KulturLeben

„Ludwig meets Michael Jackson“

Es wird ein einmaliges Erlebnis werden, soviel dürfte ohne Zweifel schon feststehen. Und das liegt durchaus an der Konstellation der beiden Künstler, die sich zum ersten Mal gemeinsam auf einer Bühne treffen werden, um sich zu vereinen. „Der König rockt den King“ ist eine musikalische Hommage an König Ludwig II. und den „King of Pop“, Michael Jackson. Dafür holt Dr. Konstantinos Kalogeropoulos, der musikalische Leiter des Ludwig Musicals, zwei Künstler auf die Bühne des Festspielhauses, die beide in ihren Rollen mehr als überzeugen. So trifft Matthias Stockinger als gefeierter Ludwig-Darsteller auf Sascha Pazdera, der europaweit als einer der überzeugendsten, live singenden Michael Jackson Tributekünstler gilt. In den Originalkulissen des Ludwig-Musicals verbindet Kalogeropoulos die schönsten Hits aus Ludwig2 und Michael Jacksons Lebenswerk zu einem noch nie dagewesenen Gesamtkunstwerk. Für Konstantinos Kalogeropoulos und Sascha Pazdera ist das ein bedeutender Höhepunkt, wie sie im Interview mit Füssen aktuell bestätigen.

Wie muss man sich den musikalischen Ablauf der Show vorstellen Herr Kalogeropoulos? Musik von Jacko und Ludwig im Wechsel? Sind die beiden Hauptdarsteller gemeinsam auf der Bühne?
Es wird spannende Crossover Momente geben: Zum Beispiel singt Ludwig in „Das Herz so schwer“ die Phrase „Steh ich allein im Niemansland…“. Michael Jackson kommt dazu und singt den Song „You are not alone“. Da ist schon ein toller Berührungspunkt mit nur einem Satz des Alleinseins, der vom musikalischen Gegenpart quasi mit einem Song beantwortet wird. Eventuell wird man Ludwig auch mit der Jacko Sonnenbrille sehen, wenn sie dann singen „Another Part of me“. Es sind viele szenische Punkte, wie zum Beispiel bei „Thriller“ die Skelette aus dem Musical. Die Musik soll Brücken schlagen und zwei musikalisch sehr unterschiedliche Stile zusammenbringen, denn sowohl der King, wie auch der König hatten beide eine Vision, die Welt zu einer besseren zu machen, frei von Gewalt und Hass. „Heal the world“ oder in Ludwigs Worten „Ich will nicht Krieg, ich will den Frieden“.

Sascha Pazdera, wie gut passen die beiden Figuren aus Ihrer Sicht zusammen?
Aus meiner Sicht waren beide sehr exzentrisch. Beide haben Kunstwerke erschaffen, ob als Bauwerk oder musikalisch, die auf ewig in den Geschichtsbüchern stehen werden. Michael liebte Schlösser, ich selbst war bereits in Neuschwanstein und bin der Meinung, dass König Ludwig auch Großartiges geschaffen hat, wenn man sich alleine die Goldene Kapelle im Inneren anschaut. Beide hatten den Hang schon fast zum Größenwahn, aber ich denke, damit haben sie etwas erreicht, worüber man auf ewig sprechen wird. Ich denke, dass sich beide Charaktere sehr gut ergänzt hätten. Jeder war auf seine Weise ein Genie.

Ist das für Sie eine „ganz normale“ Show oder schon eine, die gewaltig aus dem Rahmen fällt?
Allerdings, das ist definitiv keine normale Show. Auch wenn ich die Songs seit über 30 Jahren singe, ist das hier etwas völlig anderes. Jedes Stück soll einem kleinen Kunstwerk gleichen. Die Duette mit König Ludwig müssen harmonisch einfach passen, damit man auch in der letzten Reihe das Gefühl und die Liebe zu beiden Charakteren heraushört. Es ist auch eine außergewöhnliche Location mit einem außergewöhnlichen Klang. Es ist so, als hätte Michael Jackson eine Audienz beim König und soll ihm zu Ehren ein Konzert geben. Wir versuchen etwas Magisches zu erschaffen, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Tribute Shows. Ich freue mich vor allem auf ein Duett mit König Ludwig zu Michaels Song „Gone to soon“, wo beide Seelen dann aufeinander treffen werden.

Termin:
Do, 20.06.2019 / 19 Uhr
Ludwigs Festspielhaus, Füssen
Tel. +49 (0) 83 62 / 50 77 777
info@das-festspielhaus.de

Text: Lars Peter Schwarz · Fotos: Veranstalter

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