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Sauberer Strom aus Wasserkraft für PKW

E-Tankstelle beim Pfrontener Rathaus

Klimaschonendes Autofahren mit sauberem Strom aus Wasserkraft: Mit dieser RE:load („wiederaufladen“) genannten Philosophie wollen die EWR (Elektrizitätswerke Reutte/Füssen) den Gedanken der Energiewende auch im Bereich der Automobile voranbringen. Das sieht EWR-Geschäftsführer Dr. Christoph Hilz als „Teil der Energiewende und damit Teil der Energiezukunft.“ Daher hat er in Pfronten die bereits dritte „Stromzapfstelle“ errichten lassen.RE:load, das ist aus Sicht von Josef Konrad das Wiederaufladen des Kraftfahrzeuges mit ökologisch vertretbarer Energie. Der Marketing- und Öffentlichkeitschef der EWR bekräftigt, dass der EWR-Strom aus Wasserkraft hergestellt wird. Damit vermeiden Stromfahrzeuge, zumindest im Versorgungsgebiet der EWR sowohl bei der Energieerzeugung als auch beim Verbrauch jeglichen Ausstoß von schädlichem Kohlendioxid.

Nach Schwangau und Füssen steht nun in Pfronten die dritte Stromtankstelle für die Öffentlichkeit bereit. „Wir haben nach einem günstigen Standort gesucht. Der liegt nun ideal direkt beim Rathaus, nicht weit entfernt vom Haus des Gastes“, freute sich Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann. Die EWR als einziger Stromversorger der Kommune finanzierten die Kosten für die Tankstelle, deren Anschluss und bieten derzeit den Strom kostenlos an. So entstand in enger Abstimmung zwischen Kommune und Energieerzeuger diese innovative `Kraftstoffversorgung.´ „Diese Tankstelle ist ein kleiner Mosaikstein“ in der Entwicklung dieser Antriebsenergie“, wie Hilz betonte. Waldmann stellte in Aussicht, dass im Herbst ein Dienstwagen zum Einsatz kommen soll, der mit E-Antrieb ausgestattet sein wird. Dieses Konzept des E-Stroms passe gut in das Klimaschutzkonzept 2020, das die Kommune erarbeitet habe, meinte die Bürgermeisterin. In Pfronten gebe es derzeit vier Elektromobile. „Wo können wir tanken?“, mit dieser Frage seien die betreffenden Autofahrer auf die EWR zugekommen. Damit der Radius von rund 140 Kilometer einer „Füllung“ die Fahrer nicht mehr so einschränkt, können EWR-Kunden sich auch an anderen Ladesystemen im Bereich Allgäu-Bayerisch-Schwaben bedienen. Dazu habe man sich laut Hilz als Gründungsmitglied mit dem überregionalen Ladeverband „Ich tanke Strom“ zusammen getan.

Tanken könne man mit einem normalen Schukostecker bestätigt der EWR-Geschäftsführer. In zwei Stunden sei die Batterie voll gefüllt, unterstreicht Helmut Petermann, Leiter Netz der EWR mit Sitz in Füssen. Tanken können jeweils zwei Fahrzeuge gleichzeitig.

Text · Bild: Josef Sontheim

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