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Zeichen setzen und investieren

Das Jahr 2009 ist kein leichtes für das Haus am Kaiser-Maximilian-Platz: Weltwirtschaftskrise, Wechsel des Vorstands, GmbH-Diskussionen. „Gerade in dieser Zeit müssen wir Zeichen setzen und investieren“, sagt Andrea Fröhle, derzeit Kommissarischer Vorstand von Füssen Tourismus und Marketing (FTM). „Potenzial ist jedenfalls reichlich vorhanden.“

FTM arbeitet seit 2006 mit drei Produktlinien: Kunst & Kultur, Landschaft & Aktivität und Gesundheit & Wellness. „Diese dreibeinige Struktur bewährt sich immer mehr für große Projekte“, so Andrea Fröhle. Das Größte kommt 2010: Die Bayerische Landesausstellung mit dem Thema „Bayern – Italien“. Der Marketingplan steht, die ersten Schritte sind bereits getan. Neben dem existierenden dreisprachigen Flyer (deutsch, englisch, italienisch) für Reiseveranstalter  beginnen im Herbst die Arbeiten an einer Broschüre für Gäste. Mit im Boot sind Augsburg und Oberammergau. Gemeinsam wird ein ebenfalls dreisprachiges Dokument entwickelt, das die bayerischen Highlights Passionsspiele und Landesausstellung verbindet. Es wird in einer Auflage von vorerst 40.000 Stück gedruckt und in großen Hotels der Landeshauptstadt München ausgegeben. Zusätzlich ist es in den Tourist Informationen erhältlich und wird von den Beteiligten auf Messen ausgeteilt.
Ebenfalls im Herbst entsteht in Zusammenarbeit mit dem Füssener Kulturamt ein Flyer zum Begleitprogramm rund um die Landesausstellung. „Zu Beginn der Landesausstellung wird es zudem noch gemeinsame Pressereisen für deutschsprachige und italienischsprachige Journalisten geben“, sagt Andrea Fröhle. Für die Journalisten geht es dann von der Landesausstellung in Augsburg nach Füssen und weiter zu den Passionsspielen nach Oberammergau. Neben den großen Schritten geht FTM auch zahlreiche kleine: Merchandising-Artikel müssen entwickelt, Presse- und Directmailings versendet und attraktive Pauschalen ausgearbeitet werden. „Bislang sind wir sehr zufrieden und die Kooperationen laufen gut“, sagt Andrea Fröhle.

Kulturell wird es 2009 auch beim Wandern im Füssener Land. Neu in der Produktlinie „Landschaft & Aktivität“ ist die Broschüre „Wandern auf königlichen Spuren“. Ob nun die Lieblingstouren von König Ludwig II. selbst oder seiner Mutter Kronprinzessin Marie – alle sind mit Route, Steigung, Gehzeit und Einkehrvorschlägen beschrieben. Dazu gibt es Informationen rund um das Leben des Märchenkönigs und seiner Eltern. Damit der Gast seinen Aufenthalt nicht so schnell vergisst, gibt es „Füssen zum Mitnehmen“. In dieser Broschüre sind alle Souvenirs der Tourist Information mit Preis und Bild zu finden. Sie wird den Informationsmappen für Gäste beigelegt. „Wir erhoffen uns davon einen Anstieg der Verkaufszahlen“, so Andrea Fröhle. Gespart wird dabei auch: Alle Flyer entstehen bis zur Druckvorstufe im eigenen Haus.
Spezielle Anfragen soll die neue Broschüre „Hochzeitsstadt Füssen“ beantworten. Neben wichtigen Tipps und Adressen rund um die Traumhochzeit vor fürstlicher Kulisse bieten Hotels das passende Arrangement für Brautpaar und Gäste.
„Einen ganz neuen Weg haben wir in diesem Jahr in der Produktlinie Gesundheit & Wellness eingeschlagen“, verrät Andrea Fröhle. Schwerpunkt ist hier das Onlinemarketing. Neben mehreren ganzjährig laufenden Bannern auf dem Qualitäts-Portal www.lifeline.de aus dem Hause Springer sind zusätzliche Teaser in den Buchungsmonaten auf Trafficportalen zu finden. Darunter sind unter anderem gmx.de und web.de ebenso wie Seniorenportale und Schweizer Anbieter wie bluewin.ch. Verlinkt wird auf eine Zielseite (Landing Page) in der Füssener Internetseite mit den Schwerpunktthemen „Prävention“, „Wandern und Radfahren“ sowie „Rücken“. Diese Themen wiederum sind von Partnerhotels besetzt, die dort ihre Pauschalen anbieten können. „Wir sind mit den Zugriffszahlen sehr zufrieden. Besonders die Mail-Provider und die Seniorenportale sind stark“, berichtet Andrea Fröhle.

Wie das Jahr 2009 für FTM ausgeht? „Wir sind in jeder Produktlinie gut aufgestellt und sehen bei allen laufenden Projekten viel Potenzial. Am Ende des Jahres schauen wir uns die Saisonzahlen an und werden sehen, ob sich unsere Investitionen gelohnt haben oder wo nachgebessert werden muss.“

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