steht anschließend ganz im Zeichen von Richard Wagner, dem das „ensemble minui“ mit mehreren Musikstücken seine Reverenz erweist, während es außerdem „Die Amazonen Walzer“ von Franz Liszt erklingen lässt. Erzählerisch wird dies alles unter der Rubrik „Sagen und Fabeln“ von dem Schauspieler Hans Sigl begleitet.

Unter der Leitung von ihrem Dirigenten Marcus Merkel bereitet die „Junge Philharmonie Berlin“ schließlich am 24. und 25. August das große Finale des neuen Konzertformats. Sie bringt dabei unter den Titeln „Liebestod und Liebesglück“ beziehungsweise „Traum und Wirklichkeit“ abermals Kompositionen  von Richard Wagner zu Gehör, jeweils moderiert von Axel Brüggemann. Darüber hinaus unterstreichen die Sopranistin Brit-Tone Müllertz, der Tenor Brenden Gunnell und die Sänger-Solistin Marie Seidler das Programm am 24. August.

Zu einem Geburtstagskonzert zu Ehren von König Ludwig II. komplettiert das Programm am letzten Abend schließlich Musik von Engelbert Humperdinck, Felix Mendelsohn-Bartholdy, Claude Debussy, Gustav Mahler, Charles Ives und Richard Strauss.

„Das wird richtig gut“, äußerte sich Fleschhut dazu und bekräftigte Turnheims Ankündigung, selbst vor Regen nicht zu weichen, sondern „bei jedem Wetter“ zu spielen.“ Keine großen Bedenken habe man zudem in akustischer Hinsicht.  Die neuen Neuschwansteinkonzerte sollen auch ganz „für Lebensfreude stehen“, wie Geschäftsführerin Kerstin Glowalla betonte und hinzufügte, dass es die Eintrittskarten ab 119  Euro pro  Abend ab sofort nur online unter der Adresse www.neuschwansteinkonzerte.eu zu kaufen gibt. Im Preis inkludiert sind zusätzlich der Parkplatz und der Busshuttle.

Text · Foto: Alexander Berndt      

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