Menschen

„Der Mensch steht im Vordergrund, nicht die Position“ Hans Achatz, kaufmännischer Direktor der Fac

Hopfen am See.    Bodenständig, naturverbunden und sehr offen, so könnte man Johann Baptist Achatz, kaufmännischer Direktor der Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See, beschreiben. Seit über 18 Jahren ist der gebürtige Brannenburger für die Fachklinik Enzensberg tätig.  Nicht nur jetzt als käufmännischer Direktor, sondern auch schon als Personalleiter standen die Menschen für ihn immer  an erster Stelle. „Die Position ist nicht maßgebend für eine gute Zusammenarbeit“, so Achatz.

Die Fachklinik Enzensberg ist das Stammhaus der m&i-Klinikgruppe Enzensberg. Sie bildet das Dach eines privatwirtschaftlichen Unternehmens, zu dem fachübergreifend ausgerichtete Fachkliniken und Gesundheitszentren an zehn Standorten in Deutschland gehören. Ihr Leiter ist Hans Achatz, 51, Diplom-Kaufmann. Mit 500 Mitarbeitern auf 420 Betten ist die Klinik dazu in der Lage, ihren Patienten die bestmögliche Qualität an medizinischer Behandlung zukommen zu lassen. Seit August 2008 wird die Klinik um einen Anbau erweitert, durch den allen Patienten mehr Einzelzimmer zur Verfügung gestellt werden sollen, ohne die Bettenanzahl zu erhöhen. Das heißt, dass ab dem voraussichtlichen Bauende im März 2011 weniger Doppelzimmer, aber dafür mehr Einzelzimmer angeboten werden können. Diese Einzelzimmer sind sowohl für Privatversicherte als auch für gesetzlich versicherte Patienten aufschlagsfrei vorgesehen. Der Umbau soll die Wettbewerbsfähigkeit der Klinik auf dem Markt erhöhen sowie den Klinikstandard der aktuellen Entwicklung anpassen. Die Patienten der Klinik kommen meist aus der Region, einige wenige aus Hamburg oder Schleswig-Holstein. Insgesamt acht Häuser umfasst die Klinikgruppe mittlerweile, wobei die Zentrale ihren Sitz in Hopfen hat.

 

Freizeit und Arbeit im Einklang

Für Hans Achatz müssen Arbeit und Freizeit im Einklang stehen. „Wenn man Leistung bringen will und muss, dann gehört auch die Freizeit dazu“, so der Familienvater. Zwölf Jahre lang war der begeisterte FC Bayern Fan, bei der Bundeswehr und studierte dort Betriebswirtschaft. Füssen lernte er bereits 1978 kennen, als er seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr leistete. „Diese Natur mit den vielen Freizeitmöglichkeiten hat mich schon da fasziniert“, sagt er lächelnd. Erst viele Jahre später, 1992, sollte die Region sein fester Lebensmittelpunkt werden. Bereut hat er das bis heute nicht. 17 Jahre lang arbeitete Hans Achatz als Personalleiter in der Fachklinik Enzensberg. Als kompetent und sehr angenehm, so beschreiben ihn seine Kollegen. An diesen Attributen hat sich auch in seiner jetzigen Position nichts geändert. Mindestens einmal in der Woche geht er seinen Weg durch die Klinik. „Mich interessiert jede Abteilung und jeder Mitarbeiter. Es ist wichtig die Interessen, Bedürfnisse, Erwartungen und auch Ideen der Mitarbeiter zu kennen. Dieser persönliche Kontakt ist für eine gute Zusammenarbeit notwendig“, erklärt Achatz. Er schätzt das gute Arbeitsklima in der Klinik, den „guten Geist“, wie er es nennt. Diesen versucht er in seiner Position als Direktor natürlich aufrecht zu erhalten. Mit kaufmännischen Mitteln wie dem betrieblichen Vorschlagswesen, bei dem Mitarbeiter für Vorschläge, die der Klinik wirtschaftlich helfen, belohnt werden.

Seit 18 Jahren lebt Hans Achatz nun schon in Rieden. Ausschlaggebend war die dörfliche Struktur, mit Kindergarten und Grundschule vor Ort. „Es ist selten, dass man seinen Kindern ländliches Idyll und eine Schule vor Ort bieten kann. Das musste man einfach wahrnehmen“, meinte Achatz zu seiner Entscheidung hier Fuß zu fassen.
In seiner Freizeit geht der 51-jährige mit seiner Familie gern auf Wanderung zu den Hütten der Region oder fährt im Winter viel Ski.
Beinahe jedes Wochenende ist er unterwegs, egal bei welchem Wetter. Da er ein naturbewusster Mensch ist, genießt er es, sein Leben rund um Füssen verbringen zu können. Dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. „Man muss sich nur jeden Tag immer wieder vor Auge halten, wie gut man es hier hat“, meint er, „denn sonst vergisst man das schnell.“ Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie. Und er stellt den stellvertretenden Abteilungsleiter und stellvertretenden Jugendleiter im Fußballverein Rieden. Eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag.
Text: sk · Bild: rie

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