
Neue Wasserversorgung
Faulenbacher Kneippanlage will Trinkwasser sparen
Die Kneippwiese im Füssener Ortsteil Bad Faulenbach erhält eine neue Wasserversorgung für das Tret- und Armbecken. Künftig wird dafür Naturwasser aus der Notburga-Heilquelle genutzt. Die Umbauarbeiten haben am 19. Oktober begonnen und laufen voraussichtlich bis in die zweite Novemberhälfte 2026. In dieser Zeit sind beide Becken nicht nutzbar – Kneippfans können aber auf die Naturtretbecken im Mitterseepark und am Alatsee ausweichen.
Im prädikatisierten Kneippheilbad Füssen haben gesundheitsfördernde Angebote im öffentlichen Raum einen hohen Stellenwert und insbesondere die in allen Ortsteilen zur Verfügung stehenden Kneippanlagen werden gerne genutzt. Angesichts des Klimawandels muss die Füssener Kneipp-Infrastruktur aber auf die Anforderungen einer klimafolgenangepassten Wasserwirtschaft umgestellt werden. Die neue Wasserversorgung der Faulenbacher Kneippwiese verbindet beides: Das benötigte Wasser wird künftig nicht mehr aus dem wertvollen Trinkwassernetz bezogen. Durch die Nutzung der ehemaligen Notburgaquelle kann Trinkwasser eingespart und gleichzeitig ein konkreter Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Stadtentwicklung geleistet werden.
„Unser Ziel ist es, Areale nicht nur zu sanieren und zu attraktivieren, sondern gleichzeitig auch den Erfordernissen an eine klimafolgenangepasste und zukunftsverantwortliche Stadtentwicklung gerecht zu werden. Nur dann ist eine Stadtentwicklung langfristig gemeinwohlorientiert“, fasst Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier den Ansatz von Füssen Tourismus und Marketing (FTM) zusammen. FTM setzt die Umbaumaßnahme im Rahmen des EU-Interreg-Projekts „Reutte & Füssen klimafit“ um, das zu 75 Prozent aus EU-Mitteln gefördert wird. Mit der Ausführung sind die Max Doser GmbH & Co. KG und der Baggerbetrieb Filser aus Trauchgau beauftragt, unterstützt durch die Stadtwerke Füssen und das städtische Tiefbauamt.
Text: FA/pm · Foto: Füssen Tourismus und Marketing Pia Magis



