
Jubiläum mit zwei Volkstheaterstücken
25 Jahre Jahre Uli Pickel‘s Theaterbühne
Theatermacher Uli Pickl sitzt auf seinem Regiestuhl – ein Geschenk seiner treuen Spielerschar – und nimmt sich für „Füssen aktuell“ im „Haus Hopfensee“ in einer Probenpause Zeit für ein unterhaltsames Gespräch, Thema ist ein großes Jubiläum, das mit zwei Volkstheaterstücken an zwei einladenden Allgäuer Spielorten gefeiert werden kann: 25 Jahre Uli Pickls Wirtshausbühne.
In Hopfen am See, wo Uli Pickl 1996 als Wirt seine gastronomische Laufbahn fortgesetzt hatte, begeisterte er dank seiner Regie- und Schauspielerleistung das Publikum. Der Sprung nach Schwangau gelang dann 2o25, wo in Andreas Helmers Schlossbrauhaus Uli Pickls Theatergäste vor jeder Auffühung im großen Saal zuvorkommend bewirtet werden. Der aktuelle Spielplan kündigt insgesamt über 2o Theaterabende an.
Uli Pickl hat „Weiberwirtschaft“ in Zusammenarbeit mit der Iberl Bühne in München für sein neues Programm ausgewählt. Der Dreiakter „Das Glück kommt durch die Hintertür“ wiederum stammt aus seiner Feder. Das Stück war ab 2oo7 im „Haus Hopfensee“ zu sehen.
Die Neuinszenierung – Premiere ist am Donnerstag, 3o. Juli, im Schlossbrauhaus – macht auch mit neuen Spielern bekannt. Dazu zählen Hannes Adam, der als „Wiggerl“ im Ludwig-Musical zu erleben war, und Klara Pickl, die mit Opa Uli zum ersten Mal bei einer Aufführung mitwirken wird – und sich wie der junge „Kollege“ Hannes riesig darauf freut. „In all den Theaterjahren könnten 25 Mitspieler aufgezählt werden. Hinzu kommen noch Promis als Gäste“, schaut Uli Pickl zufrieden zurück.
Wer den Theatermacher außerhalb der Bühne kennenlernen will, kann zum 2o21 im Allgäu Bild-Verlag von Andi Greil erschienenen Buch mit dem Titel „Erschreckend gut – ein Steinbock geht seinen Weg“ greifen. Uli Pickl, Jahrgang 1951, erzählt hier auf 18o Seiten anschaulich von seinem Leben. Er blickt zurück: „1998 hat sich mein Kindheitstraum erfüllt. Wir standen auf der Bühne und feierten Premiere.“
Der erste Dreiakter aus dem Volkstheaterschatz, dem bald eigene Stücke folgten, wurde schon begeistert aufgenommen. „Die ersten Mitwirkenden waren ein bunter Haufen aus Laienspielern. Nach und nach sind neue Gesichter dazu gekommen. Es gibt nun einen festen Stamm, zu dem weiterhin aus der Gründerzeit mein Freund Max Fischer gehört.“
Uli Pickl ist stolz: „In den vergangenen 25 Jahren mussten wir nur dreimal eine Aufführung absagen.“ Dass die technisch professionell aufgerüstete „Karawane“ weiterzog und mittleweile jenseits des Lechs einen zweiten einladenden Spielort fand, kam bei den Freunden des Volkstheaters aus nah und fern sehr gut an.
Zusätzlich zu Uli Pickls Inszenierungen gastiert in Schwangau die Iberl Bühne aus München. Im Ensemble ist Hansi Kraus, bekannt aus den Lümmel-Filmen der 196oer Jahre, in lustigen Rollen zu bewundern.
Stolz ist Uli Pickl nicht zuletzt auf eine weitere freundschaftliche Verbindung. „Ich durfte mit Ulla Kling auf der Bühne stehen.“ Für den Füssener Theatermacher eine großartige Kollegin, der unter anderem „Lenz, wo bleibst denn?“ zu verdanken ist: ein absoluter Klassiker des bayerischen Volkstheaters.
Text: FA/pm · Foto: Werner Hacker



