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Chronische Wunden: Warum Diabetiker besonders anfällig sind

Zum ersten Awareness Day zur chronischen Wunde am 13. Juli 2022 klärt die Kaufbeurer Chefärztin Dr. Michaela Knestele über das Diabetische Fußsyndrom auf.

„Der Fuß eines Diabetikers braucht besondere Pflege“, betont Dr. Michaela Knestele. Die Chefärztin des Wundzentrums Allgäu in Kaufbeuren zählt zu den gefragtesten Referenten zum Thema chronische Wunden. „Durch die Störung der Nerven haben die Betroffenen häufig nicht mehr die nötige Sensibilität, um Druckstellen am Fuß wahrzunehmen“, so die Fachfrau, die seit Jahren für die Fachgesellschaft Initiative Chronische Wunden (ICW) Kurse zum Erwerb der Qualifikation als ärztlicher Wundexperte durchführt.

Diese unbemerkten Druckstellen könnten laut Knestele dann offene Wunden verursachen. „Zudem ist in vielen Fällen gleichzeitig eine mangelhafte Durchblutung vorhanden“, warnt die Ärztin, „weswegen im schlimmsten Fall die Amputation der Zehen, des Fußes oder gar des betroffenen Beins droht.“ Ein Drittel aller Patienten mit diabetischem Fußsyndrom müssen komplett versorgt werden. Damit es nicht so weit kommt, empfiehlt Knestele regelmäßige Untersuchungen und eine gute Hautpflege.

Detailliertere Informationen zum Diabetischen Fußsyndrom stellt die Wundexpertin in ihrem Patientenvortrag am 19. Juli 2022 bereit, der online im Livestream verfolgt werden kann. Interessierte können sich über die Homepage der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren unter www.kliniken-oal-kf.de einwählen. (Link zum Vortrag)

Darüber hinaus stellt Dr. Knestele auf der MIR Marktoberdorf am 31. Juli 2022 um 13 Uhr das Wundzentrum Allgäu vor und klärt über typische Krankheitsbilder der chronischen Wunde auf wie etwa das Lymphödem oder Venen- und Hauterkrankungen mit Defektwunden.

Text · Foto: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

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