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40 Jahre Squash-Club Red Bull Reutte

Auch wenn seine ganz großen Zeiten schon ein Weilchen zurückliegen, darf der Squash-Club Red Bull Reutte dieser Tage durchaus stolz auf sich sein und feiern. Kann er doch immerhin auf eine mittlerweile 40-jährige Historie zurückblicken, die mit seiner Gründung am 4.Dezember 1981 ihren Anfang genommen hat. Während Bernd Eberle und Hansjörg Schimpfössl damals diesen laut seinem jetzigen Obmann Paul Strolz „neuen, modernen Racket-Club“ in Reutte aus der Taufe gehoben hatten, ist Strolz nach Eberle und Charly Winkler seit 1996 mittlerweile der dritte Chef des an Erfolgen nicht gerade armen Sportvereins.

So gelang den Außerfernern 1988 der Aufstieg in die Herren-Squash-Bundesliga, woraufhin Adele und Paul Strolz aus Lechauschau den Energydrink-Hersteller Red Bull als Sponsor an Land zogen. Der bis dahin als Squash-Club Reutte firmierende Verein nannte sich von da an Squash-Club Red Bull Reutte und feierte in der Folge viermal den österreichischen Mannschafts-Meistertitel. Den größten Coup landeten die Tiroler allerdings 1997 in Portugal, als sie den Vize-Europameistertitel für Clubmannschaften errangen. Offenbar ganz nach dem Motto „wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören“ zog sich der SC Red Bull Reutte danach jedoch freiwillig aus der Bundesliga zurück. Der Club war indes nicht nur in der höchsten österreichischen Spielklasse eine anerkannte Größe. Dementsprechend zeugen jede Menge Einzeltitel in der Jugend-, Allgemein- und Seniorenklasse auf Landes- beziehungsweise Bundesebene von der damaligen Dominanz der Reuttener, zu deren besonders erfolgreicher Jugendarbeit Adele Strolz einen ganz entscheidenden Beitrag leistete.

SCF und SCRBR Führung 2021

Beim SC Red Bull Reutte schaut man dabei auch über den Tellerrand beziehungsweise die Staatsgrenze hinaus und so pflegt der Jubilar eine jahrzehntelange Partnerschaft mit dem 1. Squash-Club Füssen. Dessen erster Vorsitzender Thomas Wachter ist denn auch zugleich Sportwart und genauso aktiver Spieler in Reutte wie Rudolf Anzenhofer. Wie Wachter spielt er in Füssen und bei den Reuttenern, wo er auch noch das Amt des stellvertetenden Obmanns bekleidet. Das gute Miteinander der beiden Vereine dokumentiert darüber hinaus die Tatsache, dass Füssener Akteure ebenso in der Tiroler Landesliga mitmischen wie dies Spieler des SC Red Bull Reutte in der Bezirksliga Bayern tun. „Auf diese Weise helfen sich die beiden Squash-Clubs gegenseitig, um konkurrenzfähige Mannschaften zu stellen“, erklärt Strolz, der sich über sieben neue Mitglieder freut, die der Außerferner Verein 2021 in seinen Reihen aufgenommen hat. Wie alle anderen Mitglieder und Interessierte, die mal beim Squash „hineinschnuppern“ möchten, dürften sie sicherlich gern gesehene Gäste des allwöchentlich stattfindenden Clubabends sein. Dieser geht jeden Freitag im Sportcenter Reutte über die Bühne und lässt dabei auch das Gesellige nicht zu kurz kommen.

Thomas Wachter (links) mit dem Damen-Team Füssen

Der SC Red Bull Reutte hat derzeit 40 Mitglieder, wovon 14 Damen und 26 Herren sind, während es nach Strolzs Auskunft im Jugendbereich „fast einen Stillstand“ gibt. Dabei sei der Club bei der zeitlichen Einteilung „sehr felxibel“ und passe sich den Bedürfnissen Jugendlicher „sehr gerne an“. Schließlich konzentriert man sich in Reutte auf den Jugend-, Breiten- und Hobbybereich in puncto Squash, der „ein idealer Ausgleichssport für Sportarten“ sei, die vorzugsweise im Sommer praktiziert werden, betont Strolz. Daher freut sich der Verein auf jeden, „der diesen Sport beim und mit dem Squash-Club Red Bull Reutte erlernen will.“ Dazu kann man sowohl im Sportcenter Reutte vorbeischauen als sich auch auf der Homepage des Geburtstagskinds www.squash-reutte.com informieren.

Text: Alexander Berndt · Foto: privat

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