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Schwangau ist jetzt allergikerfreundliche Kommune

Vertreter von 58 Betrieben aus dem Dorf der Königsschlösser erhielten Zertifikate

Seit Kurzem kann die Gemeinde Schwangau mit einer nagelneuen „Qualitätsauszeichnung“ aufwarten, wie der Bürgermeister des Dorfes der Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, Stefan Rinke, die kürzlich erfolgte Zertifizierung Schwangaus als allergikerfreundliche Kommune nannte. Im „Museum der bayerischen Könige“ in Hohenschwangau freuten sich so die Vertreter von rund 25 von insgesamt 58 vom Deutschen Heilbäderverband als allergikerfreundlich eingestuften Betrieben. Und die Schwangauer Tourismusdirektorin Petra Köpf bezeichnete die Bescheinigung aus Berlin als „wichtigen Baustein für den Tourismus“ des Füssener Nachbarortes.

Rinke hob darüber hinaus die Bedeutung  Schwangaus als „wichtigen Gesundheitsstandort“ mit einer langen Geschichte in dieser Hinsicht hervor. Demzufolge habe das Dorf zu Füßen des Tegelbergs bereits von 1936 an versucht, das Siegel als heilklimatischer Kurort zu erhalten, das ihm jedoch erst 1985 verliehen worden ist. Seitdem sollte das „Profil Gesundheit“ immer weiter in Schwangau geschärft werden, betonte Rinke.

Die Projektleiterin „Allergikerfreundliche Kommune“ beim Deutschen Heilbäderverband, Anja Bode, unterstrich unterdessen anschließend, dass „Allergiker inzwischen die größte Gästegruppe“ darstellten, deren Bedürfnisse von allergikerfreundlichen Urlaubsorten „zu 90 Prozent abgedeckt“ würden. Dabei sei Allergikerfreundlichkeit ein definierter Begriff, mittels dessen Kriterien man den „Gesundheitstourismus für die vielen Allergiker verbessern“ wolle. Um das Zertifikat „allergikerfreundliche Kommune“ zu erlangen, müssen mindestens zehn Prozent der vorhandenen Gästebetten und ein Lebensmittlmarkt die Grundvoraussetzungen für die Zertifizierung erfüllen, fügte Bode hinzu, die schließlich ein „Kompliment an Schwangau“ aussprach. Kein Wunder, seien nach Informationen von Tourismusdirektorin Köpf doch schon „496 Betten in 54 Unterkünften und vier weitere Betriebe zertifiziert“, was unter anderem eine Rate von beinahe „20 Prozent der Betten“ bedeute. Daher könne man nach Köpfs Einschätzung „der Nachfrage mit Qualität begegnen“.

Text · Bild: Alexander Berndt

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