
Auszeichnung für Karin Ketterl
Stadtehrenzeichen für ein Leben im Dienst der Gemeinschaft
Beim traditionellen Jahresessen des Füssener Stadtrats im Hotel Alatsee stand eine Frau im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte hinweg die Stadt Füssen durch ihr außergewöhnliches Engagement geprägt hat: Karin Ketterl wurde mit dem Ehrenzeichen der Stadt ausgezeichnet. „Sie haben Strukturen geschaffen und Menschen bewegt“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter bei der Verleihung. Die 75-Jährige erhielt stehende Ovationen von Stadtratsmitgliedern und Verwaltungsvertretern. „Ich bin wirklich zutiefst gerührt“, meinte Ketterl dazu sichtlich bewegt.
Ehrenamt als Lebensaufgabe
Bereits Ketterls Vater Ernst Hornof hatte sich vielfältig engagiert – unter anderem ermöglichte er nach dem Krieg den Bau der Tennisanlage in Bad Faullenbach. Seine Tochter sollte jedoch noch weitergehen: 1969 trat Karin Ketterl dem Tennis-Turnier-Club (TTC) bei und war 21 Jahre in der Vorstandschaft aktiv. Auch auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene brachte sie sich in Tennisverbänden ein.
Besonders prägend war ihr Wirken für die Interessengemeinschaft der Füssener Sportvereine (IFS): Als Gründungsmitglied und 25 Jahre lang Vorsitzende entwickelte sie unter anderem die Füssener Sporttage und die Sportlerehrung – Veranstaltungen, die bis heute identitätsstiftend sind. „Dass wir uns heute als Sportstadt bezeichnen können, hat ganz viel mit ihrem Engagement zu tun“, betonte Eichstetter.

Karin Ketterls Engagement beschränkte sich nicht nur auf den Sport: Sie war aktiv im Kneippverein, im Förderverein Lesezeichen der Bibliothek, im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband sowie bis zuletzt in der Volkshochschule. Seit 2019 berät sie als ehrenamtliche Mentorin am Landratsamt andere Vereine. Auch kommunalpolitisch war Ketterl aktiv: 15 Jahre lang stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende, 13 Jahre im Stadtrat und Mitglied im Kreistag.
Einstimmiger Beschluss
Der Hauptausschuss hatte einstimmig beschlossen, Ketterl mit der Ehrennadel und Ehrenurkunde auszuzeichnen. „Dies ist Ausdruck unserer höchsten Anerkennung und unseres tiefen Respekts“, so Eichstetter. Karin Ketterl dankte von Herzen und verwies darauf, dass die Ehrung auch ihren vielen Unterstützern gebühre: „Ohne sie wäre all das nicht möglich gewesen.“
Vor der Ehrung hatte der Bürgermeister die Gelegenheit genutzt, sich bei Stadtrat und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit zu bedanken und auf wichtige Projekte wie den Zentralen Omnibus-Bahnhof, den Video-Würfel für den Bundesstützpunkt und die Sanierung des Alten Landratsamtes hinzuweisen..
Text · Fotos: Sabina Riegger



