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70 Jahre vhs Füssen

Große Jubiläumsfeier in Füssener Sparkasse

Fast 100 Gäste erschienen zur 70 Jahr Feier der vhs Füssen im großen Saal der Sparkasse. Paul Iacob, 1. Vorstandsvorsitzender der vhs Füssen, begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich besonders über das Kommen der Landrätin und der zahlreichen kommunalen Vertreter. Michael Schall von der Sparkasse verwies in seiner Rede auf den gemeinsamen öffentlichen Auftrag, den die Sparkasse und die Volkshochschule haben. Die Landrätin Maria Rita Zinnecker betonte die Bedeutung der Volkshochschule in der Bereitstellung eines breiten Bildungsangebots für Erwachsene in der Kommune. Sie sah gerade in den Präsenzkursen eine wichtige Möglichkeit in Kontakt miteinander zu treten, sich auszutauschen und an gesellschaftlichen Diskursen teilzunehmen. Diese Möglichkeiten eröffnen digitale Kurse nicht. Auch freut sie sich über die Zusammenarbeit der Ostallgäuer Volkshochschulen mit Projekten des Landkreises. Derzeit seien „tagesaktuelle Vorträge zu erneuerbaren Energien und zur digitalen Entwicklung“ auf dem Weg. Wolfgang Bader, der als 3. Bürgermeister für die Stadt Füssen referierte, sieht in der Volkshochschule einen Ort gelebter Demokratie, da jede und jeder gleich welcher Herkunft in Veranstaltungen willkommen ist. Er betont: „Demokratie braucht Menschen, die wissen, wie Demokratie funktioniert.“

Die Leiterin der vhs Füssen, Petra Schwartz, zeigte einen kurzweiligen Film zur Chronik der Volkshochschule, der alte Aufnahmen aus der Stadt, von Personen und aus der Einrichtung enthielt. Eindrücklich wurde im Film deutlich, wie gesellschaftliche Einflüsse in die Programmhefte der Volkshochschule einwirkten. Am Ende bedankte sich Petra Schwartz bei allen Vorgängern für die unermüdliche und innovative Arbeit, sowie bei der Landrätin und den Bürgermeistern für ihre finanzielle Unterstützung, ohne die es nicht möglich sei, günstige Vorträge und Kurse anzubieten.

Zum Abschluss referierte Dr. Christian Hörmann, Geschäftsstellenleiter des Bayerischen Volkshochschulverbandes über Anspruch und Wirklichkeit in der Erwachsenenbildung. Er stellte die rechtlichen Grundlagen dar und beleuchtete die Unklarheit beim Thema finanzielle Zuständigkeit. In Bayern, so Dr. Hörmann, gäbe es kommunal geführte Volkshochschulen, GmbHs und eingetragene Vereine. Als es in der Coronazeit zu den Lockdowns kam, hatten alle kommunalen Einrichtungen der Erwachsenenbildung kein finanzielles Problem. Sie konnten ohne Konsequenzen zu 100% in Kurzarbeit gehen. Dies war deutlich anders bei den GmbHs und den eingetragenen Vereinen. 40 Volkshochschulen in Bayern standen kurz vor der Insolvenz, so Dr. Hörmann. Ohne die Rettungsschirme würde es diese 40 Volkshochschulen nicht mehr geben. 100% Kurzarbeit war für die privatwirtschaftlich geführten Volkshochschulen auch nicht möglich, da diese Einnahmen generieren mussten.

Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch zwei Acts aus dem Gesundheits – und dem Sprachbereich. Eine Tai Chi Gruppe präsentierte in langsamen Bewegungen eine Säbelform, während die Dozenten des Sprachbereichs in englisch, französisch, italienisch, spanisch, russisch und chinesisch in ihre Kurse einluden. Ein großes Buffet wartete am Ende auf die Gäste, die noch lange blieben und sich austauschten.

Text: pm/FA · Foto: vhs Füssen

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