
Spatenstich für das Lorch-Haus
Füssens ältestes Wohnhaus wird zum Kulturzentrum
Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Revitalisierung des denkmalgeschützten Lorch-Hauses in der Floßergasse 2 begonnen. Das älteste erhaltene Wohnhaus Füssens soll behutsam saniert und zu einem lebendigen Kulturzentrum mit Café umgestaltet werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant. Das Lorch-Haus ist weit mehr als ein altes Gemäuer.
Als ältestes erhaltenes Wohnhaus Füssens trägt es jahrhundertelange Stadtgeschichte in seinen Mauern. Ziel der Revitalisierung ist es, mitten im historischen Stadtkern einen neuen, identitätsstiftenden Kulturraum zu schaffen – mit Veranstaltungen, Begegnungsmöglichkeiten, kreativen Angeboten und einem kleinen Café. Erster Bürgermeister und Stiftungsvorsitzender Maximilian Eichstetter betonte beim Spatenstich: „Wir sichern mit dieser Maßnahme ein bedeutendes Stück Füssener Geschichte und öffnen das Haus zugleich für die Zukunft.“
Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie den zuständigen Denkmalbehörden. Der Stadtrat hatte die Verwaltung bereits im Januar 2024 mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Nach Erteilung der Baugenehmigung im Oktober 2025 und der Zustimmung des Landesamtes zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn im November 2025 folgte im Januar 2026 der Bewilligungsbescheid der Regierung von Schwaben aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“.
Finanzierung: Rund 71 Prozent durch Fördermittel
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,32 Millionen Euro. Dank eines breiten Fördermittelpakets – unter anderem aus dem Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, der Städtebauförderung sowie Mitteln des Bezirks Schwaben und des Landkreises Ostallgäu – können davon rund 1,65 Millionen Euro, also etwa 71 Prozent, durch öffentliche Mittel gedeckt werden. Der Eigenanteil der Heilig-Geist-Spitalstiftung Füssen beträgt rund 670.000 Euro. „Ohne die umfangreiche Förderung wäre die Revitalisierung in dieser Form nicht möglich“, so Eichstetter.
Regionaler Betrieb übernimmt den Auftakt
Mit den ersten Bauarbeiten wurde die Velle Bau GmbH aus Schwangau mit einem Auftragsvolumen von rund 220.500 Euro beauftragt. Bürgermeister Eichstetter zeigte sich erfreut, dass die Umsetzung mit einem Unternehmen aus der unmittelbaren Region begonnen hat, und richtete seinen Dank an alle Beteiligten – darunter Architekt Dr. Alexander Pfanzelt, das städtische Gebäudemanagement sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. „Am Ende soll hier ein Ort entstehen, an dem Menschen zusammenkommen, Kunst erleben, Kultur gestalten und miteinander ins Gespräch kommen. Das Lorch-Haus soll wieder ein lebendiger Teil unserer Stadt werden.“
Text: FA/pm · Foto: Stadt Füssen



