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Schwebende Messehalle oberhalb von Schloss Neuschwanstein

Was bisher wohl eher nur in der Fantasie möglich war, ist endgültig zur Realität geworden. Anstatt wie bisher persönlich quer durch die Welt zu reisen, um eine Fachmesse zu besuchen, bewegt man sich jetzt kinderleicht per Maus in einer virtuellen Welt. In der eigens dafür gestalteten digitalen Messehalle, die spektakulär oberhalb des Schlosses Neuschwanstein schwebt, ist es nicht nur möglich, Orte und Sehenswürdigkeiten genauer anzusehen und kennenzulernen. Hier kann man auch über den Bildschirm Termine generieren, sich mit Menschen zeitgleich treffen, Informationen austauschen und jede Menge Eindrücke sammeln. Alle Personen, die als Avatare auf dem Bildschirm zu sehen sind, ob Messebesucher oder Aussteller, existieren dabei real. Bei der „Jewels of Romantic Europe Virtual Travel Fair Asia 2021“, die am Donnerstag und Freitag stattfindet, präsentiert sich auch Hohenschwangau Marketing mit Schloss Hohenschwangau und dem Museum der bayerischen Könige zum ersten Mal in einer rein 3D-animierten digitalen Messehalle. Eine Premiere der besonderen Art.

Terrasse über Hohenschwangau

Die Möglichkeiten einer vollwertigen Präsentation in Form einer virtuellen Reisemesse ist völlig neu und wurde bisher nur von wenigen Destinationen, wie etwa dem Land Slowenien oder dem Inselstaat Mauritius, genutzt. Zusammen mit seinen Partnern der „Jewels of Romantic Europe“, einer Reiseroute, die die Schönheit von Bayern und Tirol in den Vordergrund stellt und vor über 20 Jahren gegründet wurde, geht nun auch Hohenschwangau diesen neuen Weg. „Die virtuelle Messehalle ist ein futuristisches Gebäude, das wie eine Auster direkt über dem Schloss Neuschwanstein schwebt“, erklärt Thomas Günter, Marketing- und Verkaufsleiter beim Wittelsbacher Ausgleichsfond in Hohenschwangau. „Man kann sich innerhalb des Gebäudes bewegen und verschiedene Bereiche und Stände ansteuern, oder über die Terrasse laufen und einen Rundumblick in die Landschaft werfen. Man sieht von Schwangau bis Füssen über den Forggensee oder hinüber zum Tegelberg und direkt von oben auf Schloss Neuschwanstein.“ Die Stände der einzelnen Aussteller, die sich allesamt innerhalb der Messehalle befinden und zum dort Verweilen einladen, sind mit realen Bildern und Videos ausgestattet und mit echten Personen besetzt.

Erwartet werden bei der virtuellen Fachmesse Reiseveranstalter, -büros, -experten, Tourist Informationen und Tourismuszentralen aus dem gesamten asiatischen Raum. Bereits im Vorfeld hatten sich über 500 Reiseveranstalter für das Event registriert, die Mehrzahl der Gäste wird kurzfristig erwartet. Durch die Zeitverschiebung gegenüber Asien beginnt auch für Thomas Günter der Arbeitstag recht früh. Für beide Messetage sind im Viertelstundentakt bereits jede Menge Termine gesetzt, teils mit altbekannten Vertretern asiatischer Unternehmen, teils auch mit neuen Kunden, ob aus China, Taiwan, Japan, Indonesien, Vietnam, von den Philippinen oder aus Malaysia. Kommuniziert wird dabei jeweils per Chat am Bildschirm oder direkt über das Telefon. „Für uns ist die Teilnahme an dieser Messe enorm wichtig“, sagt Günter. „Nicht nur, dass wir damit einen neuen und modernen Weg gehen. Es hilft uns auch, in dieser Zeit bei den Veranstaltern im Gedächtnis zu bleiben und nicht vergessen zu werden. Es ist Kontakt- und Imagepflege zugleich.“ Die „Jewels of Romantic Europe Virtual Travel Fair Asia 2021“ beginnt am morgigen Donnerstag und hat von jeweils 7 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

https://jewelsofromanticeurope.aviarepsvirtualfairs.com/

Text: Lars Peter Schwarz

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