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„Zeppelin – das Musical“ bringt Welturaufführung in Ludwigs Festspielhaus

Ein weiterer wichtiger Meilenstein

Zwar ist noch über ein Jahr Zeit, bis es soweit ist. Allerdings wirft das Projekt bereits jetzt gewaltige Schatten voraus. Im November kommenden Jahres wird es mit „Zeppelin – das Musical“ eine weitere Welturaufführung in Füssen geben. Dies haben die Organisatoren und Macher am Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Ludwigs Festspielhaus bekanntgegeben. Komponist Ralph Siegel und das Team des Festspielhauses hatten an den See geladen, Medienvertreter aus dem gesamten Bundesgebiet waren dafür angereist. An der Zusammenarbeit zwischen Siegel und dem Füssener Festspielhaus wurde bereits seit über einem halben Jahr gefeilt. „Es ist ein Stück Deutscher Geschichte“, so Theaterleiter Benjamin Sahler. „Das passt perfekt zu unserem Haus.“ Zugleich soll die neue Produktion aber auch ein weiterer wichtiger Meilenstein sein, um die positive Entwicklung in Ludwigs Festspielhaus und dessen Wahrnehmung als Leuchtturm zu festigen. Immerhin wird mit dem Musical jetzt auch schon bis in das Jahr 2021 hinein geplant.

Komponist, Produzent und Textschreiber Ralph Siegel möchte mit der Realisierung des Musicals einen Traum verwirklichen. Es ist bereits das dritte Musical, das die Ikone des Deutschen Eurovision Songcontest geschrieben hat. Dieses ist sein Lebenswerk, wie er selbst sagt. Ein Musical über den Pionier der Luftschifffahrt, den berühmten Grafen Zeppelin zum einen und zum anderen der letzte Flug der Hindenburg und sein dramatisches Ende. „Es ist eine Melange aus Traum und Wirklichkeit“, verrät Siegel. Der Geschichte des visionären Konstrukteurs Graf Zeppelin, sein unbeirrbarer Glauben an die Technik, wird in einer parallelen Handlung dem letzten Flug der Hindenburg gegenübergestellt. Somit spannt das Musical einen beeindruckenden Bogen vom Beginn bis zum Ende einer Ära. Ähnlich wie der Untergang der Titanic hat sich der Absturz des Luftschiffes Hindenburg als eine der tiefgreifendsten Momente in der Geschichte des 20. Jahrhunderts in die Köpfe der Menschen eingebrannt.

Spitzen-Cast auf der Bühne

Mit dem Autor Hans Dieter Schreeb fand Siegel, der die Musik alleine schrieb, einen kongenialen Partner für das Buch, der ebenso von Anfang an von dem Projekt begeistert war. „Ich habe in meinem Leben wirklich viel geschrieben, von Fernsehstücken, Theater und Fernsehserien bis hin zu Romanen und Bücher“, schwärmt Schreeb. „Aber dieser Zeppelin ist etwas ganz besonderes, worauf ich sehr stolz bin.“ Erste Einblicke in dieses Werk gab Siegel bereits vor gut zwei Jahren in Berlin. „Das war ein sogenanntes Reading“, erzählt er. „Da wurden in eine Art Urfassung erste Einblicke gewährt. Das Publikum war begeistert, nur wussten wir da noch nicht, wo wir dieses Musical irgendwann einmal auffüren sollen. Ludwigs Festspielhaus ist wie ein Traum, etwas was man sich als Komponist wünscht, es ist dafür geschaffen.“

Das Produktionsteam steht nun am Anfang seiner Arbeit. Neben der Erstellung von Bühnenbildern oder Kostümen, beginnt vor allem die Suche nach der passenden Besetzung für das Musical. Mit Musicalstar Anna Maria Kaufmann, unter anderem bekannt aus „Das Phantom der Oper“, steht allerdings schon eine der Hauptrollen fest. „Wir sind aber in der Szene bekannt dafür, dass wir für alle Produktionen auch große Namen nach Füssen holen“, so Benjamin Sahler. „Die endgültige Cast werden wir etwa Anfang des kommenden Jahres bekanntgeben können. Aber ich jetzt schon kann versprechen, dass eine Spitzen-Cast auf der Bühne stehen wird.“ Mit an Bord des „Zeppelin“ ist auch Manfred Hertlein, der zu den wichtigsten und erfolgreichsten Veranstaltern der deutschen Musikszene zählt. Hertlein tritt zusammen mit Siegel und Ludwigs Festspielhaus gemeinsam als Produzent auf. „Damit wird auch das finanzielle Risiko auf drei Säulen stehen“, erklärt Sahler, der auch die künstlerische Leitung und Regie übernehmen wird.

Mit Pioniergeist in die Zukunft

„Wir kommen nun in unser viertes Geschäftsjahr, womit wir diejenigen sind, die nun mit Abstand am längsten den Ludwig spielen und auch das Haus führen“, freut sich Festspielhaus Geschäftsführerin Birgit Karle. „Wir sind Wegbereiter und ein Stück weit auch Pioniere, so wie auch Graf Zeppelin ein Pionier war. Es verbindet uns also sehr viel, auch deswegen passt das Zeppelin Musical wunderbar zu uns. Mit diesem Pioniergeist, diesem Elan und voller Euphorie schauen wir auch in die Zukunft.“ Eine Zukunft, die den aktuellen Planungen nach nun doch schon weiter voraus greift, als vor ein paar Monaten noch gedacht. Denn nach dem Rückzug der Pläne für den Hotelbau am Forggensee, hatte Investor Manfred Rietzler noch angekündigt bis Ende des kommenden Jahres zu entscheiden, ob eine Weiterführung des Betriebes sichergestellt werden kann. Dies hänge davon ab, ob das Haus soll bis dorthin in ein Fahrwasser manövriert werden, in dem es sich auch in den nächsten Jahren selbstständig und nachhaltig fortbewegen kann. „Wir haben einen sehr straffen Businesplan für das nächste Jahr“, so Birgit Karle. „Dazu viele Projekte und Veranstaltungen, ein neues Klimakonzept und so vieles mehr. Deswegen trauen wir uns jetzt in eine optimistisch realistische Zukunft zu blicken. Wir arbeiten uns ganz langsam nach vorne.“ Der Kartenvorverkauf für „Zeppelin – Muscial“ hat bereits begonnen. Die Termine liegen zwischen dem 26. November 2020 und dem 10. Januar 2021.

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