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Festival vielsaitig 2023: Vilde Frang in Füssen

Dienstag, 05.09.2023, 19.00 Uhr

Besetzungs- und Programmänderung beim Festival vielsaitig Füssen

Am Dienstag, den 5. September, wird die norwegische Geigerin Vilde Frang gemeinsam mit Julian Steckel und dem Pianisten Paul Rivinius im Kaisersaal des Klosters St. Mang das sechste Konzert des diesjährigen Festivals vielsaitig geben. Die anfänglich vorgesehene Geigerin Karen Gomyo mußte leider ihre Teilnahme absagen, doch Frau Frang wird die entstandene Lücke aufs Beste ausfüllen.

Die Künstlerin, die vor elf Jahren mit dem „Young Artists Award“ der Credit Suisse ausgezeichnet und international hoch geschätzt wird, wird in Füssen die erste Violinsonate G-dur op. 78 von Johannes Brahms präsentieren. Dieses Stück ist, wie das Konzert op. 77, von Kärntens Sommerssonne durchdrungen.

Zum Auftakt des Konzertes spielen Julian Steckel und Paul Rivinius die Sonate für Violoncello und Klavier, mit der Claude Debussy im Jahre 1915 den Zyklus seiner »Sechs Sonaten für unterschiedliche Instrumente« eröffnete – ein Projekt, das zu erfüllen ihm nur zur Hälfte vergönnt war.

Abschließend versammeln sich die drei Künstler zur Aufführung des Klaviertrios Nr. 3 g-moll op. 110 von Robert Schumann, das mit seinen brodelnden, überbordenden Ideen allen Beteiligten schier unendliche Gelegenheiten zu phantastischen Wechselspielen eröffnet.

Warner Classics hat Vilde Frang als Exklusivkünstlerin unter Vertrag genommen, deren Aufnahmen zahlreiche Auszeichnungen erhalten haben, darunter den Edison Klassiek Award, den Classic BRIT Award, den Diapason d’Or, den Deutschen Schallplattenpreis und den Gramophone Award in der Kategorie Konzert für ihre Aufnahme der Violinkonzerte von Korngold und Britten.

Mariss Jansons entdeckte Vilde Frang schon früh in ihrer Karriere, als sie zwölf Jahre alt war, und engagierte sie für ihr Debüt mit dem Oslo Philharmonischen Orchester. Danach studierte sie am Barratt Due Musikkinstitutt in Oslo, mit Kolja Blacher an der Musikhochschule in Hamburg und mit Ana Chumachenko an der Kronberg Akademie und der Musikhochschule München. Im Jahr 2007 gewann sie ein Stipendium des Borletti Buitoni Trusts und hat mit Mitsuko Uchida gearbeitet. Von 2003 bis 2009 war sie Stipendiatin der Anne Sophie Mutter Stiftung.

Vilde Frang musiziert auf einer Geige von Giuseppe Guarneri ‚del Gesù‘, die später unter dem Namen ‚Rode, von Heyder‘ bekannt wurde und um 1732 in Cremona geschaffen wurde.

Foto: Vilde Frang © Marco Borggreve

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