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Forggenseeschifffahrt: Eine positive Bilanz

Die Forggenseeschifffahrt hat heuer mit einigen neuen Attraktionen aufgewartet und ihr Wirtschaftsziel mehr als erreicht – im kommenden Jahr gibt es sogar ein großes Sonnendach auf der „MS Füssen“.

Mit der vor dem Start der diesjährigen Rundfahrten Anfang Juni angekündigten Installation eines großen Sonnendaches auf der „MS Füssen“ ist es in dieser Saison zwar noch nichts geworden, trotzdem kann die städtische Forggenseeschifffahrt laut ihrem technischen Betriebsleiter Dirk Schranz auf eine „sehr positive Bilanz“ über die vergangenen viereinhalb Monate zurückblicken.

So haben die mehr als 90 000 Fahrgäste der beiden Schiffe „MS Füssen“ und „MS Allgäu“ deren rund 1000 kleinen und großen Rundfahrten über den Stausee an 137 Tagen genauso „sehr gut angenommen“ wie die 50 Abendfahrten des Eigenbetriebs der Lechstadt.

Neben den traditionellen Abendfahrten mit Alphornbläsern am Mittwoch, die im Juli und August über die Bühne gingen, gab es auch neue Programmpunkte, wie zum Beispiel die Salsafahrt, das Oktoberfest „Wies´n an Bord“, eine „Ladies´ Night“ und ein Galadinner mit Zauberer. „Das kam sehr gut bei den in- und ausländischen Passagieren an“, so das Resumee von Dirk Schranz.

Die Freitage, an denen diese Abendfahrten voller Attraktionen jeweils stattgefunden hatten, haben damit allerdings auch besonders arbeitsintensive Tage für die Mitarbeiter der Forggenseeschifffahrt dargestellt. Dennoch plant man für das kommende Jahr bestimmte Abendevents an Bord auch an Samstagen anzubieten und das Ganze so ein bisschen zu entzerren.

Mit den im Vergleich zum Vorjahr heuer nochmal ein bisschen erhöhten Fahrpreisen liegt die Forggenseeschifffahrt diesbezüglich trotzdem „nur im Mittelmaß aller Schifffahrtsbetriebe in Bayern“, wie Schranz erklärt. So gab es diesbezüglich von seiten der Fahrgäste keinerlei negative Reaktionen. Durch den Umsatz von 1,3 Millionen Euro wurde das Wirtschaftsziel heuer mehr als erreicht, freut sich Schranz und zeigt sich erfreut, dass die Energiekosten für dieses Jahr stabil geblieben sind.

Von den vor der Saison 2023 kalkulierten Kosten von 80 000 Euro für 40 000 Liter Kraftstoff, die man für die Schifffahrten benötigt, sind nur 65 000 Euro verbraucht worden, erklärt der technische Betriebsleiter.

Wegen einer größeren Reparatur war die „MS Allgäu“ vorübergehend nicht einsatzfähig. Dieses zwischenzeitliche Handicap habe man aber „mit dem großen Schiff aufgefangen“ und in ähnlicher Weise „gut kompensiert“ wie einen dreitägigen Ausfall des Schifffahrtsbetriebes wegen Hochwasser, wodurch der See nicht befahrbar gewesen war.

Ihren Beitrag dazu, dass die Forggenseeschifffahrt in der diesjährigen Saison dennoch insgesamt „ein tolles Ergebnis“ erreicht hat, haben jedoch wohl auch das neue Ticketsystem sowie die „um einiges“ erweiterte Speisekarte geleistet.

Nach seiner letzten Saisonfahrt am 15. Oktober dürfte der stadteigene Betrieb zufrieden in die Winterpause gegangen sein. Unmittelbar nach Saisonende wurde die eigentlich für heuer bereits avisierte Installation eines Sonnendaches, das für gut 80 Sitzplätze Schutz gegen Sonne und Regen bieten soll, auf der „MS Füssen“ fertiggestellt.

Text: Alexander Berndt · Foto: FSSF

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