
Rundt sieht sein Ergebnis als „Signal Richtung Rathaus“
Die Bürgerinnen und Bürger der Lechstadt haben gesprochen: Das Ergebnis ist eindeutig – Maximilian Eichstetter (CSU) bleibt Bürgermeister von Füssen. 74,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten bei der gestrigen Kommunalwahl für den Amtsinhaber. Sein Herausforderer Markus Rundt, der als parteiloser Kandidat angetreten war, erhielt 25,9 Prozent der Stimmen.
Eichstetter: „Klarer Auftrag, mit voller Kraft für unsere Stadt zu arbeiten“
Die Freude über den klaren Sieg war bei Maximilian Eichstetter natürlich groß – von der Deutlichkeit des Ergebnisses zeigte er sich dabei durchaus selbst überrascht. „Wahlen bleiben bis zum Schluss offen, und deshalb bin ich mit großem Respekt vor diesem Votum der Bürgerinnen und Bürger erfüllt. Ein solches Ergebnis ist keine Selbstverständlichkeit“, so der Bürgermeister.
Den Erfolg führt er vor allem auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück: „Wir haben in Füssen viele Projekte konkret umgesetzt und wichtige Themen für die Zukunft der Stadt auf den Weg gebracht. Die Menschen sehen, dass gearbeitet wird, dass Entscheidungen getroffen werden und dass unsere Stadt sich weiterentwickelt.“ Ebenso betonte Eichstetter den intensiven Austausch mit der Bevölkerung: „Diese Nähe und das direkte Gespräch sind mir sehr wichtig.“
Ausdrücklich hob er auch sein Team hervor: Das Ergebnis sei nicht das Ergebnis einer einzelnen Person, sondern das Ergebnis einer starken Gemeinschaft – viele engagierte Menschen hätten mitgeholfen, unterstützt und motiviert. Für die kommende Amtszeit ist die Botschaft klar: „Für mich ist dieses Votum vor allem ein klarer Auftrag, weiterhin mit voller Kraft für unsere Stadt zu arbeiten“, betont der 40-Jährige.
Rundt: „Ein klares Signal Richtung Rathaus“
Eichstetters Gegenkandidat Markus Rundt musste zwar seine Niederlage anerkennen, zeigte sich im Nachgang aber dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Der parteilose Unternehmer aus Schwangau, der für das Wählerbündnis „Bürger Aktiv Beteiligen“ (BAB) angetreten war, räumte zwar ein: „Leider hatte ich durch das komplexe Aufstellungsverfahren und dem damit verbundenen späten Start der Öffentlichkeitskampagne, sowie aufgrund meiner beruflichen Auslastung zu wenig Zeit, eine noch größere Anzahl an Wählerinnen und Wählern zu aktivieren.“

Zugleich interpretiert Rundt sein Ergebnis als durchaus bedeutsames politisches Signal: „Wenn ein parteiloser Neuling aus Schwangau innerhalb von sechs Monaten auf Anhieb über ein Viertel der Wählerschaft in Füssen mobilisieren kann, ist dies eigentlich ein klares Signal Richtung Rathaus.“ Dass der Sieg des Amtsinhabers so deutlich ausgefallen sei, erklärt sich Rundt unter anderem damit, dass das „wiederkehrende Narrativ des erfolgreichen Machers im Rathaus seitens des amtierenden Bürgermeisters, der für alle Herausforderungen schon die passende Lösung im Köcher hat, auf die Bürgerschaft Eindruck gemacht haben muss.“ Auch die lokale Presse habe dazu ihren Teil beigetragen, so Rundt.
Zur eher verhaltenen Wahlbeteiligung äußerte sich Rundt nachdenklich: Die Gründe seien vielschichtig. Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung zeige, dass Menschen erst dann reagierten, wenn sie persönlich betroffen seien oder Einschränkungen für sich erwarteten. „Es scheint also den Füssener Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich gut zu gehen – das ist doch auch eine erfreuliche Erkenntnis“, so Rundt mit einem Augenzwinkern.
Wie geht es für Rundt weiter?
Wie es für den Unternehmer aus Schwangau weitergeht, will er in den nächsten Wochen entscheiden. „Derzeit gehe ich aber davon aus, dass ich den Wählerauftrag von fast 1.700 Füssener Bürgerinnen und Bürgern aus dieser ersten politischen Runde ernst nehmen werde und weiterhin eine klare kritische Stimme in der Füssener Kommunalpolitik bleibe.“ Ob dies weiterhin im Rahmen des Wählerbündnisses „Bürger Aktiv Beteiligen“ erfolgen werde, würden die Gespräche im Unterstützerkreis zeigen.
Sein Dank gehe an seine Wählerinnen und Wähler und an alle, die sich für eine sachorientierte und faire Kommunalpolitik in Füssen eingesetzt haben. Ob sein Konkurrent „seine unzähligen Wahlversprechen“ einhalten wird, will er nun gespannt beobachten.
Die Kommunalwahl fand am 8. März 2026 statt. Alle genannten Ergebnisse sind vorläufig.
Text: FA · Fotos: privat / Sabina Riegger



