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Borreliose

Zecken- nicht Zickenalarm

In diesem verregneten Sommer hat man gar nicht so viel Gelegenheit, sich eine Zecke einzufangen. Der Zeckenbiss allerdings, der möglicherweise für die lang andauernden Gelenk- und Muskelschmerzen und die zunehmende Müdigkeit verantwortlich ist, liegt oft schon Jahre zurück. Viele Patienten mit zunächst unspezifischen Symptomen haben eine lange Patientenkarriere hinter sich, bis eine sogenannte Borreliose als Ursache für ihre Beschwerden gefunden wird. Bei einem solchen chronischen Verlauf entwickeln Viele schwerwiegende Symptome und eine Therapie ist nicht einfach.

Zecken, die mit ihrem Speichel Borrelioseerreger übertragen, sind Parasiten, die sich auf Menschen und Tiere herabfallen lassen, sich in der Haut festbeißen und mit Blut voll saugen. Das allein ist schon ganz schön speziell, aber Zecken und die dazugehörige Borreliose weisen noch einige andere Besonderheiten auf. Sie sind geradezu heimtückisch. Ihr Vermehrungszyklus über einen Wirt ist komplex, in bestimmten Phasen ihres Entwicklungszyklus kapseln sie sich ab und sind so gut wie nicht zu therapieren. Zudem reagieren sie auf bestimmte Frequenzen, die ihre Vermehrung stimulieren, was bei zunehmender Strahlenbelastung von Bedeutung ist, aber auch in der Therapie genutzt werden kann. Eine andere von Zecken übertragene Krankheit ist die sogenannte FSME, die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, die in immer mehr Risikogebieten auftritt, gegen die aber auch geimpft werden kann.

Am Anfang des Übels steht eine oft unbemerkte Zecke, die man möglichst sachgerecht vollständig entfernen sollte.  Zeckenkarten, in Form einer Scheckkarte, die man in Apotheken kaufen kann, sind dafür gut geeignet, die Bisswunde sollte anschließend versorgt werden. Wenn die Zecke mit ihrem Speichel Erreger überträgt, kann eine typische ringförmige
Hautrötung, die sogenannte Wanderröte, entstehen, hinzu kommen häufig ein starkes Jucken und ein brennender Schmerz.  Viele Betroffene berichten danach über grippeähnliche Symptome und Schmerzschübe.  Eine Behandlung sollte möglichst bald stattfinden und eine begonnene Antibiotikatherapie in jedem Fall zu Ende geführt werden. Bei zunehmend mehr Erkrankten treten in der Folgezeit Symptome wie ständige Müdigkeit, Leistungsabfall, Gelenk- und Herzmuskelentzündungen auf. In Extremfällen bei Befall des Gehirns auch Koordinationsstörungen und Lähmungen, und – wie kürzlich belegt wurde – sogar Verhaltensänderungen und Konzentrationsstörungen.

Je nach Stadium der Erkrankung ist es sinnvoll, Antikörper im Labor bestimmen zu lassen, auch um dann einen Behandlungserfolg belegen zu können. Die Therapie der Borreliose ist nicht einfach.  Schon die Antibiotikatherapie versagt in vielen Fällen, DIE Behandlung gibt es nicht. Eine individuelle Kombination aus verschiedenen Ansätzen, angepasst an das Erkrankungsbild und den Menschen, ist sinnvoll.

Der Naturkundler Dieter Stoll berichtet über gute Erfolge mit Schwitzbädern und dem Wurzelextrakt einer Distelart, der Karde. Homöopathen empfehlen Entgiftung und die Ausleitung des Toxins und eventuell des Impfstoffes der FSME-Impfung mit einer Nosode, einer hoch verdünnten Lösung des ursprünglichen Stoffes, gemäß dem Prinzip Gleiches mit Gleichem zu behandeln.  Moderne Frequenztherapien machen sich den Umstand zunutze, dass die Borrelien so sensibel auf sie reagieren und berichten über gute Erfolge. Eine häufige Empfehlung ist auch die Regulation einer Übersäuerung vor allem des Bindegewebes. Um gegen eine Borreliose in fortgeschrittenem Stadium, möglicherweise sogar mit Befall der Nerven und des Gehirns, erfolgreich ankämpfen zu können, braucht der Körper unglaublich viel Kraft. Daher sollte auch die Ernährung mit naturbelassenen Lebensmitteln möglichst ausgewogen sein und bei Defiziten ergänzt werden.

Richtig geschockt reagieren Betroffene, wenn sie sich klar machen, was da geschieht. Zecken sind Blutsauger, sie gebrauchen den Menschen als Wirt, es breiten sich  unzählige kleine Tierchen in ihren Körpern aus und vermehren sich in Schüben. Sie übernehmen in vielen Bereichen die Regie, sogar im Verhalten, was besonders deutlich im Straßenverkehr gezeigt werden konnte.  Die Homöopathin Antonie Peppler beschreibt Erkrankte als gewöhnlich intelligente, begabte, fähige Menschen, die erfolglos die „traditionellen“ Pflichten erfüllen, um dazu zu gehören. Die sich anderen anbieten, um ausgenutzt zu werden. Zugehörigkeit soll durch Dienen erkauft werden. Als Hintergrund dieses Tuns nennt sie ein fehlendes Selbstwertgefühl, als Lösung das Erkennen dieses Irrtums und die Entwicklung eines echten Selbstwertes und Selbstachtung. Ihrer Einschätzung nach begünstigt eine solche Persönlichkeitsstruktur das Ausbrechen einer Borreliose.

Diese Sichtweise stimmt nachdenklich. Möglicherweise hat ein Erkrankter tatsächlich ein Problem mit Blutsaugern auf mehreren Ebenen und sollte sich von lästigen Parasiten befreien.

Text: Judith Schwarzenbach
(Ärztin für Gynäkologie, klassischer Homöopathie und Informationsmedizin)

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