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Lauschige Plätze im Hopferauer Schlossgarten-Café

Hopferau.    Im ehemaligen Gartenhäuschen, des ältesten Schlosses im Ostallgäu, das erst 1937 gebaut und als Dienstwohnung genutzt wurde, ist dieses Kleinod entstanden.

fa 10 11 schlosscafeDer Hopferauer Bürgermeister Gregor Bayrhof ist begeistert vom Schlossgarten-Café und mit ihm auch viele Hopferauer. Es ist ein Ort, der Ruhe ausstrahlt, ein Ort, an dem man aber auch die Seele ein wenig baumeln lassen kann. Im Schlossgarten sind Bänke aufgestellt, wo man sich zurück ziehen kann um zu reden, ein Buch zu lesen oder einfach nur allein zu sein und zu genießen. Denn in der Mitte der Bänke ist ein kleiner weißer Tisch integriert, den man hochklappen kann um dort seinen Kaffee, ein Glas Wein, Prosecco oder sein kühles Bier zu genießen. „Essen können wir im Schlossgarten-Café nicht servieren“, erklärt Hotelleiter Georg Kirchgässner. Das ist aber nicht notwendig, denn zum Essen gibt es das schöne Schlossrestaurant und den Biergarten, von dem man auf die schöne Einfahrtsallee des Schlosses blickt.

Selbstgemachte Kuchen

Im Schlossgarten-Café gibt es dafür selbstgemachte Kuchen, Torten und Muffins – immer frisch gebacken.  Im Café ist alles irgendwie zeitlos und doch modern. Das Mobiliar ist schlicht gehalten, außer den roten, barock wirkenden Polstermöbeln, die sich harmonisch in den puristisch gestalteten Raum einfügen. „Es ist nicht überladen, es ist dezent“, sagt Georg Kirchgässner, der noch einiges vor hat. Im Winter will er das Schlossgarten-Café zum Winter-Café machen. „Wenn genügend Schnee sein sollte, werden wir auch eine Schneebar aufbauen und unseren Glühwein-Schlosszauber servieren“, erzählt Kirchgässner.

Café kann auch gemietet werden

Das kleine Schlossgarten-Café kann aber auch für Hochzeiten, Geburtstage oder andere Feiern gemietet werden. 25 bis 30 Personen haben in dem schönen Café Platz. Auf Wunsch kann auch ein Buffet aufgebaut werden. Bei schönem Wetter kann die Terrasse mitgenutzt werden. Hier haben „locker 50 Gäste und mehr Platz“, so Kirchgässner.

Lebendige Geschichte

Das nahezu 550 Jahre alte Schloss zu Hopferau hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Als Jagdschloss von Ritter Sigmund Friedrich erbaut, hatte es aufgrund seines Komforts (im Vergleich zur Burg Hohenfreyberg) sehr schnell einen guten Ruf als Haus der Gastlichkeit und der Behaglichkeit.
Neben Rittern, Fürsten und anderen Adeligen beherbergte es nach der Überlieferung auch einige namhafte Persönlichkeiten, über die man in zahlreichen Geschichtsbüchern lesen kann. Aufgrund der hohen Frequenz dieser damals schon prominenten Personen wurde das Schloss zu Hopferau seit Mitte des 16. Jahrhunderts mehr und mehr zum gesellschaftlichen Mittelpunkt im Allgäu.

Tagungshotel

Das Schloss zu Hopferau eignet sich mit seinen vielseitigen Räumlichkeiten und dem Außenareal hervorragend für Tagungen und Seminare. Sie haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Tagungsräumen, mit Platz für bis zu 35 Personen.
Zuse-Raum (20 Personen), Freybergsaal (35 Personen), Gärtnerhaus (15 Personen), Atelier (14 Personen).
Das Schloss bietet sich natürlich auch für Präsentationen aller Art an. Diese können auch mit Menü und bis zu 70 Personen abgehalten werden. „Die modernisierten Tagungsräume entsprechen den neuesten Entwicklungen und sind einzigartig in Deutschland. Die Technik wird über ein iPad gesteuert, Video-Konferenzen und Großprojektionen sind möglich.“, erklärt Georg Kirchgässner. 

Kultur & mehr

Seit 2011 hat das Schloss Hopferau einen neuen Eigentümer, BERA mit Sitz in Schwäbisch Hall.
Als Bernd H. Rath, Geschäftsführer und Inhaber der BERA GmbH, sechs Jahre alt war, sagte er seiner Mutter nach einem Besuch von Neuschwanstein:
„So ein Schloss kaufe ich mir auch einmal.“   Diesen Vorsatz hat er nun in die Tat umgesetzt. Rath will das Schloss mit angeschlossenem Hotel als Veranstaltungsort für Mitarbeiter und Arbeitgeber nutzen. Stück für Stück soll es in ein Tagungs- und Gesundheitszentrum umgebaut werden. Außerdem werden auf dem Schloss weitere Kulturveranstaltungen, Hochzeiten und ähnliches stattfinden.

Text · Bilder: Sabina Riegger

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