Tourismus

Bayerische Heilbäder ziehen positive Bilanz 2025

Gesundheitsurlaub als Motor für den Bayerntourismus

Mehr als 23 Millionen Übernachtungen und über fünf Millionen Gäste in den Kurorten des Freistaats. Der Gesundheits- und Präventionstourismus bleibt ein zentraler Wachstumstreiber des Bayerntourismus. Rund 23,3 Millionen Übernachtungen – beinahe jede vierte Nächtigung in Bayern – und 5,6 Millionen Gästeankünfte entfielen 2025 auf Bayerns Heilbäder und Kurorte.

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Der Gesundheits- und Präventionstourismus bleibt ein zentraler Wachstumstreiber des Bayerntourismus. Rund 23,3 Millionen Übernachtungen – beinahe jede vierte Nächtigung in Bayern – und 5,6 Millionen Gästeankünfte entfielen 2025 auf Bayerns Heilbäder und Kurorte. Diese Bilanz stellten Bayerns Heilbäder-Präsident Peter Berek und Tourismusministerin Michaela Kaniber kürzlich in München vor.
Aus Sicht des Bayerischen Heilbäder-Verbands besonders erfreulich: „Sowohl Gästeankünfte als auch Übernachtungen liegen rund ein Prozent über den Werten von 2024. Damit sind die Kur- und Heilbäder stärker gewachsen als der bayerische Tourismus insgesamt“, so Berek.

„Gesundheitsurlaub ist gerade in Bayern ein Zukunftsmarkt und ein stabiler Motor für Tourismus, Wirtschaftskraft und Beschäftigung – insbesondere im ländlichen Raum“, betonte der Heilbäder-Präsident. Die prädikatisierten Heilbäder und Kurorte seien ein unverzichtbarer Bestandteil des bayerischen Gesundheitswesens und zugleich ein starker Faktor für die touristische Entwicklung. „Bei uns verbindet sich klassischer Tourismus mit Prävention, Rehabilitation und Gesundheitskompetenz – das macht unsere Orte besonders wertvoll und zukunftssicher.“

Starke Wertschöpfung für Regionen und Arbeitsplätze

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche ist erheblich: rund 100.000 Arbeitsplätze, 4,5 Milliarden Euro Wertschöpfung und 465 Millionen Euro Steuereinnahmen gehen auf das Konto der Heilbäder und Kurorte. „Aus jedem Euro, den wir in Prävention und Rehabilitation investieren, entsteht ein fünffacher Effekt für die Regionen“, so Berek.

Zugleich wies er darauf hin, dass hochprädikatisierte Heilbäder und Kurorte besondere Anforderungen erfüllen müssen. Das Prädikat gehe mit zusätzlichen Investitionen und umfangreichen Pflichtaufgaben einher – von der Gesundheitsinfrastruktur bis zu zertifizierten Angeboten. „Diese Sonderleistungen dürfen in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte nicht dazu führen, dass funktionierende Strukturen schleichend ausgehöhlt werden“, mahnte Berek. Der Verband erneuerte daher seine Forderung nach einem angemessenen finanziellen Ausgleich für die Sonderlasten aus den mittelbaren Pflichtaufgaben der Bayerischen Anerkennungsverordnung. „Wer höchste Qualität im Gesundheitstourismus erwartet, muss diese auch dauerhaft absichern.“

Investitionen, Innovationen und klare Zukunftsstrategie

Ergebnisse einer aktuellen Online-Erhebung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) unterstreichen die Bedeutung der Prädikatisierung. Mehr als vier von fünf Kurorten (86 Prozent) bewerten sie als entscheidend für Image und Außenwirkung. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) sehen darin einen wesentlichen Faktor für Marketing und Gästegewinnung, fast drei Viertel (73 Prozent) nutzen sie als Steuerungsinstrument für Tourismus- und Infrastrukturentwicklung.

Parallel treiben Bayerns Heilbäder und Kurorte ihre Weiterentwicklung voran. Schwerpunkte liegen auf Prävention, Resilienz und Longevity, auf wissenschaftsbasierten Naturheilverfahren, Waldgesundheit sowie auf neuen Workation-Modellen, die Arbeiten und gesundheitsorientierte Auszeiten verbinden. „Wir entwickeln uns weiter – innovativer, präventionsstärker und digitaler – und bauen gleichzeitig auf unsere gewachsenen Stärken“, so Berek.

Selbstbewusst in die Zukunft

Trotz großer Herausforderungen – vom Fachkräftemangel bis zum Investitionsbedarf der Infrastruktur – zeigt sich der Verband zuversichtlich. „Bayern ist Reha-Land Nummer eins und Vorreiter in der Prävention. Die Aufgaben sind groß, aber wir meistern sie“, betonte Berek. „Der Gesundheitsurlaub bleibt auch 2026 ein zentraler Motor für den Bayerntourismus und für die Entwicklung des ländlichen Raums.“

Text: FA/pm · Foto: Leonie Lorenz, Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.

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