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1. Burgentage Allgäu-Außerfern

Neues Herbst-Event in der Region

Vom 10. bis 24.09.2023 finden die Burgentage zum ersten Mal statt. Das neue Großereignis umfasst die meisten der 43 Burgen in der „Burgenregion Allgäu-Außerfern“ und wird bereits in diesem Jahr als Gemeinschaftsleistung von 26 Gemeinden gestemmt.

Vom Kinderprogramm über ein Rockkonzert bis zu spannenden Vorträgen bieten die Burgentage viele Aktionen rund um die heimatlichen Burgen an. Das Ereignis ist somit schon im ersten Jahr eine Plattform für rund 100 Veranstaltungen, die sowohl auf den Burgen stattfinden als auch in Bibliotheken und anderen burgnahen Orten. „Der Mythos der Burgen lebt immer weiter“, betonte unter anderem Bürgermeister Manfred Kössel, in dessen Gemeinde sich nicht nur eine der teilnehmenden Burgen befindet, sondern auch die Koordinationsstelle der „Burgenregion Allgäu-Außerfern“.

Dieses EU-Projekt widmet sich seit 2004 der Erschließung des hiesigen Burgenreichtums. Burgenforscher und Projektkoordinator Dr. Joachim Zeune unterstrich zudem: „Es gibt kaum ein weiteres Gebiet im deutschsprachigen Raum, das über einen solchen vielfältigen Reichtum an Burgen verfügt.“ So gehören zur Region Allgäu-Außerfern viele unterschiedliche Burgtypen: Darunter Höhlenburgen, die unter Nutzung natürlicher Felshöhlen errichtet wurden, aber auch „Motten“, also mittelalterliche Erdhügelburgen und viele weitere Burgen und Burgruinen mit ihren spannenden Geschichten sowie, nicht zuletzt, die weltberühmten Schlösser.

All diese Zeitzeugen sind gut erforscht: „Mit wissenschaftlichem Tiefgang“, wie Zeune betont, und sie repräsentieren „einen einzigartigen Querschnitt durch den gesamten Burgenbau.“ Sie stellen aber zugleich – dies werden auch die Burgentage im Herbst zeigen – Schätze der Heimat und interessante Ausflugsziele für Groß und Klein dar.

Das bestätigten auch die beiden anwesenden Touristiker Sebastian Gries, Leiter des Tourismusverbands Ostallgäu, und Armin Walch, Geschäftsführer der Burgenwelt Ehrenberg aus dem Außerfern/ Tirol. Sie legten dar, wie das Projekt „Burgenregion“ sich zu einer „echten Kooperation“ der Gemeinden entwickelt habe, welch starke Impulse davon für den Tourismus ausgehen und welche Bedeutung die Burgen sowie die anstehenden Burgentage für die Einheimischen haben. „Die alten Orte und Steine vermitteln eine Kraft, die für alle spürbar ist.“

Text: pm /FA, Renate Carré · Foto: Hubert Riegger

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