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Golf – Ein cooler Sport

Schnuppertraining auf der Golfanlage Gsteig

Lechbruck.    Florian Schmid gehört zu den 55.000 Kindern und Jugendlichen unter 21 Jahren, die in Deutschland zum Driver, einem Golfschläger, greifen. Kaum eine andere Sportart hat in den vergangenen zehn Jahren geschafft, seine Mitgliederzahlen auf fast das Doppelte zu steigern. Das trotz des negativen Klischees, das dem Golfsport oft angeheftet wird, wonach es nur ein Sport der Schönen und Reichen sei. 

Seit zehn Jahren spielt der Füssener Gymnasiast Florian Schmid Golf. Manchmal ärgert er sich, wenn die Leute einfach urteilen, ohne sich, wie er sagt „persönlich ein Bild dieser Sportart zu machen“. Wer meint das Golfen langweilig ist, der täuscht sich gewaltig. Denn ganz so einfach ist das Golfspielen nicht. Es sind sehr komplexe Bewegungsabläufe, die viel Konzentration abverlangen. Auf der Golfanlage Gsteig  spielen 40 Jugendliche Golf, die in drei Altersgruppen eingeteilt sind. Je nach Alter und Können trainieren sie bis zu zwei Mal in der Woche. „Es macht sehr viel Spaß“, erzählt der 13-jährige David Decker, der seit zwei Jahren Golf spielt und ein Handicap von 20,4 hat. Andreas Riß, Pro der Golfanlage, lässt die jungen Spieler kurze und lange Schläge, Abschlag sowie Spieltraining üben. Mit einer anschließenden Videoauswertung ist es den Golf-Nachwuchstalenten möglich, ihr Spiel gemeinsam mit dem Trainer auszuwerten.

Während das Ziel der Kinder das Goldene Abzeichen, die so genannte Kinder-Platzreife, ist, wollen die Jugendlichen  in die 1. Herren-Mannschaft aufsteigen sowie beim Allgäuer-Jugendcup mit den sechs jährlichen Turnieren mitmachen. Viel Zeit für andere Sportarten bleibt den Kindern und Jugendlichen kaum. „Das Golfspielen ist sehr zeitintensiv“, so Florian Schmid. Der Schüler selbst trainiert drei bis vier Stunden in der Woche ,um sein Spiel zu perfektionieren. Mit einem Handicap von 9,1 ist er der beste Golfer unter den Jugendlichen. Profi will er allerdings nicht werden. Keine andere Ballsportart lässt sich so individuell auf die Bedürfnisse und das Leistungsvermögen des Spielers ausrichten wie Golf. Es ist nie zu früh oder zu spät, mit dem Golfsport zu beginnen. Ob mit fünf oder 75 Jahren. Will man allerdings Profi werden, sollte man mit dem Sport möglichst mit sechs oder sieben Jahren beginnen. Das Schöne an dem Sport: Man ist ständig an der frischen Luft und läuft bei einem Spiel bis zu 12 Kilometer.

Wer Lust auf einen einen Schnupperkurs hat, für den ist die Ferienzeit jetzt ideal und er wird schnell merken, wie viel Spaß das Golfen macht. Einen Leihschläger stellt die Golfanlage selbstverständlich zur Verfügung. Steht der Entschluss fest, Golf zu spielen, ist das Training kostenlos, es entstehen nur die Mitgliedsgebühren.


Text · Bilder: rie

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