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M-Preis kommt nach Pinswang

Pinswang.    Voraussichtlich im Dezember 2012 eröffnet ein neuer M-Preis im Gewerbegebiet von Pinswang seine Pforten. Das Tiroler Familienunternehmen M-Preis hat sich bewusst für den grenznahen Standort neben der bestehenden Tankstelle entschieden. Das Einzugsgebiet erstreckt sich somit auf das nahe Allgäu und Tirol. Der Gemeinde Pinswang ist es damit gelungen, einen der beliebtesten Supermärkte mit geplanten 600 m² Verkaufsfläche als Nahversorger zu gewinnen.

Vor allem bei dem Pinswanger Bürgermeister Karl Wechselberger ist die Freude über den bereits im Bau befindlichen Supermarkt enorm. „Endlich ist es uns gelungen, in unser Gewerbegebiet einen umfassenden Nahversorger mit attraktiven Angeboten zu bekommen. Nach viel Überzeugungsarbeit, Standort- und Strukturanalysen gab es das grüne Licht für M-Preis. Auch für die direkten Nachbargemeinden Musau und Vils wird dieser Supermarkt die erste Einkaufsadresse werden“, so Karl Wechselberger überzeugt.

Günstige Preise bei einer Auswahl von über 10.000 Artikeln, Bioartikel aus der Region und Sonderaktionen wie Mengenrabatte oder 1+1gratis bietet M-Preis den zukünftigen Kunden. Hinzu kommen eine Brottheke sowie ein Cafè-Bistro „Baguette“, welches zum gemütlichen Verweilen einlädt. Karl Wechselberger sieht sich zukünftig dort schon zur Mittagspause einkehren. Dennoch vergisst er nicht den langen Weg, der hinter ihm und seinem Gemeinderat liegt. „Die zahlreichen Termine bei der Landesregierung für Fördermittel und dem Amt für Raumordnung, um den Flächennutzungsplan für das Gewerbegebiet zu erstellen, das war ein großes Stück Arbeit. Auch der Schutz des hinter dem Gewerbegebietes gelegenen Naturschutzgebietes Natura2000 hat in den Planungen eine wichtige Rolle gespielt. M-Preis kommt uns hier sehr entgegen, da die Architektur und die verwendeten Materialien der Außenfassade z.B. aus dem Lech kommen und sich so in das Landschaftsbild integrieren“, so der engagierte Bürgermeister.

Mit besonderem Stolz erfüllt Karl Wechselberger die Tatsache, dass Pinswang die Kosten für die Erschließung des Gewerbegebietes in Höhe von ca. einer Million Euro alleine gestemmt hat. „Die Zukunft für Pinswang liegt in diesem Gewerbegebiet. Durch die Kommunalsteuer* der im Gewerbegebiet angesiedelten Unternehmen können die Erschließungskosten z.T. refinanziert werden. Zusätzlich werden neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen, bei M-Preis rechnen wir mit ca. 20 neuen Stellen“, sagt Karl Wechselberger. „Und wer weiß, vielleicht gelingt es in naher Zukunft weitere Unternehmen für Pinswang zu gewinnen“.
(*Die Kommunalsteuer ist mit der deutschen Gewerbesteuer vergleichbar. In Österreich beträgt diese 3% vom Bruttolohn der angestellten Arbeitnehmer.)

Pinswang hat 452 Einwohner und weist eine Gewerbefläche von 190.000 Quadratmeter aus. Was für Pläne haben Sie für die Nutzung dieser Gewerbefläche?

Viele. Wir haben die Gewerbefläche erschlossen und hoffen nun auch das produzierende Gewerbe hierher zu bringen. Die Infrastruktur ist gut und wir sind für alles offen.

Ihre Gemeinde ist klein. Weshalb hat sich M-Preis doch für diesen Standort entschlossen?

Ich nehme an, dass das Einzugsgebiet für sie interessant genug ist. Wir haben sehr viel Vorarbeit geleistet, wie zum Beispiel Statistiken erstellt.

Meinen Sie, dass zu dem Einzugsgebiet auch die benachbarten Allgäuer Orte wie Füssen, Schwangau und Pfronten dazu gehören?

Definitiv ja. Ich denke, dass die Ziegelwiesener sicher erst zu uns nach Pinswang fahren, bevor sie zu einem anderen großen Discounter fahren werden. Gerade im Sommer, wenn in Füssen mit enormen Staus zu rechnen ist, wird der Eine oder Andere diesen direkten Weg wählen.

Was bedeutet es wirtschaftspolitisch für Ihre Gemeinde?

Es ist sehr wichtig uns zu etablieren und ich würde es sehr begrüßen, wenn der Wirtschaftsraum Füssen und Reutte enger kooperieren würden. Wir sollten nicht gegeneinander konkurieren sondern zusammen arbeiten und somit den Wirtschaftsraum stärken. Wir haben die A7 vor der Tür, dass ist eine ideale Voraussetzung, um Arbeitskräfte zu bekommen. Ein Teil der Arbeitskräfte fährt jetzt nach Kempten. Ich behaupte mal, sie hier bei uns behalten zu können, wenn wir gemeinsam die Voraussetzung dafür schaffen.

Text: Sabina Riegger, Stefanie Derday
Bild: Sabina Riegger

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