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Die “Neue” im
Autohaus Heuberger

Elena Heuberger ist die Tochter von Reiner Heuberger und seit Januar Marketingleiterin im gleichnamigen Autohaus in Füssen und Bernbeuren.

Sie ist die Neue im Team Heuberger und doch nicht bei den Mitarbeitern unbekannt. Als kleines Kind war sie bereits in den Autohäusern ihres Vaters unterwegs und kennt den einen oder anderen noch von früher. „Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen und doch etwas ganz Neues. So viele tolle Menschen arbeiten hier, die sehr respektvoll sind und für mich sehr gute Kollegen sein werden“, so Elena Heuberger. Seit dem 1. Januar hat sie das Marketing des Unternehmens mit 150 Mitarbeitern übernommen. „Es ist eine Herausforderung, die ich jetzt gerne angenommen habe. Vor ein oder zwei Jahren wäre das undenkbar für mich gewesen. Da war ich noch nicht soweit“, sagt die 26-Jährige. Dass sie jetzt soweit ist, hat sie ihrem Job in Marketing und Kommunikation bei den Planseewerken in Reutte zu verdanken. Sie war für die Vorbereitung von internationalen Messen und für die Bestellungen verantwortlich. „Ich hatte viele junge Kollegen*Innen, mein Vorteil war, dass sie in ihrem Fachbereich Experten sind. Sie haben mir alles beigebracht, was ich jetzt kann“, sagt sie dankbar.

Elena Heuberger hat Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt internationales Marketing studiert, weil sie sich für die vielen verschiedenen Kulturen und interkulturelle Kompetenzen interessiert. Ihre Lebensart und nicht zuletzt auch das Zwischenmenschliche oder die Familie, die in den meisten Kulturen einen hohen Stellenwert genießt. „Was bei uns irrelevant ist, kann für andere wichtig sein“, erklärt sie. Für die junge Frau, die ihre Mutter früh verlor, bedeutet Familie alles. „Meine Geschwister und ich sind außergewöhnlich eng zusammen und haben täglich Kontakt. Wir sind sehr geprägt durch das, dass wir sehr früh selbstständig werden mussten“, erzählt sie.

Dass sie mal im Betrieb ihres Vaters mitarbeiten würde, stand bis vor kurzem nicht zur Disposition. Sie wollte sich finden oder besser gesagt ihren beruflichen Weg. Dass es jetzt so ist wie es ist, ist gut. „Als mich mein Vater fragte, habe ich nicht gleich zugesagt. Ich habe etwas Bedenkzeit gebraucht. In meiner Entscheidung haben mich meine Geschwister bestärkt. Es ist ein gutes Gefühl. Ich freue mich umso mehr auf meine neue Aufgabe.“ Als verpflichtend hat sie den Namen Heuberger noch nie gesehen. „Gott sei Dank nicht. Ich hätte die Position so nie eingenommen, wenn ich es nicht gewollt hätte, sonst kann ich nicht erfolgreich sein“, so ihr Anspruch, und der ist groß.

Gemeinsam mit Freund und Vater in einem Betrieb zu arbeiten, sieht die Marketingfachfrau unkompliziert. „Mein Freund und ich arbeiten in verschiedenen Themenbereichen. Wie haben kaum Schnittstellen, außerdem haben wir eine sehr gute Verständigung untereinander. Die Arbeit mit meinem Vater sehe ich sehr positiv und wir können uns gegenseitig ein offenes Feedback geben. Ich habe gemerkt, dass wir prinzipiell die gleiche Schiene fahren, wir sind uns da sehr einig, auch menschlich. Und wenn es mal Reibereien geben sollte, dann ist das vollkommen normal. Dann werden sich Wege finden, um das zu besprechen.“ Für die begeisterte Sportlerin ist eine ehrliche Kommunikation ein Instrument des gegenseitigen Respekts, den sie nicht nur im beruflichen Umfeld praktiziert.

Ideen hat die 26-Jährige viele. Die holt sie sich während ihres Sports wie zum Beispiel Mountainbiken. „Als mein Freund sich ein Mountainbike kaufte, steckte er mich mit seiner Begeisterung an. Jetzt ist es unsere gemeinsame Leidenschaft, es macht Spaß und macht den Kopf frei“, erzählt sie lachend und meint: „Für mich als Genussmensch ist das ideal. Ich esse, koche und backe gerne. Das habe ich auch von meiner Mutter mitbekommen. Von ihr habe ich auch zum Beispiel das Rezept der Tomatensauce. Die gibt es bei uns so wie es meine Mutter gemacht hat.“

Elena Heuberger ist zufrieden. Sie hat, wie sie sagt, wunderbare Menschen um sich herum, so wie ihre kleine Schwester Vicky. „Sie ist ein liebenswürdiger Mensch, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe gute Freunde und die sind sehr wichtig. Man fragt sie um Rat. Freundschaft ist wie Familie, innig, vielleicht anders – aber gut.“ Sie identifiziert sich mit dem Autohaus und mit den Automarken, die sie präsentiert. Für sie ist es ein Lebensgefühl, Erinnerungen an früher. „Ich finde es schön, dass ich ein Teil unseres Familienunternehmens bin und ich einen Beitrag dazu leisten kann.“

Text: Sabina Riegger · Foto: Heuberger

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