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Köche unter uns

Gourmetkoch Florian Wanner

„Ordnung ist alles“

Rückholz.   Mit elf Jahren wusste Florian Wanner, was er später mal werden will: Koch. Heute weiß er, dass seine Entscheidung richtig war. „In meinem Beruf kann man wunderbar eigene Akzente setzen“, schwärmt der 22-jährige Koch „vorausgesetzt man hat keinen cholerischen Küchenchef, der einem keinen Freiraum für Eigenkreationen lässt“. Die Lust am Kochen hat der junge Mann nicht verloren. Ganz im Gegenteil, es scheint so, dass ihn die Faszination am Kochen und die Kreativität, die damit verbunden ist, ganz fest im Griff hat. Lange bevor er den Teller anrichtet, spielt sich vorher in seinem Kopf genau ab, wie der Teller später auszusehen hat. 

Die Gastfreundschaft scheint der Familie Wanner sprichwörtlich in die Wiege gelegt worden zu sein. Seit 102 Jahren gibt es das Panoramacafé in Seeleuten mit einem traumhaften Ausblick auf die Allgäuer Alpen und dem schönen Garten. Auch Florian und sein Bruder Magnus sind der Tradition treu geblieben und verwöhnen ihre Gäste mit ihren Kochkünsten. „Nächstes Jahr wollen wir ein kleines Gourmetrestaurant e

röffnen. Mein Bruder findet die Idee auch gut“, so Florian Wanner. Nur für ein paar Gäste, die das Besondere lieben und schätzen, soll das Gourmetrestaurant sein, „drei bis vier Tische, das würde vorerst reichen“, so der junge Koch. Später soll auch noch eine Kochschule dazu kommen.

Im eigenen familiengeführten Betrieb arbeitet er während der Sommermonate. Nur im Winter ist er in anderen gut geführten Hotels als Koch tätig um Erfahrung zu sammeln. Den kommenden Winter will er nach Kitzbühl oder Ischgl und dann soll es aber auch der letzte Winter im „Ausland“ sein. So ganz von zu Hause weg will der 22-Jährige nicht. „Ich bin hier fest verwurzelt“, sagt er nüchtern. Bergwandern und Musik sind seine Hobbys. „Es gibt wohl keinen Berg und keinen Weg, den Florian nicht kennt“, erzählen die Eltern. Bevor er in die Disco geht, ist dem jungen Allgäuer ein gutes Bierzelt lieber. Ganz ungewöhnlich für sein Alter ist der Musikgeschmack. „Ich höre gerne die Oberkrainer, ab und zu auch die Charts“, meint er lächelnd. Die Hausgäste lieben es, wenn er mit seinem Bruder zum Akkordeon greift und sie mit seiner Musik, wie er sie nennt, unterhält.

 

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