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Ein Einkaufszentrum als „Zugpferd“

Der „Theresienhof“ wird heuer zehn Jahre alt und öffnet erstmalig auch an Christi Himmelfahrt am 9. Mai seine Pforten

In diesem Jahr feiert das Einkaufszentrum „Theresienhof“ sein zehnjähriges Jubiläum. Waren es bei der Eröffnung 2014 sieben Geschäfte, die ihr Sortiment beziehungsweise ihre Dienstleistungen auf zwei Stockwerken anboten, sind dies derzeit drei. Neben dem Lebensmittelgeschäft „Rewe“ und dem Drogeriemarkt „Rossmann“ offeriert so das Schuhhaus „Kern“ außer Schuhen für die ganze Familie Mode, Lifestyle- sowie Sportbekleidung. Wir sprachen mit einem Vertreter des Vermieters Geiger Flächen und Liegenschaften GmbH & Co. KG über die momentane Situation des „Theresienhof“. 

Wie beurteilen sie die Akzeptanz des Einkaufszentrums in Füssen zehn Jahre nach der Eröffnung?
„Der Theresienhof ist als nördliche Fortsetzung des Füssener Einkaufs- und Altstadtbereichs als wichtige Ergänzung für die Einkaufsmöglichkeiten für die Füssener und die auswärtigen Besucher Füssens bestens etabliert. Dazu tragen sicher auch die gute Erreichbarkeit  und die Parkmöglichkeiten der City-Garage bei, auch als Ausgangspunkt für den Besuch in der Altstadt.“

Anfangs waren es sieben Firmen, die in das Einkaufszentrum einzogen, mittlerweile sind „nur“ drei Unternehmen dort. Was bedeutet das für den „Theresienhof“?
„Die Corona-Zeit hat auch im Theresienhof entsprechende Anpassungen erforderlich gemacht. Das Einkaufsverhalten der Kunden hat sich verändert, der Einzelhandel und insbesondere auch die großen Einzelhandelsketten haben darauf reagiert. Für den Theresienhof war das die Chance, sich durch eine Sortimentsanpassung  auf die geänderten Bedingungen einzustellen. So konnten mit dem Schuhhaus Kern die Flächen mit dessen Flagstore derart auf zwei Etagen umgestaltet werden, dass ein breites Sortiment aus den Bereichen Schuhe für die ganze Familie, Mode, Lifestyle und Sport angeboten werden. Dabei sind die Verkaufsflächen im Theresienhof gleich geblieben. Auch für die Familie Kern war das ein eindeutiges Bekenntnis zum Theresienhof, über das wir uns sehr freuen.“

Die „Zugpferde“ in dem Einkaufszentrum sind wohl „Rewe“ und „Rossmann“. Hatten sie von Anfang an damit gerechnet beziehungsweise, was sagt dies über die Struktur des „Theresienhof“ aus?
„Der Theresiehof insgesamt als solches hat sich zum „Zugpferd“ in Füssen entwickelt, nicht nur Rewe und Rossmann, sondern auch Kern. Die Sortimente der Mieter ergänzen sich bestens für die Nahversorgung. Die stylische Einrichtung des die größte Fläche des Einkaufszentrums einnehmenden Flagstores von Kern ist up-to-date. Zudem aktualisieren sich auch Rewe und Rossmann immer wieder im Hinblick auf die Bedürfnisse der Kunden. So plant Rewe ab Mai zusätzlich eine Sushi-Bar anzubieten, in der diese Spezialitäten frisch zubereitet werden.“

Das Schuhhaus „Kern“ betreibt derzeit auf seiner ursprünglichen Fläche im ersten Stock bis auf weiteres einen Outlet-Store. Bleibt dies so?
„Diesbezüglich steht eine Entscheidung für eine Weiterführung beziehungsweise eine eventuelle anderweitige Nachnutzung noch aus. Interessenten dafür sind uns jedenfalls stets willkommen.“

In anderen Einkaufszentren gibt es manchmal verschiedene Veranstaltungen beziehungsweies „Attraktionen“, wie etwa einen Pianospieler, um den Kunden den Aufenthalt dort „schmackhafter“ zu machen. Gibt es in dieser Hinsicht für den „Theresienhof“ Überlegungen, so etwas auch dort über die Bühne gehen zu lassen? 
„Der Theresienhof bietet bereits eine abwechslungsreiche Aufenthaltsqualität. Sei es zum kurzen Verweilen bei den Sitzgelegenheiten in beiden Etagen oder auch durch die Möglichkeit, beim Café der Bäckerei Ihle bei einem Snack drinnen oder bei passendem Wetter auch wieder vor dem Einkaufszentrum sich eine kleine Pause vom Einkauf zu gönnen. Zudem sind unbedingt die Graffitis im Flagstore von Kern sehenswert. Die Möglichkeiten großer Einkaufszentren für bestimmte Aktionen sind im Theresienhof aufgrund der eingeschränkten Flächen jedoch nur sehr bedingt umsetzbar. Eine Ausstellung bot Künstlern aus Füssen und der Umgebung in der Vergangenheit allerdings die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Im Theresienhof wurde das Wegeleitsystem für die Kunden aktualisiert und ergänzt. Die Fassade erstrahlt nach der Renovierung auch wieder wie zur Eröffnung des Einkaufszentrums vor zehn Jahren. Der Theresienhof wird zudem zum Himmelfahrtsmarkt am 9. Mai geöffnet sein und damit anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums erstmalig an einem offenen Feiertag teilnehmen.“ 

Text · Fotos: Alexander Berndt

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