Essen & TrinkenGeblitzt

Gourmet Festival Schwangau 2026

Kulinarisches Highlight im Allgäu: 2. Schwangauer Gourmetfestival begeistert 600 Gäste

Bei strahlendem Sonnenschein und mit Spitzenküche lockte das 2. Schwangauer Gourmetfestival gestern erneut Feinschmecker aus nah und fern in die malerische Gemeinde am Fuße der Königsschlösser. Die Veranstaltung war bereits im Vorfeld ausverkauft – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich das Festival innerhalb kürzester Zeit als kulinarisches Highlight in der Region etabliert hat.

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Rund 600 Gäste erlebten an etwa 40 Genussständen die ganze Vielfalt der Allgäuer Kulinarik. Von regionalen Fleisch- und Käsespezialitäten über erlesene Weine und handwerklich gebraute Biere bis hin zu feinen Edelbränden, aromatischem Kaffee und innovativen Gin-Kreationen – das Angebot ließ keine Wünsche offen. Die Besucher zeigten sich begeistert von der Qualität und Vielfalt, die nicht nur die Küche, sondern auch die Getränkeauswahl bot.

Unter den prominenten Gästen befanden sich Ihre Königlichen Hoheiten Prinzessin Beatrix und Prinz Luitpold von Bayern sowie Politiker und Touristiker.

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Ministerin Kaniber: „Bayern und das Allgäu sind etwas Besonderes“

Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber, die als Schirmherrin das Festival eröffnete, betonte die Bedeutung regionaler Kulinarik: „Unsere regionalen Produkte, unsere Wirtshauskultur und unsere Gastfreundschaft sind nicht nur ein wichtiger Tourismusfaktor, sie stehen für hohe Lebensqualität und unser Heimatgefühl. Das Gourmetfestival macht sichtbar, was Bayern und das Allgäu so besonders macht.“

Die Ministerin hob besonders die enge Verzahnung von Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus hervor: „Hier wird aus regionalen Zutaten ein kulinarisches Erlebnis – und aus Zusammenarbeit echte Begeisterung. Wenn Landwirtschaft und Gastronomie so eng Hand in Hand gehen, entsteht genau die Qualität, die Gäste und Einheimische schätzen und die das Allgäu so lebenswert macht.“

„Das Festival lebt von der ehrenamtlichen Arbeit seiner Mitwirkenden: 150 Köchinnen und Köche, Landwirte, Brauerinnen, Brenner, Röster, Gastrofachleute und Musiker stellten ihr Können unter Beweis – alles ohne Vergütung, lediglich der Wareneinsatz wurde kalkuliert. Die wichtigsten Zutaten dabei sind Liebe und Leidenschaft für das eigene Handwerk“, erklärte Simon Prokscha. Andreas Helmer ergänzte: „Die Mission von uns allen, die auf dem Feld, im Keller und hinter dem Herd arbeiten, ist es, für Sie den Geschmack unserer Heimat erlebbar zu machen. Wir wollen damit ein allgemeines Bewusstsein für den Wert des Handwerks und der regionalen Produkte schaffen.“

Die beiden Organisatoren haben es geschafft, mit dem Konzept „Vom Feld zum Teller“ die regionale Wertschöpfungskette für die Besucher unmittelbar erlebbar zu machen und zeigten eindrucksvoll, was die Region kulinarisch zu bieten hat – weit über die wunderschöne Landschaft hinaus.

Nachwuchsförderung: Premiere für „Junge Allgäuer Wurzeln“

Ein besonderer Höhepunkt war die erstmalige Verleihung des Wettbewerbs „Junge Allgäuer Wurzeln“. Acht Auszubildende aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und Landwirtschaft traten in zwei Vierer-Teams gegeneinander an und präsentierten ihre Vision von nachhaltiger Landwirtschafts- und Gastronomiekultur für die Zukunft.

Ministerin Kaniber würdigte die Initiative: „Das Projekt ‚Junge Allgäuer Wurzeln‘ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Landwirtschaft, Tourismus und Gastronomie schon in der Ausbildung zusammenzudenken. Diese enge Verzahnung schafft Verständnis füreinander, stärkt regionale Wertschöpfung und legt den Grundstein für eine zukunftsfähige Genusskultur.“

Den ersten Platz belegten Andreas Kranias (Koch, Hotel Das Rübezahl, Schwangau), Lara Hagspiel (Hotel Sonnenalp Resort, Ofterschwang), Lena Königsberger (Landwirtin) und Pauline Walther (Tourismus Oberstdorf). Alle Teilnehmer erhielten Urkunden, handgefertigte Kässpatzenschüsseln der Allgäu GmbH und Freikarten der Tegelbergbahn. Die Gewinner wurden zusätzlich mit einer Holz-Miniatur der lokalen Bildhauerin Julia Hiemer ausgezeichnet.

Dank an die Macher

Für die Region ist das Gourmetfestival ein echtes Highlight geworden. Den beiden Organisatoren Andreas Helmer und Simon Prokscha gebührt großer Dank für diese köstliche Idee, die sie mit so viel Engagement in die Tat umgesetzt haben. Beide dankten ihrerseits den Besuchern, allen Mitwirkenden, den Musikern um Tom Hauser, den Sponsoren sowie der Crew des Schlossbrauhauses Schwangau, dem Schneiderhanser Team und ihren Familien für die großartige Unterstützung.

Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke lobte besonders den tatkräftigen Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer der Allgäuer Berufsschulen, die den Wettbewerb möglich gemacht hatten. Bei Musik von regionalen Künstlern und kulinarischen Köstlichkeiten auf höchstem Niveau klang das Festival am späteren Abend aus – es war ein Tag, der alle Sinne ansprach und die Allgäuer Genusskultur eindrucksvoll zelebrierte.

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