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Schlößerpatenschaft Neuschwanstein – Himeji

Füssen.    Bereits vor mehreren Jahren hatte Hotelier Wilhelm Schwecke die Idee von der Partnerschaft zwischen Neuschwanstein und dem Weltkulturerbe Schloss Himeji in der Präfektur Hyogo, Japan – riss mit seiner Idee aber niemanden vom Hocker, das ganze Projekt schien wie in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Doch plötzlich und fast unerwartet kam wieder Leben in diese Idee. Gouverneur Toshizo Ido hat bei einer Dienstreise nach Europa auch einen Besuch in Füssen eingebaut, um dieser reizvollen Idee wieder etwas Leben einzuhauchen, sehr zur Freude von Wilhelm Schwecke, Ehrenbürger der japanischen Stadt Kobe, sowie dem Füssener Bürgermeister Paul Iacob. Beim Empfang von Gouverneur Ido im Kaisersaal, wo er sich ins Goldene Buch der Stadt Füssen eintrug, wurde von japanischer Seite bekräftigt, sich für eine Partnerschaft und vor allem touristische  Kooperation zwischen beiden Schlössern mit Nachdruck weiter einzusetzen.

Bürgermeister Iacob hob die Gemeinsamkeit beider Länder im Bezug auf die Pflege von Tradition und Kultur hervor und betonte, er könne sich so eine Partnerschaft gut vorstellen, zumal auch angestrebt würde, Schloss Neuschwanstein ebenso zum Weltkulturerbe zu ernennen, wie es das schneeweiße Schloss Himeji bereits seit 1993 ist.

Ob und wann diese gewünschte und angestrebte Zusammenarbeit in die Tat umgesetzt werden kann, liegt jetzt in den Händen der bayerischen Politik, das wird sicher nicht von heute auf morgen der Fall sein, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. Jedenfalls hat das Projekt in Landrat Johann Fleschhut und Dr. Paul Wengert, dem Landtagsabgeordneten schon prominente Befürworter gefunden.
Herzlichen Beifall für die gefühlvolle, musikalische Umrahmung des Festempfangs erntete die Pianistin Masako Sakai, die Gattin von Wilhelm Schwecke.
Abschließend führte Bürgermeister Iacob die Gäste aus Fernost durch die Ausstellung der Cremonenser Geigen im Heimatmuseum, ehe die Delegation aufbrach, um auch dem königlichen Schlosse Ludwigs II., Neuschwanstein den fälligen Besuch abzustatten.
Text · Bild: Manfred Sailer

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