Lokales

Forggensee Teilaufstau wird fortgesetzt

Anhebung des Wasserspiegels um weitere drei Meter auf 773 mNN

Uniper hat heute entschieden, den Teilaufstau des Forggensees fortzusetzen. Wie alle Entscheidungen zum Aufstau basiert auch diese Entscheidung auf der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen. Der seit dem 2. Juli eingeleitete Teilaufstau um zunächst fünf Meter auf 770 mNN ist erfolgreich verlaufen. Die zur ständigen Kontrolle in den Damm eingebrachten Messeinrichtungen zeigen die erwarteten Werte und bestätigen, dass der Damm durch die Injektionen mittlerweile wieder soweit vergütet ist, dass der Teilaufstau fortgesetzt werden kann. Ziel ist es nun, eine Wasserspiegellage von 773 mNN zu erreichen.

Das Erreichen dieser neuerlichen Zielmarke und die Auswertung der Messergebnisse bilden dann die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Fortsetzung des Aufstaus. Alleiniges Kriterium ist dabei aber wie gehabt die Sicherheit des Dammes. Wie in den vergangenen Wochen werden dazu rund 50, zum Teil neu eingebrachte Messeinrichtungen beobachtet und ausgewertet. Sollten die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde der Aufstau umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden. In welchem Zeitraum die neue Zielmarke erreicht sein wird, ist nicht prognostizierbar. Entscheidend sind die Zuflüsse in den See. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass auch nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht.

Update zur Baustelle

Die geplanten Bohrungen – teilweise bis in über 80 Meter Tiefe – zur Erkundung des Baugrunds sind fast vollständig erfolgt. Auch die Injektionsarbeiten sind nahezu abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird ein Großbohrgerät eingesetzt werden. Es wird per Schwertransport auf der Baustelle eintreffen. Aufgabe des Großbohrgerätes ist es, durch gezielte senkrechte Bohrungen den Einsatz der Schlitzfräse für die Dichtungswand vorzubereiten.

PM Uniper

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1 Kommentar

  1. Ich wundere mich. Was für Bauingenieure haben Sie? Sicher wäre die Sanierung auch im gestauten Zustand möglich gewesen. Ich denke die Schlusskosten wären kaum höher ausgefallen. Wenn deutsche Ingenieure dazu nicht fähig sind, fragen Sie doch Schweizer. Ansprechpartner ETH Zürich. Gruss Theodor Sulzer

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