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Der 11. Rad-Marathon Tannheimer Tal

Im Tal des Sports

Der beliebte Rad-Marathon Tannheimer Tal geht am 7. Juli 2019 in die 11. Runde. Seit vergangenem Jahr gibt es eine neue Einsteiger-Strecke mit 58 Kilometern Länge und lediglich 400 Höhenmetern. Sie ist offen für alle Fahrräder und für Teilnehmer ab 12 Jahren. Alle anderen Strecken bleiben fast unverändert. Die anspruchsvollste und beliebsteste führt über 220 Kilometer und 3.500 Höhenmeter bis ins Allgäu auf deutscher Seite, die mittlere Strecke führt über 131 Kilometer und 700 Höhenmeter durch’s Lechtal, und die nun zweitleichteste hat 92 Kilometer Streckenlänge und 530 Höhenmeter. Auch sie führt ins reizvolle Lechtal, die Wende ist dann aber schon bei Elmen.

2009 war die Premiere des RAD-MARATHON Tannheimer Tal, bis dato für die Rennradfahrer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Einzig bei den Durchfahrten der Österreich Radrundfahrt, der Bayern Rundfahrt und der Deutschland-Tour schien das Tiroler Hochtal am Radar auf. Geschäftsführer des Tourismusverbandes Tannheimer Tal, Michael Keller, kommt aus dem Radsport und sah großes Potential im Rennradtourismus. Bereits 2005 begann er seine Region rennradfit zu machen. Ein umfangreiches Rennrad-Booklet wurde in Eigenregie erstellt und die Hardware für eine angehende Radregion geschaffen. Das Projekt Rennrad im Tannheimer Tal wurde geboren. Gleichzeitig war die Idee eines „Radmarathons“ schon mit in der Planung. Diese Planung begann knapp zwei Jahre vor der Erstveranstaltung. Erfahrung konnte das Organisationskomitee-Team bereits vorzeigen. Mit dem SKI-TRAIL Tannheimer Tal – Bad Hindelang hatten sie eine jährliche Großveranstaltung mit rund 1.500 Teilnehmern und besten Referenzen.

1000 Teilnehmer meldeten sich 2009 zur Teilnahme. Dieses Jahr sind alleine auf der 220 km Strecke über 1.000 Rennradbegeisterte, die dabei sein wollen. Die Marathonstrecken werden von vielen geliebt, es gibt aber auch Rennradfahrer, denen die Zeit und vielleicht auch die Form für solche Distanzen fehlt. Von Beginn an setzte Organisationschef Michael Keller auch auf eine Kurzstrecke, die von Hobbyfahrern, Einsteigern und Frauen sehr gerne angenommen wird.

Der RAD-MARATHON Tannheimer Tal ist nicht nur eine Sport-Veranstaltung, sondern ein Event für die ganze Familie. Gerade bei der kurzen Streckenführung sind Alle eingeladen daran teilzunehmen.Wer beim Tannheimer Tal Radmarathon mithelfen will und ein Teil des Teams sein möchte, kann sich bei Michael Keller unter rad-marathon@gmx.at melden.

Um das alles am Laufen zu halten ist eine straffe Organisation notwendig. Einer der wichtigsten Punkte ist die medizinische Betreuung der Teilnehmer während der Veranstaltung. Andreas Inwinkel koordiniert den Einsatz beim Rad-Marathon Tannheimer Tal. „Um die Sicherheit gewährleisten zu können, wird ein komplettes Rettungskonzept erarbeitet. Sprich, es sind insgesamt 15 Einsatzkräfte auf der gesamten Strecke unterwegs. Der Fuhrpark umfasst zwei Rettungstransportwagen (RTW) besetzt mit jeweils einem Notarzt, zwei Quads und zwei Motorräder mit den Rettungssanitätern. Der Einsatzleiter und zwei Ersthelfer besetzten im Start- und Zielbereich die Sanitätsstation“, zählt Inwinkel auf. „Und für schwerwiegende Fälle steht auch das Kriseninterventionsteam (KIS) zur Verfügung, denn sollte wirklich der Ernstfall eintreten, sind wir auch hier vorbereitet.“ Seit 2017 ist das Rettungskonzept noch aufwändiger, denn es sind zwei Staaten, zwei österreichische Bundesländer, zwei deutsche Landkreise involviert.

Fast das wichtigste für die Rennradfahrer sind die Verpflegungsstationen. Neben tausenden Litern Wasser werden ca. 7.000 Liter Elektrolytgetränke von Xenofit getrunken. Dazu kommen noch rund 1.200 Liter Cola, einige „alkoholfreie“ Gerstensäfte und zwischendurch auch Kaffee. Bei den acht (!) Verpflegungsstationen an der Strecke werden am Veranstaltungstag 25.000 Becher benötigt, dazu kommen noch unzählige Trinkflaschen-Füllungen. Somit ist der Durst gestillt, jedoch noch nicht der Hunger. 5.000 Riegel und 3.500 Xenofit Gel werden den Teilnehmern gereicht, die auf schnelle Power hoffen. In der Obstabteilung warten 500 kg Bananen, 150 Stück Wassermelonen und 100 kg Nüsse auf Abnehmer. Und für alle, die was „Ordentliches, Deftiges“ bevorzugen sind 120 kg Brot, 60 kg Wurst und Käse angerichtet. Die „süße“ Abteilung komplettiert mit 8.500 Stück Kuchen das Angebot. Dass jeder Teilnehmer auf der Strecke gut umsorgt ist, dafür sorgen die rund 170 Helfer vom Verpflegungsteam. Die Logistik ist enorm, die hier geleistet wird.

Bei der Verkehrsverhandlung zum RAD-MARATHON waren folgende Personen anwesend: v.l. Lechtal Streckenchef Christian Mages, OK-Chef Michael Keller, Landespolizei Christoph Scheiring, WK Reutte Wolfgang Winkler, Verkehrsabteilung Land Tirol Julia Ambrosig, Bgm. Wängle Christian Müller, Bgm. Vorderhornbach Gottfried Ginther, BH Reutte Tamara Perl, Bezirkspolizeikommando Herbert Jankovich, Straßenmeisterei Reutte Hannes Simon, Postbus Hannes Kärle und Rotes Kreuz Reutte Bertram Schedler

Über 300 Helfer sind notwendig, um die Veranstaltung durchführen zu können. „Es sind tolle Menschen, die gemeinsam mit uns die Veranstaltung stemmen“, so Michael Keller.

Streckenverlauf

Gesamtlänge: 58 km | Höhenmeter: ca. 400 hm
Streckenführung 58 km:
• Tannheim – Grän Enge – Pfronten – Vils – Musau – Oberletzen – Lechaschau – Höfen – Weißenbach – Gaichtpass – Nesselwängle – Haller – Haldensee – Tannheim

Verpflegungsstationen 58 km Strecke
Station 1 – nach 40 km in Weißenbach
Station 2 – nach 58 km im Ziel in Tannheim

Gesamtlänge: 92 km | Höhenmeter: ca. 530 hm
Streckenführung 92 km:
• Tannheim – Grän Enge – Pfronten – Vils – Musau – Oberletzen – Lechaschau – Höfen – Weißenbach – Vorderhornbach – Martinau – Elmen Klimmbrücke – Elmen – Stanzach – Forchach – Weißenbach – Gaichtpass – Nesselwängle – Haller – Haldensee – Tannheim

Verpflegungsstationen 92 km Strecke
Station 1 – nach 40 km in Weißenbach
Station 2 – nach 54 km in Vorderhornbach
Station 3 – nach 58 km in Elmen
Station 4 – nach 69 km in Weißenbach
Station 5 – nach 92 km im Ziel in Tannheim

Gesamtlänge: 131 km | Höhenmeter: ca. 700 hm
Streckenführung 131 km:
• Tannheim – Grän Enge – Pfronten – Vils – Musau – Oberletzen – Lechaschau – Höfen – Weißenbach – Vorderhornbach – Martinau – Elmen Klimmbrücke – Häselgehr – Elbigenalp – Bach – Stockach – Holzgau – Stockach – Bach – Obergiblen – Häselgehr – Elmen – Stanzach – Forchach – Weißenbach – Gaichtpass – Nesselwängle – Haller – Haldensee – Tannheim

Verpflegungsstationen 131 km Strecke
Station 1 – nach 40 km in Weißenbach
Station 2 – nach 54 km in Vorderhornbach
Station 3 – nach 67 km in Elbigenalp
Station 4 – nach 79 km in Stockach
Station 5 – nach 97 km in Elmen
Station 6 – nach 111 km in Weißenbach
Station 7 – nach 131 km im Ziel in Tannheim

Gesamtlänge: 220 km | Höhenmeter: ca. 3.500 hm
Streckenführung:
• Tannheim – Grän – Tannheim – Zöblen – Schattwald – Staatsgrenze/Oberallgäu – Oberjoch – Unterjoch – Jungholz – Wertach – Oberellegg – Bitterlis – Vorderburg – Kranzegg – Rettenberg – Immenstadt – Bihlerdorf – Ofterschwang – Bolsterlang – Obermaiselstein – Riedbergpass – Staatsgrenze/Bregenzerwald – Hittisau – Lingenau – Großdorf – Egg – Schwarzenberg – Mellau – Schoppernau – Schröcken – Hochtannbergpass – Warth – ins Lechtal – Steeg – Holzgau – Stockach – Elbigenalp – Elmen – Weißenbach – Gaichtpass – ins Tannheimer Tal – Nesselwängle – Haldensee – Tannheim

Verpflegungsstationen 220 km Strecke
Station 1 – nach 48 km in Kranzegg
Station 2 – nach 72 km in Obermaiselstein
Station 3 – nach 85 km in Balderschwang
Station 4 – nach 132 km in Schoppernau
Station 5 – nach 151 km in Warth
Station 6 – nach 169 km in Stockach
Station 7 – nach 186 km in Elmen
Station 8 – nach 201 km in Weißenbach
Station 9 – nach 220 km im Ziel in Tannheim

Text: pm/rie · Fotos: Meuerer

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