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Bürgermeister Iacob: Wir haben viel investiert

Das Jahr 2009 ist vorbei – erfolgreich vorbei, wie es Füssens Bürgermeister Paul Iacob ausdrückt. 2010 soll viel bewegt werden. Iacob spricht von Firmen, die sich auf dem Gewerbegebiet des Zweckverbandes Allgäuer Land ansiedeln werden. Es sind drei, die konkrete Anfragen gestellt haben. Verhandlungen seien bereits voll im Gange. Es werden derzeit Gutachten und Skizzen erstellt, schließlich sollen die ersten materiellen Schritte noch dieses Jahr sichtbar werden. Füssen aktuell traf sich mit dem Rathauschef zu einem Interview.

Welche Vorsätze haben Sie für das Jahr 2010? Mein Vorsatz ist es, dass ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin so gut  zusammen arbeite, so dass wir all das, was wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, auch realisieren können.

Welche Projekte wären das?
Wir haben große Projekte vor. Eines davon ist das Gewerbegebiet des Zweckverbandes Allgäuer Land, das wir beleben wollen. Das heißt, Gespräche mit Interessenten führen. Wir wollen unser „Allgäuer Dorf“ in die Planung einbringen. Ich möchte nichts sehnlicher, als dass das Festspielhaus ab kommenden Frühjahr neuen Schwung erhält. Ich wünsche mir Investoren, die mitmachen und dass ein König Ludwig Musical wiederbelebt wird. Das sind Dinge, die ich mir sehr, sehr wünsche. Vor allem freue ich mich auf eine wirtschaftliche Belebung in der Innenstadt durch unsere Landesaustellung 2010.

Sie sprechen über das Gewerbegebiet des Zweckverbandes Allgäuer Land und die Ansiedelung von neuen Firmen. Sind schon konkrete Anfragen da und wurden schon ernsthafte Gespräche geführt? Im Moment haben wir eine Anfrage durch die wir einen Schritt weiter sind. Es gibt eine skizzierte Planung für ein Speditionsunternehmen mit einer Lkw-Waschstraße. Wir haben eine Anfrage von einem High-Tech-Unternehmen im optischen Bereich sowie von einem  Betrieb, der etwas ganz Besonderes im Lebensmittelbereich produziert. Die Gewerbeansiedlung ist nicht mehr so wie vor 30 Jahren. Man muss schon springen und kämpfen, dass man Betriebe nach Füssen bekommt.

Wie sieht dieses Kämpfen aus?
Das bedeutet offensiv an die möglichen Investoren gehen. Wir haben die Veräußerung der Grundstücke deutlich nach außen getragen und das nicht nur über das Internet. Wir sind guter Hoffnung, dass wir dieses Jahr die ersten Schritte machen. Zumal direkt am Gewerbegebiet eine Firma ihre Verkaufshallen schon fast fertig gestellt hat. Das ist schon mal der erste Anstoß und ich denke, da kommen jetzt peu a peu andere hinzu.

Das Jugendhaus ist wieder zu einem Thema geworden. Die Lärmschutzbestimmungen sind nicht eingehalten worden. Fazit daraus: keine regelmäßigen Musikveranstaltungen, wie sie ja eigentlich von den Jugendlichen und der Jugendhausleitung gewollt waren. Wer ist dafür verantwortlich, dass die Lärmschutzbestimmungen nicht eingehalten, vergessen oder schlichtweg übergangen wurden? Für meinen Vorgänger war es sehr wichtig, dort das Jugendhaus zu realisieren. Wenn der Bürgermeister sagt, ich will, dass dieses Jugendhaus in Betrieb genommen wird, dann haben die Angestellten im Rathaus entsprechend zu reagieren. Ich habe noch nicht alle Informationen von meinen Mitarbeitern bekommen, was damals alles an Bedenken gemeldet wurde oder ob gar keine Bedenken da waren. Denn man sitzt ja als Team da und bespricht die eventuellen Hinderungsgründe oder welche Kosten auf einen zukommen. So muss man auch im Falle von Lärmschutz deutlich machen, da haben wir eine große Fensterwand – hält sie die Dezibel aus, die wir eigentlich in einem Jugendhaus brauchen? Wenn diese Bedenken angemeldet wurden und der Auftraggeber gesagt hat, das ist mir gleich, weil ich es trotzdem möchte, dann haben sich die Angestellten im Haus danach zu richten.
 
Noch eine abschließende Frage: Wie sehen Sie rückblickend das Jahr 2009? Das Jahr 2009 war für die Stadt und für mich ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir waren alle sehr engagiert und da möchte ich allen meinen Mitarbeitern, allen voran Andreas Rist, meinem Hauptamtsleiter, danken. Wir haben unheimlich viel Zukunftsweisendes für diese Stadt auf den Weg gebracht. Ich spreche nicht von den offensichtlichen Dingen wie den Sportplatz oder die Klosterhoffassade, die vor 30 Jahren das letzte Mal saniert wurde. Die Ergebnisse verschiedener Arbeiten und Beschlüsse werden erst in den nächsten Jahren ganz deutlich sichtbar werden. Vielen Dank auch an alle Füssener Bürgerinnen und Bürger und das gute Miteinander.
Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

 

Das Interview führe Sabina Riegger

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