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Visualisierung mit modernster Technik

Ein bisschen erinnern sie an den Film „Ziemlich beste Freunde“. Immer einen frechen Spruch auf der Lippe, ziemlich direkt, so dass jeder weiß, woran er ist. Sie wollen bewegen und andere Maßstäbe setzen.

Richard Frank und Daniel Lenzenhuber sind seit Jahren eng befreundet. Sie kannten sich schon Jahre vorher und machten gemeinsam Sport bevor sie sich entschlossen haben gemeinsam zu arbeiten,  Daniel Lenzenhuber als Projektleiter und Richard Frank als Bauingenieur.

Vor einem Jahr gründeten die beiden ihr eigenes Ingenieurbüro für 3-D-Visualisierung, klassische Planung wie Entwurfs-, Genehmigungs- und Werksplanung eben alles was mit Architektur und Bauen zu tun hat. „Bergwind“ so heißt ihr Büro in der Drehergasse 40 in Füssen.

Ihre Kundinnen und Kunden sind immer wieder fasziniert mit welcher Kreativität die beiden Männer überzeugen. „Wir bieten eine umfassende Palette an Dienstleistungen für architektonische Projekte an, bei denen wir modernste Technologien einsetzen, um Ideen zum Leben zu erwecken. Wir schaffen maßgeschneiderte Lösungen, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind und verwandeln die Visionen unserer Kunden in realistische Visualisierungen und Animationen, die zu einem besseren Verständnis führen und sehr gut für eine Präsentation geeignet sind“, erklärt Daniel Lenzenhuber.  

So weit so gut. Doch wie schafft man es Projekte zu zeichnen, wenn man ab dem Hals abwärts gelähmt ist? „Indem man sich tagtäglich damit beschäftigt und das Leben positiv betrachtet, viel Zeit hat und natürlich mit einer Handapplikation“, antwortet Richard Frank fast lachend.

Als wir miteinander sprechen, trennen uns etwa 20 Kilometer. Ein Videocall macht es möglich, dass wir uns sehen und uns so gegenseitig kennenlernen. Richard Frank liegt im Bett und erzählt, wie er dazu gekommen ist, sich mit der 3- D-Visualisierung zu beschäftigen. 

„Nach meinem Unfall hatte ich viel Zeit. Die Handapplikationen, die es gab, fand ich für mich nicht ideal. Ich entwickelte meine eigene, druckte sie mit einem 3-D-Drucker aus und so fing ich an mich damit auseinanderzusetzen. Ich schaute mir viele Tutorials an und war begeistert, wie viel ich daraus mitnehmen und lernen konnte“, erzählt der 47-Jährige. „Es ist gut, Interesse an Sachen zu haben, die einem etwas bedeuten“, so Richard Frank.

Er fing an zu malen, auch mit Farben. Die Bilder waren so gut, dass er einige Jahre mit anderen Künstlern seine Werke in Nesselwang ausstellte, darunter auch Portraits.  „Ich mag es zu lernen und es fasziniert mich, Probleme zu lösen oder sagen wir es mal so: Ich liebe Herausforderungen.“ Seine positive Art begeistert und macht zugleich schamvoll, nachdenklich, hoffnungsvoll und zugleich auch beschämend, wenn man an seine eigenen Probleme denkt, die augenblicklich so nichtig erscheinen wie ein Lufthauch, der sich im Nirgendwo auflöst. 

Dass er wieder in seinem Beruf arbeiten kann, wenn auch nicht als Bauleiter, war nach seinem Autounfall kaum denkbar. Es war nichts greifbar. „Heute mache ich alles mit links“, lacht er und zeigt seinen linken Arm mit der Handapplikation, die er mit Hilfe seines Bizepses steuert. Durch das Malen kam der Familienvater zum 3-D.

„Da ist so viel Potenzial, das wir ausschöpfen können. Es ist eine interessante und faszinierende Arbeit“, schwärmen die beiden Geschäftspartner. „Unser Anspruch ist es, dass das was wir machen, nicht nur ästhetisch, sondern auch realistisch umsetzbar und bezahlbar ist“, sind sich die beiden einig. Richard Frank, der einige Semester Architektur studiert hat, und Daniel Lenzenhuber ergänzen sich sehr gut.

„Die Zusammenarbeit mit den Kunden hat oberste Priorität. Nur so können wir individuelle Anforderungen erfüllen und innovative Lösungen liefern“, ist sich Lenzenhuber sicher. Dieses Prinzip praktizieren Richard Frank und Daniel Lenzenhuber auch untereinander.

Ehrlichkeit und Vertrauen sind für sie existenziell. Auf ihrem Gebiet sind sie manchen voraus. „Wir wollen bewegen und neue Maßstäbe setzen, die es leichter machen, sich manche Dinge besser vorzustellen.“

Text: Sabina Riegger · Foto: Simon Doser

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