Kurz berichtet

Mit einem Schweden als Geburtshelfer

25 Jahre FC Bayern-Fanclub OAL-Power Beichelstein

Es hätte alles anders kommen können, wenn der schwedische Abwehrspieler Patrik Andersson am 19. Mai 2001 in der Nachspielzeit beim Hamburger SV nicht doch noch den 1:1-Ausgleich für den FC Bayern erzielt hätte – und damit die Meisterschaft sicherte. Der FC Bayern-Fanclub OAL-Power Beichelstein feierte vor wenigen Tagen mit einem großen Fest auf der Alpe Beichelstein bei Seeg seinen 25. Geburtstag – natürlich mit dem eigenen Fanclub-Bier.

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Bei der Heimreise aus Hamburg wurde damals die Idee geboren, „einen Fanclub zu gründen“, erklärt Leonhard Poppler, seit 1. Juni 2001 erster Vorsitzender der „Beichelsteiner“.

Der Fanclub ist von anfänglich 83 auf inzwischen 1.553 Mitglieder angewachsen und gehört damit zur großen Familie von weltweit rund 4.700 Fanclubs mit etwa 337.500 Mitgliedern. Rund 80 von ihnen fahren mit einem Doppelstockbus „zu jedem Heimspiel“. OAL-Power Beichelstein gilt „als Allesfahrer“ – die Mitglieder reisen zu Bundesliga-, DFB-Pokal- und Champions-League-Spielen und dürfen sich über ein festes Kontingent von circa 50 Eintrittskarten freuen. Diesen Status genießen nur etwa 65 Fanclubs, informiert Poppler nicht ohne Stolz. Am populärsten sind die Heimspiele gegen Borussia Dortmund sowie die Saisonauftakt- und Champions-League-Partien.

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„Nicht nur der Sport allein spielt eine große Rolle, sondern auch das gemeinschaftliche Erleben“, betont Poppler. Man sei mit anderen Fanclubs wie den Red Tigers aus Kempten und den Pomperlbuam aus Bad Griesbach „gut befreundet“. Bei Auswärtsspielen gehe man Problemen mit gegnerischen Fans konsequent aus dem Weg. Am gefährlichsten sei es zurzeit in Stuttgart und Frankfurt.

In der nächsten Saison reist der Fanclub wieder zum Auswärtsspiel beim FC Augsburg – mit dabei werden wohl auch die Gründungsmitglieder Richard Stahl, Hansjörg Steger, Martin Bach und Hubert Dirnagel sein. Im Gepäck: Flaschen des Fanclub-Bieres mit dem Schriftzug „Mir san Beichelstein“.

Text: Alexander Berndt · Foto: privat

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