Menschen

Lifestyle – Die Art sich zu kleiden

Nicht mit dem Strom schwimmen, sondern sich von anderen unterscheiden, hat es immer schon gegeben. Mit der Mode drückte man seine Individualität aus. Heute ist das nicht anders. Musik unterstreicht diese persönliche Note noch mehr. Denken wir nur an die Hippie-Zeit oder an die erste Levis Jeans, die man sich „leisten“ konnte. Man fühlte sich ganz besonders. Marcel und Felix sind zwei junge Herren, die ihren Stil gefunden haben und mit ihm, auch ihre Lebensgefühl.
Marcel, 17 Jahre aus Weissensee
Hobbys: Fußball spielen, Snowboarden, skaten.

Mir gefällt es so, wie ich mich anziehe. Es schaut einfach gut aus. Die Sachen haben alle einen guten Preis und Qualität. Wobei ich sagen muss, dass ich oft nach dem Aussehen urteile. Es muss mir eben gefallen. Ich habe den Stil von New School, aber ich bin nicht gerade derjenige, der sich auf eins versteift, ich ziehe mich so an, wie ich Lust habe. Ich will mich nicht unbedingt in eine Schiene reindrängen. Ich mach es so, wie ich will und nicht, wie es andere Leute wollen.  So wie ich mich kleide und lebe, egal ob ich skate oder Snowboarde – für mich ist das ein Lebensgefühl.  Ich finde es auch unmöglich, dass man Leute nach ihrem Aussehen beurteilt. Die ältere Generation ist da etwas voreingenommen. Wenn mir eine Oma entgegen kommt und mich etwas merkwürdig anschaut, grüße ich freundlich – sie ist dann so überrascht, dass sie  zurücklächelt oder gar sprachlos ist. Dieses klischeehafte Denken ist einfach nicht tragbar. Ich spiele zum Beispiel auch Fußball, da sind dann manche auch überrascht, weil es nicht so reinpasst, wie ich mich anziehe. Es gibt keinen Menschen, der keine Vorurteile hat, aber man kann an der Akzeptanz arbeiten. Wenn mir ein Landwirt entgegenkommt und sagt, zieh deine Hose hoch, dann müsste ich sagen, zieh Du Deine runter. Das würde ich allerdings nie sagen, weil das einfach zu dieser eben gesagten Akzeptanz dazu gehört. Jeder muss sich in seiner Kleidung wohlfühlen können und dürfen. 

Felix, 18 Jahre, Füssen
Hobbys: Gitarre spielen, Kunst  Fußball und Skateboard fahren

Mein  Stil wie ich mich anziehe? Ich mag den Indie-Look. Das kommt von Independent und bedeutet unabhängig. Dieser Stil ist eher in den Großstädten verbreitet. Ich persönlich finde ihn sehr gut, weil er in keine Schublade passt. Es ist eben kein Mainstream. Mit meiner Kleidung drücke ich meine Unabhängigkeit und Lässigkeit aus,  aber auch die Weltoffenheit  und Toleranz, was sehr wichtig ist. Die Sachen, die ich trage, sind klassisch-edel. Früher trug man es auch.  Es ist einfach wichtig, sich von anderen abzuheben. Es ist aber auch wichtig, dass jeder die Möglichkeit haben soll, sich so zu kleiden wie es ihm gefällt. Warum sollte man keine Cordhosen tragen? Bloß weil sie nicht in das Modebewusstsein anderer reinpassen? Und genau das ist es. Es ist richtig, dass Masse viel bewegen kann – aber es ist auch richtig wenn man sagen darf „Ich will nicht mit der Masse  schwimmen“. Persönlichkeit, eigene Meinung und Toleranz sind heutzutage mehr denn je gefragt.

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