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Neuwahlen bei der TSG Füssen

Silke Faßhold zur neuen Vorsitzenden bestimmt

Durch das Ausscheiden der bisherigen Vorstandsmitglieder Gerda Bechteler als 1. Vorsitzende, Dietmar Sulger als 2. Vorsitzender und Heidi Raab als Schriftführerin standen bei der Turn- und Sportgemeinde (TSG) Füssen Neuwahlen an. Silke Faßhold, Abteilungsleiterin Turnen, ist von allen Teilnehmern der Mitglieder-Versammlung der 1846 gegründeten TSG zur 1. Vorsitzenden unter starkem Beifall – im „Hotel Hirsch“ – gewählt worden.

Als 2. Vorsitzender wurde Daniel Schulze und die Abteilungsleiterin Leichtathletik, Dr. Marion Gumtau-Langer, als Schriftführerin gewählt. Der bisherige Schatzmeister Klaus Rinner stellte sich zur Wiederwahl. Nicole Andrasch und Ulf Förster wurden wieder als Kassenprüfer bestellt.

Weil der Wechsel an der Vereinsspitze gut vorbereitet war, fielen die Wahlen per Akklamation kurz aus. So blieb den Teilnehmern reichlich Zeit für die zusätzlich zu sieben Tagesordnungspunkte. In den ausführlichen Berichten der Abteilungsleiter kam neben den Erfolgsmeldungen auch offen zur Sprache, wo der Schuh drückt. „Ich denke, dass nun im 45. Jahr meiner Vorstandstätigkeit die Zeit gekommen ist, dieses Amt in jüngere Hände zu legen“, hatte Gerda Bechteler ihr Schlusswort eingeleitet.

Der etwas später von der neuen Vorsitzenden gemachte Vorschlag, Bechteler mit dem Ehrenvorsitz auszuzeichnen, löste Begeisterung aus und fand allgemeine Zustimmung. 1979 – daran erinnerte sie die Versammlung – sollte die Nachfolge von Ewald Munz, der nach Marktoberdorf umzog, geregelt werden. Dem Versuch einer Unterwanderung des Traditionsvereins durch eine externe Gruppe konnte nicht zuletzt durch die Wahl Bechtelers für den Vorsitz der Riegel vorgeschoben werden.

„Mein Herz schlug schon damals für die TSG“, so Bechteler, die im Turnen aktiv war und sich in der Folge für die anstehenden Belange – meist erfolgreich – stark machen sollte. „In all den vielen Jahren war es mein Bestreben, den Verein auf ein finanziell solides Fundament zu stellen“, hob sie als zentralen Punkt hervor. Rinners Kassenbericht belegte, dass die TSG auch 2022 wieder im Ergebnis ein Plus aufweist.

Die 1930 in Eigenleistung von Mitgliedern der TSG auf städtischem Grund errichtete Weidach-Turnhalle ist in die Jahre gekommen und bei einem Ortstermin mit Bürgermeister und Stadträten anlässlich der 175-Jahr-Feier der TSG im Jahr 2021 wurde vereinbart, dass sich die TSG keine Luxussanierung vorstellt, jedoch bereit ist, einen Zuschuss hierzu in Höhe von 125.000 Euro zu leisten. Bechteler informierte die Mitgliederversammlung: „Laut Mitteilung der Stadt Füssen vom 8. November 2023 sind bisher 223.000 Euro abgerechnet und 130.000 Euro noch nicht schlussgerechnet.“

Text · Foto: Werner Hacker

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