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Dieses Jahr wieder Starkbieranstich im Hohenschwangauer Schlossbräustüberl

Es kann derbleckt werden

Viele haben lange darauf gewartet. Jetzt hat das Warten nach fünf Jahren ein Ende. Der traditionelle Starkbieranstich in Hohenschwangau, den man auch den „Nockherberg vom Allgäu“ nennen kann, findet dieses Jahr am 19. März, dem Josefitag, als Kooperationsevent des Wittelsbacher Ausgleichsfonds, der Brauerei Kaltenberg und des AMERON Hotels in Hohenschwangau statt.

2018 fand zuletzt der Starkbieranstich, der eigentlich ein Maibockanstich war, statt. Grund der Verschiebung in den Mai waren die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des Schlossbräustüberls. Wer zum Starkbieranstich eingeladen wird, sieht es als eine Ehre an. Es ist nahezu unmöglich, diese besondere Einladung abzulehnen. Grund dafür dürfte das ausgelassene „Derblecken“ sein, mit dem die lokalen Größen der Politik alljährlich „abgewatscht“ werden. Dazu kommt die einmalige Kulisse unterhalb des beleuchteten Schlosses Hohenschwangau, direkt im ehemaligen Pferdestall der königlichen Familie.

Es ist wie eine feierliche Zeremonie, bevor das heitere Derblecken beginnen kann. Der Starkbierabend wird stilvoll eröffnet. Anschließend wird im besten Fall Prinz Luitpold persönlich seine Rede halten, dazu erklären, wie das jeweilige Starkbier im Jahr ausgefallen ist. Immerhin hat der Prinz auch einen starken Bezug zu Hohenschwangau, es ist wie eine Heimat für ihn. Schließlich hatten seine Eltern noch lange Zeit eine Wohnung in der alten Remise des Schlosses, in der früher auch die Pferdekutschen standen. Dadurch konnte Luitpold die Ferien während seiner Kindheit im Ort verbringen.

Pflicht ist es dann, begleitet durch die Musikapelle Schwangau, die traditionelle Bayernhymne anzustimmen. Der Anstich des ersten Fasses läutet anschließend den Höhepunkt des Abends ein, den Auftritt des Fastenredners.

Angefangen hat dieser Brauch vor gut 30 Jahren, damals legendär, mit Schwangaus ehemaligem Tourismusdirektor Schorsch Grieser, auch Jäger Wolfgang Schweiger ist lange in die Rolle des Fastenpredigers geschlüpft. Seit 2017 ist nun Walter Sirch alias Walter, der Hausmeister vom Schlossbräustüberl, für das Derblecken zuständig. Neben dem Festredner dürfen sich die Gäste des Starkbieranstiches auch noch auf eine weitere komödiantische Überraschung freuen -seien Sie gespannt.

Geladen sind neben den Bürgermeistern und Räten der umliegenden Kommunen auch zahlreiche Gastronomen und Hoteliers sowie Mitglieder von Adelshäusern und Repräsentanten der hohen Diplomatie.

So werden auch in diesem Jahr wieder etwa 200 Gäste ins Stüberl drängen, um das Spektakel zu verfolgen und den diesjährigen Ritterbock zu testen.

Der Starbieranstich im Hohenschwangauer Schlossbräustüberl findet am 19. März statt. Ab dem 20. März ab 11.30 Uhr fließt der Bock dann auch für die Öffentlichkeit mit zünftiger Blasmusik und gutem Essen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf www.schloss-braeustueberl-neuschwanstein.de

Text: rie

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