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Wissenstransferzentrum Füssen startet im November

Der Startschuss für das neue Wissenstransferzentrum in der Stadt Füssen ist gefallen. Ab dem ersten November werden die bis zu fünf Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen. Im Rahmen eines Pressetermins wurden die Räumlichkeiten des Zentrums in der Augsburgerstraße 15, dem ehemaligen Landratsamt, offiziell vorgestellt. Damit ist Füssen – neben Sonthofen, Kempten, Kaufbeuren und Memmingen – nun einer von insgesamt fünf Standorten der Hochschule Kempten im Allgäu. „Es ist ein weiterer Schritt der Regionalisierung unserer Hochschule“, so Prof. Dr. Wolfgang Hauke, Präsident der Hochschule. „Es ist auch eine Premiere, denn es ist unser erstes Wissenstransferzentrum. Die Stadt Füssen ist als touristischer Hot Spot prädestiniert als Standort.“

Weiterentwicklung des Allgäuer Tourismus

Das Wissenstransferzentrum „Innovative und Nachhaltige Tourismusentwicklung“ ist ein In-Institut der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Organisatorisch angesiedelt ist das WTZ beim Forschungszentrum Allgäu (FZA), mit Sitz in Füssen. Die neue Einrichtung wurde im Zuge der Initiative Wissens- und Technologietransfer der Hochschulen im Regierungsbezirk Schwaben beantragt und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit einer Anschubfinanzierung von rund 2,7 Millionen Euro für fünf Jahre unterstützt. Danach soll sich das WTZ über Auftrags- und Forschungsprojekte mit Wirtschaftspartnern dauerhaft selbst finanzieren.

Beschäftigen wird sich das Wissenstransferzentrum vor allem mit anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und dem Wissenstransfer, mit dem Fokus auf der Weiterentwicklung des Allgäuer Tourismus und der angrenzenden Gebiete. Neben den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Tourismus sollen hier künftig fakultätsübergreifende interdisziplinäre Themenstellungen wie Elektromobilität, autonomes Fahren und Energie zusammen mit Partnern aus der Praxis bearbeitet werden. Dabei sollen touristische Zukunftstrends ebenso erforscht werden, wie die negativen Auswirkungen und Konflikte zwischen Einheimischen und Touristen.

Thema Besucherlenkung

„Das große Thema ist die Mobilität“, erklärt Prof. Dr. Alfred Bauer, Dekan der Fakultät Tourismus in Kempten, der sich zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Guido Sommer die Leitung der neuen Einrichtung in Füssen teilt. „Die regionale Hauptfrage ist dabei, wie wir die Verkehrsströme in Zukunft besser lenken können.“ Dazu will sich das WTZ auch an einem weiteren bundesweiten Projekt des Bundesverkehrsministeriums beteiligen. „Der Fokus liegt auch hier in der Regionalität“, ergänzt Sommer. „Es nennt sich AIR und steht für Artificial Intellegence Recommender System und passt sehr gut zu unserer Arbeit, es bündelt die Expertisen aus regionalen Herausforderungen aus der ganzen Republik, um zu ermitteln, welche Lösungen für welche Regionen wirken könnten. Das Thema Besucherlenkung wird uns auch darüber hinaus hauptsächlich begleiten.“

Allerdings hatte es am Ende dann doch etwas länger gedauert, als gehofft war. Schon im Frühjahr 2018 hatte die Hochschule Kempten den Antrag für das WTZ beim Wissenschaftsministerium in München gestellt. Dort wurde aber noch auf die Aufstellung des Nachtragshaushaltes gewartet. „Es ist ein besonderer Tag, weil wir nun auch hier im südlichen Ostallgäu endlich an die Hochschule Kempten angeschlossen sind“, freute sich die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer. „Das Wissenstransferzentrum ist auch ein Beweis dafür, wie praxisorientiert die Hochschule Kempten arbeitet“, so Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter. „Wir sind stolz darauf, hier der Standort für das WTZ zu sein.“

Text/Bild: Füssen aktuell

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