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Peter Gauweiler spricht vom „königlichen Staatsstreich“

Die mysteriösen Umstände, die zum Tod von König Ludwig II. geführt haben, sind noch heute eines der größten Themen im Freistaat. Es geht um Mord, Verschwörung und Intrige. „Es war ein Staatsstreich“, sagt Dr. Peter Gauweiler, den das Museum der Bayerischen Könige, im Rahmen der Hohenschwangauer Begegnungen, zum 171. Geburtstag des Königs als Ludwig-Experten eingeladen hatte. Die Veranstaltung, die mittlerweile schon zum vierten Mal im jährlichen Rhythmus stattfindet, gilt als Höhepunkt im Event-Kalender des Museums der bayerischen Könige. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen Ludwigs II., schließlich fasziniert die Person des weltberühmten Märchenkönigs die Menschen bis heute. Bayerns ehemaliger Umweltminister und Ludwig-Experte sprach in der vollbesetzten Eingangshalle des Museums von der Thronbesteigung des Märchenkönigs bis hin zum tödlichen Ringkampf im Starnberger See.

Als Einstieg zitiert Gauweiler einen Brief, den Ludwig wenige Tage vor seinem Tod an seinen Vetter Ludwig Ferdinand schickte, in dem er seine Sorgen zum Ausdruck brachte und wohl auch schon davon wußte, was auf ihn zukommen sollte. „Ludwig sprach immer von seinem Königreich des Himmels, sein großer Traum war es, Bayern zum Mittelpunkt der Schönheit werden zu lassen, das hat er geschafft“, so der Advocat und selbsternannte Hobbyhistoriker. Immerhin, so Gauweiler weiter, haben sich auch große Künstler der Gegenwart oder des vergangenen Jahrhunderts an Ludwig orientiert, wie etwa Walt Disney oder Andy Warhol, die sich persönlich auf Neuschwanstein „den Spirit von Ludwig geholt haben“.

Als ehemaliger Politiker sprach Gauweiler auch über die politischen Hintergründe, las aus Schriften und Aufzeichnungen vor, um den größten Staatsstreich der bayerischen Geschichte zu begründen. Im Anschluß an den Vortrag nutzte Markus Richter, der sich selbst über 18 Jahre lang nur mit der Historie von Ludwig beschäftigt hat, die Gelegenheit, um Peter Gauweiler noch weitere, detailliertere Fragen zu stellen.

Sabina Riegger und Lars Peter Schwarz hakten im Anschluß an den Vortrag noch einmal genauer nach und zogen zusammen mit Markus Richter und Kulturvermittlerin Vanessa Richter Bilanz.

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