Lokales

Amtsübergabe im Füssener Rathaus

Iacob händigt Eichstetter Schlüssel aus

Nach zwölf Jahren Tätigkeit im Rathaus der Stadt Füssen hat Bürgermeister Paul Iacob sein Amt heute Vormittag offiziell an seinen Nachfolger Max Eichstetter übergeben. Aufgrund der aktuellen Situation, die wegen der Schutzmaßnahmen vor dem Corona Virus keine große Abschiedsfeier zugelassen hatte, musste die Übergabe im kleinen Kreis stattfinden. Iacob dankte in seiner Ansprache den Kollegen in der Stadtverwaltung, allen Mitarbeitern, den Partnern, Medien und Weggefährten der letzten Jahre, von den Stadtwerken über die Forggenseeschifffahrt, bis hin zum städtischen Bauhof und der Stadtgärtnerei.

„Der Bürgermeister hat früher in großen Verhandlungen eine ganz wesentliche Rolle gespielt“, so der 68-Jährige in seiner Abschlussrede. „Im Mittelalter ging es dabei nicht selten um Frieden oder gar kriegerische Auseinandersetzungen. Zum Glück hat sich das geändert. Auch heute noch hat der Bürgermeister eine große Verantwortung. Er hat die Aufgabe ein Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und der Gesellschaft zu sein.“ Viele Emails habe er in den vergangenen Tagen von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern erhalten, die ihm ihren Dank für die geleistete Amtszeit schriftlich ausgedrückt haben. Iacob sprach auch von turbulenten Zeiten. „Ich kann mich an den einen oder anderen Bürger erinnern, der mit einer gewissen Aggression vorgegangen ist oder sogar in bösartiger Weise gegen die Verwaltung geschossen hat. Ich möchte allen Bürgern danken, die uns auf positive Art begleitet haben und das war die Mehrheit. Die Arbeit war also nicht umsonst und der Weg nicht der falsche.“

Städtepartnerschaften mit Brasilien und Argentinien

Für die Zukunft der Lechstadt wünscht sich der scheidende Amtsinhaber vor allem die Weiterführung einer Politik für Alt und Jung, wie auch eine Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den umliegenden Kommunen im Zweckverband Allgäuer Land. Besonders am Herzen liegen ihm aber auch die internationalen Städtepartnerschaften mit Helen in den USA, in Italien oder Japan, zu denen – geht es nach bereits gestellten Anträgen – noch um zwei weitere Partnerschaften in Brasilien und Argentinien erweitert werden sollen. Ebenso muss aber auch das kulturelle Leben, das diese Stadt aufgrund ihrer Kulturgeschichte und ihrer heutigen Position auf eine einmalige Weise auszeichnet, weiterhin gepflegt werden, um das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Füssen zu erhalten.

Seinem Nachfolger Max Eichstetter gegenüber machte Iacob klar, dass er ihm jederzeit für Fragen kollegial zur Verfügung stehen würde. Für die anstehende Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen wünschte er ihm auf jeden Fall alles Gute. „Der Dank kommt oft erst hinterher, denn in den Entscheidungen, die immer im besten Wissen und Gewissen für die Zukunft dieser Stadt und ihrer Menschen getroffen werden müssen, kann man es nie jedem recht machen“, so Iacob. „Es wird immer Gegner geben. Man braucht deswegen als Bürgermeister ein starkes Rückgrat, um dann auch nach starken Stürmen oder Gewittern aufrecht durch die Stadt zu gehen.“ Eichstetter bedankte sich für die letzten Wochen der Übergabe und für die erhaltenen Glückwünsche. „Es sind große Fußstapfen, „in die ich hoffentlich noch hineinwachsen werde.“

Persönliches Engagement in Afrika

Paul Iacob will sich aber nicht ganz zurücklehnen und sich nun mehr auf seine bisherigen Nebenämter konzentrieren. Neben dem Amt des Vorstandsvorsitzenden der Volkshochschule Füssen ist Iacob unter anderem auch Präsident der Vereine Via Claudia Augusta Bavariae und Via Claudia Augusta Transnational. Ebenso möchte er auch sein persönliches Engagement in Afrika, das er mehrmals bereist hatte, verstärken, in dem er Familien finanziell unterstützt oder den Aufbau von Schulen fördert. Außerdem sei es in den vergangenen Jahren nicht möglich gewesen, viel Zeit mit der Familie zu verbringen, auch das soll sich nun ändern. „Ich werde mich aber auch wieder mehr meinem Garten widmen“, sagt er.

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