Menschen

Weltkindertag am 20. September

Ostallgäu.   Offiziell begann die Geschichte des Weltkindertages während der neunten Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954. Damals beauftragte die Staatengemeinschaft UNICEF mit der Ausrichtung eines weltweiten „Kindertages“. Die Gründerväter verfolgten drei Ziele: Neben dem Einsatz für Kinderrechte und der Förderung der Freundschaft unter den jungen Erdenbürgern sollten sich die Regierungen einmal im Jahr öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen.

 

 

 

Weltkindertag in mehr als 145 Ländern
Die Vereinten Nationen nahmen damit einen Vorschlag der amerikanischen Organisation International Union for Child Welfare auf, die 1952 für einen weltweiten Kindertag plädiert hatte. Die Idee stieß auf Zustimmung – bereits ein Jahr später beteiligten sich 40 Länder. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Ländern gefeiert. Das Datum variiert je nach Tradition und Region.


Weltkindertag in Deutschland

Der offizielle Weltkindertag in Deutschland ist der 20. September. Alle Kinder- und Jugendorganisationen nutzen den Tag, um mit Demonstrationen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Lage der Kinder aufmerksam zu machen. Seit dem ersten Weltkindertag hat sich die Lage der Kinder weltweit verbessert. So sind 80 Prozent aller Kinder heute durch Impfungen gegen Krankheiten wie Kinderlähmung, Tuberkulose, Masern, Tetanus und Diphtherie geschützt. Die Kindersterblichkeit hat sich in den letzten 30 Jahren halbiert. Und noch nie gingen so viele Kinder zur Schule wie heute.

Es bleibt viel zu tun

Dennoch bleibt viel zu tun. Fast ein Drittel der weltweit rund 2,1 Milliarden Kinder und Jugendlichen wächst in extremer Armut auf. Noch immer sterben knapp elf Millionen Kinder, bevor sie das fünfte Lebensjahr vollendet haben, die meisten an vermeidbaren Krankheiten wie Masern oder Durchfall. 246 Millionen Mädchen und Jungen zwischen fünf und 17 Jahren schuften für Hungerlöhne, um das Überleben ihrer Familie zu sichern. Am Weltkindertag werden die Regierungen an ihre Pflicht erinnert, Kindern unabhängig von ihrer Herkunft ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989, die von allen Ländern mit Ausnahme Somalias und der USA ratifiziert wurde, ist dieses Recht auf Grundversorgung völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben.

Die 10 Rechte der Kinder

1. Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht;
2. Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit;
3. Das Recht auf Gesundheit;
4. Das Recht auf Bildung und Ausbildung;
5. Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung;
6. Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;
7. Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens;
8. Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung;
9. Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause;
10. Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.

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