FrauenMenschen

„Ich liebe die Bühne über alles, je voller, desto besser“

Es ist bemerkenswert, wie viel Erfahrung die neunjährige Anna-Jamilia Di Capri Riedel bereits in den Bereichen Musik, Tanz und Schauspiel gesammelt hat. Schon mit vier Jahren begann sie, zusammen mit ihrer Mutter, sich für die unterschiedlichsten Musicals zu interessieren und diese zu besuchen. Darunter zählte das Musical „Schwanensee“ zu ihren Favoriten, wie sie mit leuchtenden Augen berichtet. Die Begeisterung war so groß, dass sie sich mit bereits sechs Jahren an der Musicalakademie im Festspielhaus Füssen anmeldete, um regelmäßig Schauspiel-, Gesangs- und Tanzunterricht zu bekommen. Anna nahm schon an vielen Produktionen teil, zu denen z.B. die Stücke „Zeppelin“, mit der Rolle als Eugenie, „Hundertwasser“ sowie „Starlight-Express“ zählen. Die Neunjährige hat dann auch fleißig für ihre neue Rolle der kleinen Johanna für das Musical „Päpstin“ geübt, mit dem sie am 19.11. in München Premiere hatte. Doch noch viele weitere Aktivitäten begeistern die junge Schülerin in ihrer Freizeit. Neben den Proben für Musicals zählt dazu seit zwei Jahren Klavierunterricht und im Kinderkirchenchor wirkt sie als Sängerin mit.

„Füssen aktuell“ stellte der Neunjährigen ein paar Fragen:

„Welcher der drei Bereiche, die in der Musical-Akademie unterrichtet werden, gefällt dir am besten?“
„Auf jeden Fall der Bereich Schauspiel. Wenn man schauspielert, bekommt man eine Rolle und einen Text zugeteilt. Ich liebe es einfach, mich dann in die Rolle hineinzuversetzen und sie auf der Bühne vor einem großen Publikum zu spielen.“

„Musst du viel zu Hause üben?“
„Kommt darauf an. Manchmal lernen wir in der Musicalakademie richtig schwere Tänze und manchmal welche, die etwas leichter sind. Mir gefallen die schweren Tänze auch besser, aber für die muss ich eben viel zu Hause üben. Außerdem musste ich als Eugenie viel singen, sodass ich viermal wöchentlich mit meiner Gesangslehrerin geprobt habe.“

„Welche Rolle willst du unbedingt mal spielen?“
„Die Elsa aus dem Musical: „Die Eiskönigin“. Ich finde, Elsa hat eine tolle Stimme und ich liebe die Filme Eiskönigin 1 und Eiskönigin 2. In dem Musical waren wir leider noch nicht aber ich und meine Mama werden es uns im nächsten Jahr anschauen.“

„Für welche Rolle war dein erstes Casting und wie aufgeregt bist du dabei gewesen?“
„Für die „Eugenie“ bei Ralph Siegel. Damals war ich noch sehr aufgeregt, aber mittlerweile hat sich das schon etwas gebessert. Ich werde die „Eugenie“ ja bald wieder spielen, sodass das nichts Neues mehr für mich ist. Aufgeregt bin ich jedoch immer, sobald ich anfangen muss zu singen.“

„Freust du dich darauf, die kleine Johanna zu spielen?“
„Ja, sehr sogar. Das Tolle an der Rolle ist, dass ich dann quasi die Hauptrolle in dem Musical „Päpstin“ bin, nur eben in klein. Ich bin aber jetzt schon sehr aufgeregt, weil ich zum Beispiel nicht weiß, wie groß die Bühne ist und alles neu sein wird. Man weiß eben nicht genau, was einen erwartet und genau das macht das Ganze noch viel spannender.“

„Wenn du die kleine Hauptrolle bist, hast du sicherlich viel Text. Wie lernst du den am besten?“
„Im Festspielhaus werde ich mit allen Dingen, sei es mit den Kostümen, den Requisiten oder eben mit meinem Text, vor Ort unterstützt. Zuhause lerne ich meinen Text eigentlich immer mit Oma, um sicherzustellen, dass ich ihn kann. Das macht uns beiden immer sehr viel Spaß.“

Text · Foto: Leonie Ziegltrum

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"