Fit & WellLeben

Auf dem Weg zu besseren Schlafmöglichkeiten

Andreas Eggensberger startet weitere offizielle Studie

Während derzeit in speziellen Labors in Süddeutschland noch getestet und wissenschaftlich geforscht wird, ist man im Biohotel Eggensberger bereits einen Schritt weiter.

In jedem einzelnen Zimmer des Hotels kann der Gast beim Betreten selbst entscheiden, ob er in seinen gebuchten vier Wänden DECT- und WLAN-Strahlung haben möchte oder nicht. Anhand eines einfachen Schalters in der Mitte Raumes muss der Gast die Technik, für die es in jedem Zimmer einen sogenannten Access-Point gibt, erst aktivieren. Um die Strahlungswerte schon generell auf ein Minimum zu reduzieren, hat Eggensberger in den letzten Monaten sämtliche Zimmer ausmessen lassen. Alle Suiten und Zimmer weisen seitdem einen maximalen Wert von 100 Mikrowatt auf, die meisten sogar deutlich darunter. Bereits seit 2004 ist das Haus mehrfach für die Optimierung von Hoch- und Niederfrequenz sowie statischen Magnetfeldern zertifiziert worden. Dabei verfolgt Andreas Eggensberger einzig und allein ein Ziel. Es geht darum, die bestmöglichen Grundvoraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen einfach nur gut schlafen können.

Erste positive Ergebnisse

Nach dem bereits erfolgreich erbrachten wissenschaftlichen Beweis, dass die Hydrotherapie unseren Schlaf positiv beeinflusst, hatte sich der Kneipp- und Physiotherapeut aus Hopfen am See an die Arbeit gemacht, noch einer zweiten wichtigen Frage nachzugehen. So soll in einer weiteren Studie geklärt werden, wie sich DECT- und WLAN-Signale auf den Körper und somit auch auf das Schlafgeschehen auswirken. Denn auch ein Handy oder ein DECT-Telefon in der Nähe des Bettes können genauso eine Teilschuld am schlechten Schlaf haben, ist Eggensberger überzeugt. In einem ersten Durchlauf dieser neuen Studie, der mit etwa zehn Personen durchgeführt wurde, hatten sich bereits dementsprechend positive Ergebnisse abgezeichnet. Mit gut 30 Testpersonen geht er dieser Frage nun seit gut zwei Wochen in einem noch größeren Umfang nach.

Unterstützt wird die neue Studie von Professor Dr. Christian Schumann, dem Leiter des Schlaflabors in Kempten, sowie Professor Dr. Mario Babilon, Studiengangsleiter für Informationstechnik an der Dualen Hochschule in Stuttgart, mit der zusammen sich auch eine Rehaklinik in Baden-Württemberg an dieser Studie beteiligt hat. „Die Pilotstudie ist abgeschlossen, nun geht es mit der Interventionsstudie los“, erklärt der Physiotherapeut. Innerhalb des nächsten halben Jahres will er insgesamt 100 Probanden an dieser Studie teilnehmen lassen, um fundierte Ergebnisse zu bekommen. Die Probanden verweilen dabei für etwa 45 Minuten in einem komplett strahlungsabgeschirmten Raum. Während dieser Zeit werden DECT-Telefon und WLAN-Router zufällig für mehrere Minuten aktiviert. Die Auswirkungen dieser „zufälligen Bestrahlung“ sollen dann mit Hilfe einer Auswertungssoftware ermittelt werden.

Andreas Eggensberger vertritt grundsätzlich den Standpunkt, dass jeder Gast selbst entscheiden soll, ob er sich einer Art von Strahlung aussetzt oder nicht. Deswegen hat er auch die Access-Points in den Zimmern installieren lassen. „Ein WLAN-System haben wir ganz bewusst im Haus nie aufgebaut“, erklärt er. „Nun haben wir mit dem an- und ausschaltbaren WLAN im Zimmer aber einen guten Kompromiss gefunden. Das ist wesentlich besser, als eine Netzabdeckung über Handymasten, die in unmittelbarer Nähe stehen.“ Zwar haben die Gäste noch einen Empfang an der Rezeption oder im Speiseraum, der spätestens beim Eintreten in das Zimmer aber dann erlischt. Auch aus den benachbarten Zimmern ist es nicht möglich, einen Netzausschlag zu bekommen. Alle Zimmer sind so gesehen nahezu vollkommen isoliert. Ohnehin werden generell in den knapp 80 Biohotels Europas, so ist der Standard, alle Strahlungsquellen wie Handyempfangs- oder Sendestationen von 23 bis 7 Uhr abgeschaltet.

Weitere Probanden gesucht

Für die nach wie vor laufende groß, angelegte Schlafstudie, wie auch für die jetzt gestartete Parallel-Studie benötigt Andreas Eggensberger noch weitere freiwillige Probanden. Mitmachen können Menschen im Alter von 18 bis 70 Jahren. Ausgeschlossen werden Patienten, die auf Grund einer Erkrankung nicht 45 Minuten auf dem Rücken liegen können. Potentielle Probanden können sich also ab sofort jederzeit im Therapiezentrum Eggensberger in Hopfen melden.

Die Probanden verweilen dabei für etwa 45 Minuten in einem komplett strahlungsabgeschirmten Raum. Während dieser Zeit werden DECT-Telefon und WLAN-Router zufällig für mehrere Minuten aktiviert. Die Auswirkungen dieser „zufälligen Bestrahlung“ sol-len dann mit Hilfe einer Auswertungssoftware ermittelt werden.

Therapiezentrum Eggensberger
Ringweg 6
87629 Füssen – Hopfen am See
www.reha-hopfen.de
kneippstudie@eggensberger.de
Tel.: 08362 / 9103-300

Text · Fotos: Lars Peter Schwarz

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