
Fünf Jahre nach dem Jubiläum
Der TC Schwangau ist auf Erfolgskurs
Vor fünf Jahren feierte der Tennisclub Schwangau sein 50-jähriges Bestehen. Höchste Zeit also, mal wieder vorbeizuschauen und zu fragen: Was hat sich seitdem getan? Die Antwort des 1. Vorsitzenden Hansjörg Schneidberger zeigt: Eine ganze Menge – auf und neben dem Platz.
Wer in den letzten Jahren öfter an der Platzanlage unterhalb der Königsschlösser vorbeigekommen ist, dem dürfte etwas aufgefallen sein: Die Hecken sind weg. Kein Versehen, sondern eine bewusste Entscheidung. „Vorhandene Hecken wurden entfernt, was zur Folge hat, dass die Plätze und die Zäune nicht mehr so anfällig für Moosbewuchs sind“, erklärt Schneidberger. Auch die Beregnungsanlage wurde in dieser Zeit erheblich verbessert – ein Punkt, der bei der Platzpflege künftig viel Arbeit erspart.
Dazukamen einige neue Gerätschaften, die die Pflege der Plätze deutlich erleichtern. „Schmuckstück des Clubheims ist die neu installierte Küche, die von sehr fleißigen Mitgliedern eingebaut wurde“, so der Vositzende, der Stolz auf das Engagement der eigenen Mitglieder ist. Seit 2023 sorgt zudem „Suki“ Milanovic im Clubheim für das leibliche Wohl.
Thema Wasserschutzgebiet entschärft
Als der TC Schwangau vor fünf Jahren sein Jubiläum feierte, war das Thema Wasserschutzgebiet gerade erst vom Tisch. Wie sieht es heute aus? Entwarnung, aber mit kleinen Auflagen im Alltag: „Es sind keine tiefgreifenden Änderungen entstanden, lediglich müssen Maßnahmen mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt werden und die Heizungsanlage muss von externen Gutachtern geprüft werden“, berichtet Hansjörg Schneidberger. Größere Einschränkungen für den Vereinsbetrieb gibt es also nicht.
Neuer Trainer, neue Impulse
Auf dem Trainerposten gab es einen Wechsel: Nach einem kurzen Intermezzo mit Radek Koudela ist es dem Verein gelungen, Sebastian Kröger als Vereinstrainer zu gewinnen. Er leitet und koordiniert mittlerweile das Jugendtraining und trainiert darüber hinaus auch verschiedene Mannschaften und Spieler. Dass sich diese Arbeit lohnt, zeigt ein Blick auf die Zahlen im Nachwuchsbereich: Aktuell trainieren über 70 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Gruppen auf der Anlage des TC Schwangau, davon allein 49 in der Altersklasse von sechs bis 13 Jahren. Um möglichst viele junge Menschen für den Sport zu begeistern, setzt der Verein auf ein kostenloses Schnuppertraining für alle interessierten Kinder. Außerdem wurde die Zahl der Trainer in den bestehenden Gruppen erhöht, damit die Kinder intensiver betreut werden können.
2025 als Erfolgsjahr
Sportlich war besonders das vergangene Jahr ein echter Höhepunkt für den Verein: 2025 holten insgesamt vier Mannschaften den Meistertitel und stiegen in die jeweils nächsthöhere Liga auf. Vereinsintern in der höchsten Liga tritt aktuell die Herren-50-Mannschaft an, die in der Landesliga 2 spielt – im Vorjahr war man sogar in der Landesliga 1 vertreten.
Überhaupt ist die Mannschaftsbreite beim TC Schwangau gewachsen. Sportlicher Meilenstein der vergangenen Jahre war die Gründung einer Damenmannschaft, die gleich danach aufgestiegen ist. Inzwischen nimmt sogar eine zweite Damenmannschaft am Spielbetrieb teil. Bei den Herren sind mittlerweile drei Mannschaften sowie eine Herren-40- und eine Herren-50-Mannschaft im Meisterschaftsbetrieb gemeldet.
Die besondere Kulisse
Was den Verein für Schneidberger persönlich so besonders macht, lässt sich kaum in bessere in Worte fassen als diese: „Die Faszination macht für mich die einzigartige Verbindung aus sportlichem Ehrgeiz, starkem Zusammenhalt und einer Kulisse, die ihresgleichen sucht, aus.“ Das Vereinsleben werde, so Hansjörg Schneidberger weiter, von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und einem generationenübergreifenden Miteinander geprägt – ein Selbstverständnis, das man auf der Anlage unterhalb der Königsschlösser auch deutlich spürt.
Der Blick nach vorn
Ausruhen will sich der TC Schwangau auf den Erfolgen der letzten Jahre aber nicht. Für die Zukunft stehen weitere Verbesserungen an der Platzanlage auf dem Plan, ebenso wie die gezielte Heranführung der Kinder und Jugendlichen an den Turnierbetrieb – damit aus den mehr als 70 Nachwuchsspielerinnen und -spielern von heute die Mannschaften von morgen werden.
Text: Sven Ademi · Foto: Hubert Riegger



