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Angelika Wohlfart übt Kritik am hohen Mehrwertsteuersatz

Mit diesem Familienfoto wirbt die Nebenerwerbslandwirtin Angelika Wohlfart um Gäste für ihre Ferienwohnungen. Neben ihrer Tätigkeit als Medizinisch-Technische Assistentin im Pfrontener Krankenhaus bewirtschaftet die Gemeinderätin zusammen mit ihrer Familie einen Pferdehof im Nebenerwerb. Neben der Sparte Kultur- und Städteurlaub ist Urlaub auf dem Bauernhof der einzige Tourismuszweig mit Zuwächsen, berichtet Angelika Wohlfart. Füssen aktuell hat mit der Pfrontenerin, die den Tourismus als Konsumentin, Anbieterin und Politikerin kennt, über ihren Betrieb und die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges gesprochen. Obgleich nur im Nebenerwerb steuern die Ferienwohnungen einen hohen Anteil zum Familieneinkommen bei. Was jedoch Qualität und hohen Einsatz der gesamten Familie voraussetzt, so Wohlfart. Auch die Mutter, der Chef und der Sohn sind mit voller Kraft dabei, das zweigliederige Familienunternehmen – Landwirtschaft und Vermietung – erfolgreich zu führen. Urlaub auf dem Bauernhof biete das, was 65 Prozent der Menschen für die kommenden zwei Jahre in der Urlaubszeit anstreben: Natur- und Erlebnis-urlaub auf hohem Standard, zitiert Angelika Wohlfart eine Umfrage. Ihr Landgut „Wohlfart-Reich“ ist hier gut aufgestellt. Vier moderne Ferienwohnungen in biologischer Bauweise, ländlich und gemütlich in der Einrichtung sowie eine kleine, aber feine Wellnessabteilung und Heumassagen von der Chefin sind das eine. Das Urlaubserlebnis auf einem Pferdehof mit Kleintieren zum Anfassen und Beobachten und geführte Ausritte auf hofeigenen Reitpferden und Ponys der andere Baustein. Die Ferienwohnungen wurden ausschließlich mit heimischen Handwerkern erstellt – dies ist Steuerpolitik und Wertschöpfung für die Region

Das Amt für Landwirtschaft und Forsten lobt die Tourismusanbieterin für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, um die andere Tourismus- und Wirtschaftszweige sicher froh wären. Kritik übt sie allerdings an der steuerlichen Benachteiligung deutscher Tourismusbetriebe mit 19 Prozent Mehrwertsteuer. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent würde nicht nur den Betrieben selbst helfen, den großen Wettbewerbsnachteil gegenüber günstiger gestellten Ländern wie Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien auszugleichen. „Wir möchten gerne unsere Qualität weiter steigern. Durch eine Steuersenkung frei werdende Mittel würden uns dabei helfen und die reinvestierten Gelder kämen indirekt als Wirtschaftsförderung der heimischen Wirtschaft zugute“, erklärt Angelika Wohlfart die Zusammenhänge. 

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