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Sprachlicher Einsatz für den Dialekt

Wolfgang Hindelang bringt 2. Auflage seines Buches heraus

Als Sprach- und Mundartliebhaber sowie gebürtigem Füssener (oder, wie er selbst wohl sagen würde, „Fiassar“) ist Wolfgang Hindelang viel daran gelegen, dass der Dialekt seiner Heimatstadt im Ostallgäu erhalten bleibt. Daher dürfte sich der 68-Jährige, der im Altfüssener Viertel „Höllplatte“ unweit des Lechufers lebt, wohl über jeden freuen, der mit ihm richtig im Fiassar Dialekt schwätzt. Um dabei zu helfen, das Überleben dieser heutzutage auch in den Altstadtgassen Füssens sicherlich immer seltener anzutreffenden Fertigkeit zu sichern, hat Hindelang vor nicht allzu langer Zeit ein Buch mit dem Titel „G´dichtlê und G´schichtlê“ geschrieben, das vor kurzem bereits in zweiter Auflage als „Book on demand“ herausgekommen ist.

Dieses richtet sich nicht nur an die nach Schätzung Hindelangs „vielleicht ein paar hundert“ Menschen, die die nur im Kernbereich der Lechstadt sowie in Hopfen am See gesprochene Mundart noch beherrschen, sondern auch an Sprachliebhaber und Freunde von Füssen. Auf 178 Seiten hat Hindelang dabei seine mehrere Jahre langen Recherchen bezüglich Geschichten, Gedichten und speziellen Wörtern zusammengefasst, die den Füssener Dialekt zu einer Spezialität machen, die in früheren Jahrhunderten nur wenige Kilometer von der Kleinstadt im heutigen Ostallgäu normalerweise nicht mehr gesprochen wurde. Von den nach Hindelangs Angaben bisher 130 verkauften Exemplaren der ersten Auflage seines Buches ist eines dabei sogar „in Amerika gelandet“, worüber sich der Autor auch besonders freut.

Text: Alexander Berndt · Foto: Manfred Sailer

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