Menschen

Dr. Vladan Horak

Der Mann der kleinen Schnitte

Dr. Vladan Horak ist seit dem 1. Juli am Krankenhaus in Füssen tätig. Der Oberarzt ist Viszeralchirug, was so viel bedeutet, das alles, was sich im Bauchraum befindet einschließlich der Bauchwand, zu seinem chirurgischen Fachgebiet gehört. Hier wendet er die minimalinvasive Operationstechnik an. Mit dieser, für den Patienten schonenden Operationsmethode, werden die chirurgischen Eingriffe bezeichnet, die den Bereich der Verletzung des Körpers durch eine möglichst kleine Einschnittstelle so gering wie möglich gehalten werden sollen. Auch werden andere Instrumente als in der konventionellen Chirurgie benutzt. Der Chirurg sieht das zu behandelnde Gebiet über ein Endoskop und kann mit Hilfe der in den Körper eingeführten Werkzeuge die Operation vornehmen.
Auf diesem Gebiet hat sich der in Tschechien geborene Oberarzt einen Namen gemacht. In den Fachkreisen gilt er als Spezialist und besonderer Experte dieser Technik, die auch „Schlüssellochchirurgie“ genannt wird. Seinen “Fußabdruck” hat Dr. Vladan Horak überall dort hinterlassen, wo er praktizierte. Heute noch spricht man in Salzwedel von „Horaks Zeiten“. In der Altmark arbeitete er viele Jahre und baute sich so seinen Ruf und das Vertrauen seiner Patienten auf. Aufgrund seiner fundierten Kenntnisse in der modernen Chirurgie wurde er 2010 nach Brandenburg berufen, um in der dortigen Klinik die Abteilung für minimalinvasive Chirurgie aufzubauen. 2012 kam er zurück nach Salzwedel, wo er bis 2017 arbeitete und danach aus familiären Gründen an das Bezirkskrankenhaus Reutte wechselte.

Sein Beruf ist für den Arzt Berufung. „Für mich ist es eine große Anerkennung, wenn mir Menschen sagen: „Ich habe keine Schmerzen, es geht mir gut und die Narbe ist kaum sichtbar“, so der Klassikfan, der früher gerne beim Operieren Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ als Hintergrundmusik hörte. Dass die minimalinvasive Chirurgie nicht auf alles angewendet werden kann, darüber klärt Dr. Vladan Horak seine Patienten auf. „Ich nutze das Wort Patient ungern. Es sind Menschen, die uns und mir das Vertrauen schenken. Man muss mit ihnen ganz ehrlich umgehen, ihnen sagen, ob die Operationsmethode in ihrem Fall möglich oder unmöglich ist“. Als er 2004 nach Deutschland kam, praktizierte er bereits neun Jahre lang in Tschechien. „Mit Deutschland ist die Gesundheitspolitik nicht zu vergleichen. Es liegen Welten dazwischen“, erläutert der 48-Jährige.

Die Arbeit in Füssen mit den Kollegen und Kolleginnen findet er sehr angenehm. „Ich fühle mich hier wohl. Seit 2017 wohne ich in Hopfen am See. Da ich ein leidenschaftlicher Skifahrer bin, freue ich mich umso mehr, dass ich das sozusagen vor der Haustüre habe. Früher musste ich weit dafür fahren“, erzählt er. Gemeinsam mit Hugo, seinem deutschen Boxer, geht er Bergwandern. Es ist seine zweite sportliche Leidenschaft, die er nicht missen möchte.

Text · Foto: Sabina Riegger

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