
AOK Gesundheitstipp: Hitzeschutz
Jeder freut sich auf warme Sommertage. Sobald die Temperaturen in die Höhe klettern, steigt mit jedem Grad aber auch die Belastung für unseren Organismus. Dann heißt es: Vorsicht, Gefahr für die Gesundheit!
Wie wirkt sich die Hitze auf unsere Gesundheit aus? Bei hohen Temperaturen arbeitet der Körper verstärkt daran, die optimale Körpertemperatur von knapp 37°C zu halten: Die Blutgefäße der Haut weiten sich, um Wärme abzugeben. Dadurch sinkt der Blutdruck und das Herz muss stärker pumpen. Gleichzeitig verliert der Körper durch Schwitzen Flüssigkeit und Mineralstoffe, was das Blutvolumen reduziert und die Sauerstoffversorgung des Gehirns beeinträchtigt. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen, Schwangere, Kinder sowie Menschen mit niedrigem Blutdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wie beeinflusst Hitze unseren Körper? Eine klassische Folge hoher Temperaturen sind Kreislaufprobleme, die sich durch Schwindel oder Benommenheit, Übelkeit und Kopfschmerzen, Hitzeerschöpfung und in schweren Fällen Ohnmacht oder einem Hitzekollaps äußern. Bei einem Sonnenstich können zusätzlich Nackenschmerzen, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost oder Muskelkrämpfe auftreten. In all diesen Fällen sollten die Betroffenen einen schattigen Ort aufsuchen, Arme und Beine mit feuchten Tüchern kühlen und reichlich Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen trinken. Besonders gefährlich ist der Hitzschlag, bei Verdacht darauf muss umgehend ein Notruf erfolgen.
Gesund und fit durch den Sommer: Was können Sie tun?
- Meiden Sie möglichst Aufenthalte in der prallen Sonne, besonders über die Mittagszeit und am Nachmittag. Vor allem anstrengende körperliche Tätigkeiten sollten unter direkter Sonneneinstrahlung vermieden werden.
- Wird es heiß, dann heißt’s: trinken, trinken und noch mal trinken – am besten Wasser, mindestens zwei bis drei Liter täglich und nach Möglichkeit nicht zu kalt.
- Tragen Sie im Freien bevorzugt leichte, atmungsaktive Kleidung. Eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme schützen dabei vor direkter Sonneneinstrahlung und schmerzhaften Sonnenbränden.
- Hitze belastet den Organismus. Zusätzliche Belastungen sollten daher möglichst vermieden werden. Leicht verdauliche Nahrung wie Obst, Gemüse und Salate entlastet die Verdauung. Alkohol, schwere fett- und proteinhaltige Mahlzeiten belasten sie dagegen.
- Ein- und Durchschlafprobleme zählen zu den klassischen Hitzebeschwerden. Um bei Hitze besser schlafen zu können, sollte man bereits tagsüber dafür sorgen, dass sich das Schlafzimmer nicht so stark aufheizt. Das bedeutet: Morgens gut durchlüften, dann für den Rest des Tages am besten Fenster und Rollläden schließen.
- Wer bei Hitze ein Kühlhandtuch in Griffweite hat, ist besser dran. Angefeuchtet entzieht es der Umgebung durch den Verdunstungseffekt Wärme und erzeugt eine angenehm kühlende Wirkung im Nacken, auf der Stirn oder an den Handgelenken. Dieses Kühlhandtuch können Sie sich bei uns kostenfrei sichern:
Text: AOK



