
Förderung für Bundesstützpunkt, neues Bürgerhaus und Neuschwansteinkonzerte gesichert
Das Ostallgäu profitiert im Jahr 2026 kräftig von den sogenannten Fraktionsinitiativen der Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern. Von den insgesamt 110 Millionen Euro, die bayernweit für rund 600 Projekte ausgeschüttet werden, fließen insgesamt 1.010.000 Euro in drei Projekte im Landkreis Ostallgäu: 500.000 Euro für den Bundesstützpunkt (BSP) in Füssen, 360.000 Euro für ein neues Bürgerhaus in Eggenthal sowie 150.000 Euro zugunsten der Neuschwansteinkonzerte. Die Fraktionsmittel honorieren damit wichtige regionale Vorhaben und unterstützen die Kommunen gezielt dort, wo Investitionen in die Zukunft anstehen.
Der Ostallgäuer Landtagsabgeordnete Andreas Kaufmann (CSU) freut sich über die Zusagen aus München, nachdem er sich intensiv für die Projekte in seinem Stimmkreis eingesetzt hatte: „Unser Einsatz für die Heimat hat sich gelohnt! Ob im Spitzensport in Füssen, bei der Dorfentwicklung in Eggenthal oder der Stärkung des Kulturangebots in Schwangau – wir investieren in das, was das Ostallgäu stark macht: Menschen, Ehrenamt, Engagement, Kultur und Zusammenhalt. Dass bayernweit ein Großteil unserer Mittel in den ländlichen Raum fließt, ist dabei kein Zufall, sondern ein klares Zeichen: Denn der ländliche Raum ist das Herz Bayerns!“
Bernhard Pohl (Freie Wähler) hat als Stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags gemeinsam mit dem Ausschussvorsitzenden Josef Zellmeier (CSU) bei der Haushaltsklausur der Bayerischen Staatsregierung im November 2025, bei der der Haushaltsentwurf insgesamt beraten und beschlossen wurde, einen Betrag von 110 Millionen Euro in den Haushaltsentwurf hineinverhandelt.
„Wir stärken damit die Regionen des Freistaats und tragen mit zum Verfassungsauftrag der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei. Daher war und ist es mir ein großes Anliegen, hierfür einen respektablen Betrag im Haushaltsgesetz zu verankern. Die Stärkung der Fraktionsinitiativen ist somit ein wichtiger Teil der gemeinsamen Agenda von Josef Zellmeier und mir als den für die Haushaltspolitik in den Regierungsfraktionen hauptverantwortlichen Personen. Ich möchte daher meinem Kollegen Josef Zellmeier sowie unseren beiden Fraktionschefs Florian Streibl und Klaus Holetschek für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit auch in diesem Bereich recht herzlich danken“, resümiert Pohl.
Geld kommt direkt vor Ort an
Konkret darf sich die Stadt Füssen über 500.000 Euro für eine neue Videowall am Bundesstützpunkt freuen. Kaufmann erklärt, dass „die Anschaffung für den Bundesstützpunkt Füssen zwingend notwendig ist, um die verbindlichen Infrastruktur-Vorgaben des DEB zu erfüllen. Die Technik ermöglicht modernste Leistungsanalysen in Echtzeit und sichert so den hohen sportlichen Standard des Standorts für nationale und internationale Lehrgänge. Zudem wollen wir die herausragende Jugendarbeit honorieren: Was der EV Füssen – auch zusammen mit der Realschule Füssen, die seit mehreren Jahren Partnerzentrum und zugleich auch Stützpunktschule für Eishockey ist – leistet, ist enorm. Klar ist: Man lernt im Sport viel, was unserer Gesellschaft wichtig ist – Gewinnen und Verlieren sowie Teamgeist. Das gehört gefördert!“
Mit den Fraktionsmitteln wird nun die Planungsphase eingeleitet, um den Stützpunktstatus langfristig zu sichern. Auch Pohl freut sich darüber, dass es gelungen ist, im Ostallgäu die richtigen Akzente zu setzen.
„Als ehemaliger Präsident des ESV Kaufbeuren bin ich dem Eishockeysport in besonderem Maße verbunden. Ich freue mich daher sehr, dass mein Kollege Kaufmann den Bundesstützpunkt in Füssen ausgesucht hat. Da merkt man, dass wir das gleiche Gespür für Spitzensport haben. Ich habe mich gern an seiner Initiative beteiligt und unterstütze sie mit großer Freude.“
Freude trifft auch bei Füssens Erstem Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) zu: „Die Fraktionsinitiativen des Bayerischen Landtags sind ein starkes Signal für unsere Region. Ich freue mich sehr, dass auch Projekte in Füssen unterstützt werden und damit wichtige Investitionen vor Ort möglich werden. Mein herzlicher Dank gilt den Abgeordneten für ihren Einsatz für unsere Stadt und das gesamte Ostallgäu.“
Des Weiteren erhält die Gemeinde Eggenthal eine Förderung in Höhe von 360.000 Euro. Denn das Dorfgemeinschaftshaus in Eggenthal ist Bernhard Pohl ein Herzensanliegen: „Ich habe hier gemeinsam mit Bürgermeisterin Karina Fischer schon eine Menge an Vorarbeit geleistet, damit das Projekt überhaupt realisiert werden kann. Wir haben nun auf die Förderung noch einen erheblichen Betrag draufgelegt, um das vorbildliche Vereinsleben in Eggenthal zu stärken. Ich freue mich darüber, dass sich mein Kollege Kaufmann hier ebenfalls mitbeteiligt und der Maßnahme einen noch größeren Rückenwind verleiht. Das Engagement vor Ort, das die Bürgermeisterin, der Gemeinderat und die beteiligten Vereine hier zeigen, ist schon außergewöhnlich hoch“, lobt der Abgeordnete.
Ähnlich äußert sich auch Andreas Kaufmann, denn dass „die Kommune hier eine derartige Eigeneinitiative beweist ein belebtes Ortszentrum anzugehen, ist höchst vorbildlich! Mich freut besonders die Vereinigung von Infrastruktur und der Stärkung des Miteinanders, des sozialen Zusammenlebens, in einem Projekt. Zudem erachte ich das Dorfgemeinschaftshaus für ein Leuchtturmprojekt, da es auf unseren regionalen Rohstoff setzt, da es in Holzbauweise geplant wird. Das Haus stärkt das Klima also doppelt, das gesellschaftliche vor Ort und das globale, da nachhaltig gebaut wird.“
Auch die Erste Bürgermeisterin Karina Fischer (CSU) weiß die Förderung sehr zu schätzen: „Als ausgezeichnetes Heimatdorf steht Eggenthal bereits jetzt für eine starke Gemeinschaft. Das neue Bürgerhaus wird ein sichtbares Symbol für dieses Miteinander und eine wichtige Investition, diesen Weg weiter zu gehen. Es stärkt Gemeinschaft, Ehrenamt und kulturelles Leben vor Ort. Mein herzlicher Dank gilt dem Freistaat Bayern und unseren Abgeordneten für ihre Unterstützung.“
Genauso fließen 150.000 Euro nach Schwangau zugunsten der Neuschwansteinkonzerte. Diese verbinden einen hohen künstlerischen Anspruch mit zeitgemäßen Ansätzen und machen das Weltkulturerbe wieder als lebendigen Veranstaltungsort erlebbar. „Seit vielen Jahren erhalten die Neuschwansteinkonzerte schon die ihnen gebührende Unterstützung. Dieses kulturelle Highlight hebt das Ostallgäu auf eine neue Ebene. Damit betreiben wir eine wirkungsvolle Image-, Wirtschafts- und Tourismusförderung mit einem sehr überschaubaren Betrag. Davon profitiert der gesamte Freistaat“, so Pohl.
Auch Kaufmann unterstreicht die Bedeutung über die bereits große Kulturelle hinaus: „Heutzutage gilt: Kultur ist weit mehr als ein Freizeit- Aspekt. Hier ein breites Angebot bieten zu können ist längst ein messbarer Standortfaktor! Darum unterstütze ich gerne dieses kulturelle Leuchtturmprojekt bei uns vor Ort.“
Das unterstreicht auch Schwangaus Erster Bürgermeister Stefan Rinke (CSU): „Die Neuschwanstein Konzerte in neuer Form sind ein kultureller Höhepunkt mit Strahlkraft weit über Bayern hinaus. Mit seiner Förderung macht der Freistaat das Welterbe zu einem Musikerlebnis für jedermann. Als Heimatgemeinde von Schloss Neuschwanstein zeigt Schwangau größte Wertschätzung für den Einsatz der ehrenamtlichen Veranstalter.“
Mit der Bewilligung im Haushaltsausschuss ist ein entscheidendes Etappenziel erreicht. Die endgültige Verabschiedung der Mittel durch den Bayerischen Landtag ist für April vorgesehen.
Text: pm/FA



